: Alex Gfeller
: Schöbeli ab em Guggisbärg
: Books on Demand
: 9783753450346
: 4
: CHF 8.80
:
: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German
: 608
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Das Lied vom Vreneli ab em Guggisberg (auch vereinfacht Guggisberglied genannt, weitere Bezeichnungen Guggisbergerlied, Altes Guggisbergerlied) ist wohl das älteste noch bekannte schweizer Volkslied. Es wurde erstmals 1741 erwähnt, die älteste erhaltene Textvariante stammt von 1764. Das traurige Lied basiert vermutlich auf einer wahren Handlung aus den Jahren zwischen 1660 und 1670. Es handelt von einem «Vreneli» (schweizerdeutsch für «Verena») aus Guggisberg, ihrem Auserwählten aus schlechteren Verhältnissen und seinem Nebenbuhler von einem besseren Hof. Die beiden Männer haben eine Schlägerei. Weil der «Simes Hans-Joggeli» (Simons Hans-Jakob) glaubt, seinen reicheren Kontrahenten im Handgemenge umgebracht zu haben, flieht er und tritt, wie damals üblich, in fremde Kriegsdienste ein. Als er nach Jahren vernimmt, dass sein Gegner doch überlebt hat, kehrt er nach Hause zurück, doch ist sein Vreneli aus Kummer («das Mühlrad gebrochen, das Leiden ein End») schon gestorben.

Alex Gfeller, geboren 1947 in Bern, Schriftsteller und Landschaftsmaler, lebt in Biel. www.gfelleralex.ch

„Du bist doch fein raus, Schöbe? Nicht wahr? Sieh es doch einmal von dieser erfreulichen Seite! Und Frauen gibt’s wie Sand am Meer, Mano! Junge, schöne, knusperige Dinger! Jede Menge! Ehrlich! Sie kommen und gehen wie die Wellen des Meeres, die Tanten, oder wie das Bisewetter, die Schicksen! Das weiß man doch? Hast du das nicht gewusst? Sie machen dir schöne Augen, und zack! Hast du sie schon in der Pfanne und gleich anschließend am Hals!“

„Naja.“

„Du wirst sehen, Schöbe! So wird es laufen!“

Schöbe kann sich nach diesen langen Telefonaten jeweils nicht entscheiden, ob er lachen oder weinen soll. Ja, das können sie, diese Nullen,