: Ute Krause
: Die Muskeltiere und die große Käseverschwörung Die großen Abenteuer mit den Muskeltieren
: cbj
: 9783641282233
: Die Muskeltiere-Reihe: Die großen Abenteuer mit den Muskeltieren
: 1
: CHF 8.90
:
: Kinderbücher bis 11 Jahre
: German
: 200
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Die Muskeltiere erobern Paris!

Inmitten von 700 Camemberts sind Picandou, Gruyère, Pomme de Terre und Hamster Bertram zusammen mit Monsieur Albert in einer völlig unbeabsichtigten Nacht-und-Nebel-Aktion nach Frankreich gereist. Doch für Stadtspaziergänge bleibt wenig Zeit, denn Filou, Hausmaus und guter Geist bei Monsieur Albert, braucht dringend Hilfe: Alberts Camembert-Manufaktur steht nämlich vor dem Aus! Ein Billigkäse-Fabrikant hat es auf Alberts uraltes Geheimrezept abgesehen und plant eine fiese Sabotage, um Albert zu ruinieren. Zu allem Überfluss müssen die vier Helden eine Rattenchefin und ein Kater-Ungetüm in Schach halten. Wird die Mission gelingen? Und werden die Muskeltiere ihre Heimatstadt Hamburg jemals wiedersehen?

Ute Krauses Dein Spiegel-Bestsellerreihe ist wunderbar warmherzig erzählt und mit zahlreichen opulenten Illustrationen ausgestattet und eignet sich zum Vorlesen für Kinder ab 5 Jahren und zum Selberlesen ab 8 Jahren. Die mutigen Muskeltiere stehen für Freundschaft, Mitgefühl und Hilfsbereitschaft - große Themen für kleine Helden!

Alle großen Abenteuer der Muskeltiere auf einen Blick:

1. Die Muskeltiere – Einer für alle, alle für einen
2. Die Muskeltiere auf großer Fahrt
3. Die Muskeltiere und Madame Roquefort
4. Die Muskeltiere und das Weihnachtswunder
5. Die Muskeltiere und die große Käseverschwörung

Ute Krause, 1960 geboren, wuchs in der Türkei, Nigeria, Indien und den USA auf. An der Berliner Kunsthochschule studierte sie Visuelle Kommunikation, in München Film und Fernsehspiel. Sie ist als Schriftstellerin, Illustratorin, Drehbuchautorin und Regisseurin erfolgreich. Ihre Bilder- und Kinderbücher wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und für das Fernsehen verfilmt. Ute Krause wurde u.a. von der Stiftung Buchkunst und mit dem Ver.di-Literaturpreis ausgezeichnet und für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert.

Kapitel 1

Oh, Camembert!

Unruhig wälzte Picandou sich in seiner Sardinendose hin und her. Nicht zum Aushalten! Zum dritten Mal in einer Nacht träumte er, dass Frau Fröhlichs Laden bis unter die Decke mit den allerherrlichsten Käsesorten vollgestopft war. Doch wenn er sehnsüchtig die Pfötchen danach ausstreckte, bekam der Mäuserich kein einziges Stück zu fassen. Immer wieder griff er ins Leere. Sein Magen knurrte vor Verlangen, und es machte ihn schließlich so verrückt, dass er schwitzend erwachte.

Der Käseduft aber lag noch immer in der Luft. Komisch, dachte er und nahm, um sicherzugehen, dass er sich das nicht einbildete, einen tiefen Atemzug.

Herrlich!

Der Duft schien jeden Winkel und jede Ecke der Mäusehöhle zu durchströmen. Aber das war unmöglich! Träumte er also doch?

Picandou kniff sich kräftig in den Bauch. Das tat weh, was nur bedeuten konnte, dass er bestimmt nicht träumte!

Mit einem Ächzer erhob er sich und wankte zum Höhleneingang, denn von dort schien der Duft zu kommen.

Seine Mitbewohner schliefen noch: Die hübsche Rattendame Gruyère lag zusammengerollt in ihrer Camembert-Schachtel, Hamster Bertram schnarchte auf dem Schwammbett, und der braune Mäuserich Pomme de Terre schmatzte im Schlaf in der zweiten Sardinendose, die zugleich als Couchgarnitur diente. Sicherlich träumte auch er von Käse.

Picandou streckte die Nase in den Kellerraum, und siehe da – der Geruch wurde stärker. Er lauschte. Doch oben im Laden herrschte Stille, was bedeutete, dass Frau Fröhlich und Margarethe schon nach Hause gegangen waren. Vorsichtig schlich er aus der Höhle und schnüffelte.

Der Keller war dunkler als sonst, denn ein ­Stapel Holzkisten versperrte das Fenster und den Weg zur Treppe. Von dort kam ihm dieser atemraubende Duft entgegen! Es war also doch kein Traum, sondern wunderbarste Wirklichkeit!

Picandou trippelte freudig zu den Kisten hinüber und spähte durch die Latten. In Holzwolle verpackt, lagen lauter runde Spanholzschachteln. Vor Erregung wurde dem Mäuserich ganz schwummerig – so viele Camemberts auf einmal hatte er in seinem ganzen Leben noch nie gesehen!

Wenn das kein Wink des Schicksals ist, dachte Picandou, der mit ganzem Namen PicandouCamembert Saint Albray hieß. Denn das hier konnte unmöglich ein Zufall sein!

Ehrfürchtig streckte er die Pfoten nach einer ­Schachtel aus und zog sie behutsam an sich heran.

»Komm her zu mir, mein kleiner Gaumenschmeichler, mein Namenskollege!«, schnurrte er und schnupperte an der Verpackung. »Göttli