: Monika Röder
: Der kleine Eheretter Ein einfaches 3-Schritte-Programm für Paare
: Carl-Auer Verlag
: 9783849782733
: 1
: CHF 17.00
:
: Partnerschaft, Sexualität
: German
: 141
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Str it in der Ehe oder in der Partnerschaft geht meist mit viel Aufregung und heftigen Gefühlen einher. Gewinnen diese die Oberhand, schaukeln sich Konflikte hoch und der Kontakt geht verloren. Diese Erfahrung teilen viele Paare, und allzu häufig resignieren sie irgendwann. Wenn wir verstehen, wie unser Gefühlsleben organisiert ist und wie unser Körper dabei reagiert, können wir uns selbst besser regulieren und gelassener, aber auch klarer werden. Selbstregulation ist der Schlüssel dafür, dem anderen offen und zugewandt zu begegnen und gleichzeitig die eigenen Bedürfnisse nicht aus dem Blick zu verlieren. Die erfahrene Paartherapeutin Monika Röder beschreibt hier mit klaren und leicht verständlichen Worten drei Schritte zu einer besseren Partnerschaft: den Ausstieg aus dem Kampfstress, die Regulation des eigenen Körpers und der eigenen Gefühle, und schließlich die Klärung des Geschehens und das Mitteilen der eigenen Bedürfnisse in einer guten Begegnung. Zahlreiche Beispiele und Illustrationen neben typischen Mustern auch Wege auf, unfruchtbare Konflikte endlich hinter sich zu lassen. Kleine Übungen im Buch helfen, die eigenen Fähigkeiten deutlich zu verbessern.

Monika Röder, eidg. anerk. Psychotherapeutin; Weiterbildungen: Systemische Therapie und Beratung, klinische Hypnose, Sexualtherapie und klinische Sexologie, Paarlife, PEP, Integrative Leib- und Bewegungstherapie. Seit 2011 eigene Praxis für Paartherapie und Systemtherapie in Bad Säckingen, seit 2017 zweite Praxis in Basel.

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DAS 3-SCHRITTE-MODELL

Schritt 1: Raus aus dem Streit, rein in die Selbstverantwortung


Der Balken im eigenen Auge

Für den Ausstieg aus einem Streit ist einer der schwierigsten Aspekte die Wahrnehmung, dass unser Anteil am Geschehen doch größer ist, als wir dachten.

Es gehört zum Alltag einer Paartherapeutin, immer wieder zu hören: Wenn doch der andere sich mal verändern würde, dann könnte es endlich besser werden: »Du hast doch gesagt …«, »Nein, das war doch nur, weil du …«, »Quatsch, von dir kommt doch immer …« oder: »Ich habe schon 100-mal …, jetzt bist du mal dran!« Und es gehört ebenso zu meinem Alltag, den Menschen zu erklären, dass sie in der Sackgasse stecken, solange sie darin verharren, nur das »Du« zu sehen. Veränderung vollzieht sich nur, wenn wir auf uns selbst und unsere Anteile schauen und daran arbeiten.

Auch das hat wieder mit der Neurobiologie zu tun: In der Evolution des Menschen war es wichtig, äußere Gefahren zu erkennen. Wenn wir nicht sehr schnell gemerkt hätten, dass der Säbelzahntiger im Busch lauert oder welche Gefahren Blitz und Donner, Überschwemmungen oder das Feuer bedeuten können, wenn wir nicht gelernt hätten, feindseliges Verhalten beim anderen zu lesen und von freundlich-unterstüt