: Kokorosashi
: Laktat und Parabellum
: Schreibstark-Verlag
: 9783946922995
: 1
: CHF 7.10
:
: Krimis, Thriller, Spionage
: German
: 320
: kein Kopierschutz
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Herb und Putin sind ein ungleiches Paar, aber eine langjährige, intensive Freundschaft und die gemeinsame Leidenschaft für die Kampfkunst verbindet sie. Die Ereignisse überstürzen sich, als ein alter Bekannter von Herbs Vater Kontakt zu ihm sucht. Danach werden die beiden in einen Fall verstrickt, der mit moderner Technik zu tun hat, skrupelose Wissenschaftler und sogar die japanische Yakuza auf den Plan ruft. Wie sie mit diesen Problemem umgehen, lesen sie selbst.

Kokorosashi hat in seinem Buch seine Erfahrungen in Bezug auf die Kampfkunst, den Polizeidienst und andere Lebenserfahrungen eingebracht und einen Thriller mit viel Spannung und unerwarteten Wendungen geschaffen. Er lebt in Deutschland und arbeitet an weiteren Werken.

Kokorosashi

Laktat und Parabellum

Roman

Schreibstark-Verlag

Saalburgstr. 30

61267 Neu-Anspach

ISBN: 9783946922995

1.

Das Kino war halbvoll und die Quantität der Zuschauer entsprach der Qualität des Films. In den Zeiten, in der die deutschen Nachrichtenkanäle das gleiche Niveau wie ein Dschungelcamp hatten, wurde der Konsumgeschmack der Mitmenschen etwas fragwürdig. Der kartonähnliche Hautgout von überteuertem Popcorn schwängerte den Raum und der Einsatz wäre als Füllmaterial für Pakete sicherlich sinnvoller gewesen, statt adipösen Mitmenschen als Quellmittel zu dienen. Ein drahtiger Herr saß unruhig in einem Kinosessel und wetzte den Nickibezug des Kinomöbels langsam bis auf die Federn herunter, bis die Musik lauter wurde und das Wort „Ende“ über die Leinwand erbrach.

Herbert Machalka, genannt Herb, schüttelte den Kopf und sagte zu seinem Freund Peter: „Mein Gott, in welchen Scheißfilm hast du mich geschleppt? Da wären wir von dem Geld besser fressen, saufen und vögeln gegangen.“

„Mann, reg dich nicht so auf“, sagte Peter „du wirst langsam eine männliche Zicke und zickige Weiber gehen mir schon auf den Sack. Dann musst du nicht unbedingt noch einen drauflegen. Hab´s nur gut gemeint und wollte dich ein wenig aus deiner Lethargie befreien.“

„Ist schon ok“, sagte Herb, „war nicht so gemeint. Aber jetzt gehen wir was essen, saufen und vielleicht kommt noch ein blasbarer Nachtisch dabei raus.“

„Du bist so eine Drecksau“, sagte Peter, „aber ich liebe dich, mein Freund.“

„Lass mal stecken“, antwortete Herb, „ich hab schon den Hintern voller Schulden, da musst du nicht auch noch rein.“

2.

Herbert Machalka, 58 Jahre, Spitzname Herb, hatte sich zweimal die Krätze bei einer Nutte geholt, seitdem nannte man ihn einfach Herbes, kurz, Herb. Sein Vater war Deutscher, seine Mutter Ungarin. Dadurch war seine Seele gewissermaßen ein preußisches Gulasch: ein Korinthenkacker mit Paprika im Arsch, 178 cm hoch, durchtrainiert von der Glatze bis zur Fußsohle. Er legte Wert auf gute Kleidung und es machte ihm Spaß zu zeigen, wie fit man im Alter noch sein konnte.

Nach einer langen Reise durch die Sahara hatte er sich spontan entschlossen eine Glatze zu rasieren. Er hatte einfach keinen Bock mehr auf Friseurbesuche, stundenlanges Föhnen und den ganzen Mist. Seitdem hatte er sich, und sein Umfeld ebenfalls, daran gewöhnt und sein Schädel war gut geeignet für eine Glatze.

Beruf: Ap