: Jutta Wilke
: Das Karlgeheimnis Ein Fall für die Detektivin und mich
: Coppenrath Verlag
: 9783649640882
: 1
: CHF 9.90
:
: Kinderbücher bis 11 Jahre
: German
: 304
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Emil steckt so richtig in der Klemme! Erst nimmt ihm seine Lehrerin, die fiese Bertram, sein Notizbuch weg und jetzt verschwindet auch noch Karl auf geheimnisvolle Weise. Dabei ist er nicht nur der einzige Erwachsene, der Zeit für Emil hat, sondern auch Emils größter Fan. Emil ist nämlich Krimiautor. Aber dieser Fall ist für ihn allein zu knifflig. Zum Glück gibt es Finja! Die ist eine richtige Detektivin wie Sherlock Holmes und hat sogar einen Watson (ihren Hund). Ob sie gemeinsam das Rätsel lösen können?

Jutta Wilke, geboren 1963, arbeitete einige Jahre als Anwältin, hängte später aber die Robe endgültig an den Nagel, um nur noch das zu machen, was sie sowieso am besten kann: Geschichten erzählen. Da sie von Schranken aller Art nichts hält, sondern mehr dafür ist, öfter mal fröhlich aus der Reihe zu tanzen, kennt sie auch beim Schreiben keine Grenzen. Sie schreibt ihre Bücher genauso gerne für Kleine, Mittlere und ganz Große. Jutta Wilke arbeitet und lebt mit ihrer Familie inHaanau.

Irgendwann hat Karl zwischen meinen Schulbüchern mein eigentlich total geheimes Notizbuch gesehen und mich gefragt, was ich darin aufschreiben würde. Da habe ich ihm von meinem Krimi erzählt, den ich angefangen habe. Als Karl gehört hat, dass ich mal ein richtiger Schriftsteller werden will, ist er total ausgeflippt vor Begeisterung und hat gemeint, dass ich ihm unbedingt mal was aus meinem eigenen Buch vorlesen müsse.

Deshalb sitze ich jetzt hier bei ihm auf der Treppe, und weil heute nicht viel los ist, hat Karl sich einen Kaffee gekocht und sitzt ausnahmsweise auf der Stufe über mir und guckt mir über die Schulter. Was blöd ist, weil ich besser lesen kann, wenn Karl weiter in seinem Büdchen räumt und nicht dauernd mitliest. Aber wenigstens unterbricht er mich nicht immer wegen so Kleinigkeiten wie einem p zu viel oder zu wenig.

Trotzdem soll Karl nicht schon vorher wissen, wie die Geschichte weitergeht. Das nennt man Spannungsbogen. Schlimm genug, dass diese Finja einfach in meine Notizen geguckt hat. Bei Frau Wischnewski funktioniert das mit der Spannung nämlich schon ganz gut.

Frau Wischnewski ist zufällig vorbeigekommen, weil sie sich die neue Fernsehzeitung kaufen wollte, und dann ist sie einfach dageblieben und hat auch zugehört.

»Der arme Hund«, flüstert sie jetzt und schnappt selbst ein bisschen nach Luft. Sie beugt sich zu Paul runter und gibt ihm einen Hundekuchen, den sie vorher aus ihrer Kittelschürze gekramt hat. »Du musst keine Angst haben, das ist nur eine Geschichte, bestimmt geht alles gut aus«, flüstert sie und tätschelt