: David J. Greening
: The Sea People Children of the sea
: Schreibstark-Verlag
: 9783752129434
: 1
: CHF 7.10
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: Märchen und Sagen
: English
: 226
: kein Kopierschutz
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
For as long asanyone could remember, the Shardana had sailed their gigantic ships across the endless waters oft he Lautan Tedau, the Peacefull Sea, fishing, hunting the mighty raksasa ans trading with the inhabitants off the islands doting the ocean. This ist he tale oft he Perahu and those onboard: Kura-Kura, the orphan girl, Pirang, the shaman´s daughter, sleepless Mati and Kegentingan, the chief harpooner´s only living son. No-one in living memory had seen or heard anything oft he scourge oft he seas, the Tangata´mango, the deadly Shark-Men, who had once killed and looted their way across sea and land until they had finally become the stuff of nightmare and legend. Until now....

David J. Greening was born in Karachi in 1969 AD, briefly went to kindergarten in Malta and grew up in Germany. After cleaning dishes, working on building sites, flipping burgers and other assorted odd jobs he trained to become a landscape gardener before studying Ancient History at Frankfurt University. Completing an MA in 2004 and a PhD in 2007 he currently works as a school teacher and part-time lecturer of ancient and medieval history.

Sonketa


Während die Drei schweigend nebeneinander her geritten waren, war der Nachmittag zur Neige gegangen. Nachdem sie die Ausläufer von König Ozrykes Anwesen passiert hatten, waren sie nach Westen geritten, und an einigen Dörfern vorbeigekommen, die zum Herrschaftsgebiet des Königs gehörten, und so schließlich zur Küste gelangt. Keiner seiner Begleiter hatte es bis jetzt für nötig gehalten, Bryzos über ihr Ziel aufzuklären.

Wahrscheinlich Sonketa, dachte er finster, wo auch immer dieses Kaff liegen mochte. Sicherlich war es irgendein nach Pferdescheiße stinkendes Loch, wo die Schweine besser aussehen als die Pferde und die Pferde besser als die Weiber. Bestimmt gibt es da nicht mal was Anständiges zu trinken. Was für ein Albtraum.

Sie ritten eine staubige Landstraße hinunter, die umgeben war von zwei Feldern, auf denen das Getreide prächtig gedieh und bald geerntet werden wollte. Dahinter lag ein kleiner Pinienwald, der offensichtlich vor einiger Zeit von einem Feuer heimgesucht worden war. Bei Bendis, dies war also der Arsch der Welt. Bryzos Laune sank weiter. Was zur Hölle hab ich hier zu suchen? dachte er bei sich.

Die Straße stieg an, und nachdemsie die abgebrannten Stümpfe des Pinienwaldes hinter sich gelassen hatten, trafen sie auf einen Hügel. Rudas hielt sein Pferd an und stieg ab. Er wandte sich den beiden anderen zu und sprach das erste Wort, seit sie aufgebrochen waren.

„Sonketa.“

Wie Ziles es versprochen hatte, waren sie nur wenige Stunden unterwegs gewesen.

„Wir sind angekommen, Meister Bryzos“, bemerkte Ziles, immer noch auf seinem Pferd sitzend. „Wäret Ihr so gütig, von Eurem Pferd zu steigen?“

Sie standen nun auf der Anhöhe, die sanft in ein Tal hinabfiel, an dessen Horizont der Golf von Melas zu erahnen war, wo gerade die Sonne unterging, die somit ebenfalls ihr Ziel erreicht hatte. Sonketa war nicht so groß wie Bryzos Heimat Keirpara, aber bei weitem kein Kaff, wie er es zunächst befürchtet hatte. Es war ein schön gelegenerOrt, umgeben von Getreidefeldern. Schafe grasten auf den Hügeln der Umgebung, und ein Bach plätscherte in der Nähe.

Vielleicht doch nicht so schlecht, dachte Bryzos, während er gedankenverloren abstieg und Ziles die Zügel in die Hand drückte. Hatte der Könignicht etwas von Rudas drei gutaussehenden Töchtern erzählt? Er wäre zumindest nicht der erste Vater, den der Prinz überlistet hätte. Bryzos grinste und wandte sich Ziles zu, der immer noch die Zügel in der Hand hielt, aber keinerlei Anstalten machte, vom Pferd zu steigen.

„Was ist denn jetzt mit unserem Gepäck, Ziles? Du sagtest, es würde sich darum gekümmert werden?“

„Oh, macht Euch keine Sorgen, Herr, Rudas wird das übernehmen. Und nun sage ich Euch hiermit Lebwohl!“

Ohne ein weiteres Wort zu verlieren, wandte er die Pferde um, trieb sie an, galoppierte den Hügel hinunter, und war bald im Pinienwald verschwunden.

Plötzlich überkam Bryzos ein mulmiges Gefühl, und seine Euphorie war