: Bettina Mittelacher, Klaus Püschel
: Vermisst Die Wahrheit ist der beste Krimi
: Ellert& Richter Verlag
: 9783831910465
: 1
: CHF 10.80
:
: Strafrecht, Strafprozessrecht, Kriminologie
: German
: 176
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Über Jahre verschwinden immer wieder junge Frauen spurlos nach Disco- oder Kneipenbesuchen. Viele von ihnen sind auch Jahrzehnte später noch wie vomErdboden verschluckt. Sie werden Vermisst : In diesem True-Crime-Buch schildern die Autoren zahlreiche spektakuläre Fälle,die alle bestätigen: Es gibt nichts, was es nicht gibt. Warum kommt ein kleines Mädchen vom Spielen nicht zurück? In einer niedersächsischen Kleinstadt gilt eine ganze Familie als verschollen. In einem Dorf in Schleswig-Holstein erzählt eine Frau,ihr Lebensgefährte sei plötzlich abgehauen. Jahre danach wird dessen einbetonierter Leichnam gefunden. Das Leben schreibt die bizarrsten Geschichten von Tod und Gewalt, sagen der Rechtsmediziner Klaus Püschel und die Gerichtsreporterin Bettina Mittelacher. DieWahrheit ist der beste Krimi nennt das Erfolgs-Autorenduo in Sachen True Crime deshalb auch ihre neue Buchreihe, die nach der Trilogie Tote schweigen nicht , Tote lügen nicht und Der Tod gibt keine Ruhe neue spannende Einblicke in schier unglaubliche Fälle gibt. Unglaublich aber wahr.

Prof. Dr. Klaus Püschel wurde 1983 in Rechtsmedizin habilitiert und 1985 zum Professor berufen. Er sieht sich als Arzt für die Schattenseiten des Lebens; die Opfer sind seine Patienten. 'Kein Fach ist so lebendig wie die Rechtsmedizin', sagt Püschel, der seit 1991 Direktor des Hamburger Instituts für Rechtsmedizin und deutschlandweit sowie international als Kapazität auf dem Gebiet der Forensik gefragt ist. Püschel ist Ehrenkommissar der Hamburger Polizei und Autor zahlreicher Fachbücher. Die Journalistin Bettina Mittelacher hat sich auf die Schilderung von Kriminal- fällen spezialisiert. Die Ur-Ur-Enkelin des Dichters und Juristen Theodor Storm ergründet als Gerichtsreporterin die Psyche von Verbrechern und berichtete über spektakuläre Prozesse wie das Attentat auf Tennisspielerin Monica Seles, das Zugunglück von Eschede und Verbrechen an Kindern. Sie schrieb über Auftragskiller, den Säurefassmord sowie das Strafverfahren gegen einen früheren KZ-Wachmann.

Vermisst
Ein Mensch verschwindet, und es
bleiben nur Fragen


Da ist ein Kerker, in dem ein Kind eingesperrt ist und verzweifelt weint und nach seinen Eltern ruft. Wir stellen uns einen Wald vor, in dem sich ein Mädchen verirrt hat und völlig erschöpft im Schatten eines Baumes zusammensackt. Oder es stürzt in ein Gewässer und verschwindet darin. Wir sorgen uns um unseren alten, dementen, kranken Verwandten, der vielleicht orientierungslos durch die Gegend irrt. Der nicht nach Hause findet, stürzt, bewusstlos wird und stirbt. Wir sehen vor unserem geistigen Auge einen Pistolenlauf, auf den der Bruder starrt und in Panik die tödliche Kugel erwartet. Wir malen uns einen fensterlosen Raum aus, in dem eine Frau als Geisel gefangen gehalten wird, ohne Essen und Trinken, angekettet.

Unsere Fantasie entwirft die schlimmsten Szenarien, wenn ein geliebter Mensch plötzlich aus seiner gewohnten Umgebung verschwindet. Wenn wir nicht wissen, was ihm widerfahren ist, ob und wie sehr er leidet. Wenn wir im Ungewissen bleiben, in angespannter, zermürbender Wartestellung, vielleicht über Wochen, Monate, Jahre. Für immer?

Vermisst …

Opfer sind nicht nur die Eingeschlossenen, die Verschollenen oder die Menschen in den Gräbern. Opfer sind auch die anderen, die zurückbleiben und ihre Angehörigen oder Freunde vermissen. Die lange im Unklaren ausharren müssen und vielleicht niemals Gewissheit bekommen. Warten kann zermürben und zerstören. Warten zu müssen kann unerträglich werden, wie ein tiefer, alles verschlingender Abgrund. Wir denken an den letzten Blick, den wir mit diesem Menschen getauscht haben. Die letzten Worte. War der letzte Moment ein Streit? Wie war es genau, bevor plötzlich alles abriss?

Wie in einer Endlosschleife verfolgt uns dieser allerletzte Moment, da wir unseren geliebten Menschen gesehen haben. Haben wir alles richtig gemacht? Waren wir unfreundlich? Haben wir ihn womöglich vertrieben? Sind wir schuld daran, dass er nicht mehr da ist? Haben wir nicht genug aufgepasst?

Es sind diese Fragen, die uns quälen, wenn der Partner, der Angehörige plötzlich verschwunden ist und vermisst wird. Seit Tagen, Monaten oder auc