: Benedict Jacka
: Die Alex Verus-Reihe Band 1-3: - Das Labyrinth von London / Das Ritual von London / Der Magier von London (3in1-Bundle) 3 Romane in einem Band
: Blanvalet Taschenbuch Verlag
: 9783641284091
: 1
: CHF 17.90
:
: Fantasy
: German
Ein Magier mit dunkler Vergangenheit, der die Zukunft sehen kann – die drei ersten Abenteuer des Londoner Hellsehers Alex Verus.

Willkommen im magischen London des Alex Verus!

1. Das Labyrinth von London:
Im Emporium Arcana, direkt am Camden Market in London, verkauft Alex Verus keine raffinierten Zaubertricks, sondern echte Magie. Da wird er in den Kampf um ein mächtiges Artefakt verstrickt und gerät zwischen die Fronten skrupelloser Magier.

2. Das Ritual von London:
Magische Wunscherfüller fordern immer einen schrecklichen Preis. Doch die Jungmagierin Luna riskiert alles, um mit dem Mann zusammen sein zu können, den sie liebt. Und ihr Mentor Alex Verus will sie um jeden Preis beschützen – auch vor sich selbst!

3. Der Magier von London:
Alex Verus verlässt London, um ein magisches Turnier zu besuchen, an dem seine Auszubildende Luna teilnimmt. Er will sie anfeuern, aber auch beschützen, denn immer mehr Lehrlinge der Londoner Magier verschwinden spurlos…

Die Alex-Verus-Romane von Benedict Jacka bei Blanvalet:
1. Das Labyrinth von London
2. Das Ritual von London
3. Der Magier von London
4. Der Wächter von London
5. Der Meister von London
6. Das Rätsel von London
7. Die Mörder von London
Weitere Bände in Vorbereitung.

Bene ict Jacka (geboren 1980) ist halb Australier und halb Armenier, wuchs aber in London auf. Er war 18 Jahre alt, als er an einem regnerischen Tag im November in der Schulbibliothek saß und anstatt Hausaufgaben zu machen, Notizen für seinen ersten Roman in sein Schulheft schrieb. Wenig später studierte er in Cambridge Philosophie und arbeitete anschließend als Lehrer, Türsteher und Angestellter im öffentlichen Dienst. Das Schreiben gab er dabei nie auf, doch bis zu seiner ersten Veröffentlichung vergingen noch sieben Jahre. Er betreibt Kampfsport und ist ein guter Tänzer. In seiner Freizeit fährt er außerdem gerne Skateboard und spielt Brettspiele.

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Es war ein ruhiger Tag, also saß ich am Tresen, las in einem Buch und blickte in die Zukunft.

Nur zwei Kunden waren im Laden. Einer war ein Student mit wirren Haaren, der sich immer wieder nervös umsah. Er stand am Regal mit den Kräutern und Pulvern und hatte die Entscheidung, was er kaufen wollte, bereits vor zehn Minuten getroffen. Allerdings musste er noch den Mut aufbringen, mich danach zu fragen. Der andere Kunde war ein Junge in einem Linkin-Park-Shirt, der sich eine Kristallkugel ausgesucht hatte, die er erst dann zur Kasse tragen wollte, wenn der andere Typ gegangen war.

Der Junge war mit dem Fahrrad da, und in fünfzehn Minuten würde ein Verkehrspolizist vorbeikommen und ihm einen Strafzettel verpassen, weil er das Rad am Zaun festgemacht hatte. Danach würde ich einen Anruf erhalten, bei dem ich ungestört sein wollte, also legte ich das Taschenbuch auf den Tresen und blickte den Studenten an.

»Kann ich dir helfen?«

Er zuckte zusammen, kam zu mir, wobei er sich kurz nach dem Jungen umblickte, und sagte leise: »Äh, hallo. Hast du …«

»Nein. Ich verkaufe keine Zauberbücher.«

»Nicht einmal …?«

»Nein.«

»Gibt’s eine Möglichkeit, wo ich nachsehen könnte?«

»Der Zauberspruch, den du im Sinn hast, wird nichts Schlimmes anrichten. Probier ihn einfach aus, dann rede mit dem Mädchen und schau, was passiert.«

Der Student starrte mich an. »Das wusstest du wegen denen hier?«

Die Kräuter in seiner Hand hatte ich nicht einmal angesehen, aber die Erklärung war genauso gut wie jede andere auch. »Willst du eine Tüte?«

Er steckte Verbene, Myrrhe und Weihrauch in die Tüte, die ich ihm gab, und bezahlte, während er mich immer noch voller Ehrfurcht anstarrte, dann ging er. Sobald die Tür hinter ihm zugefallen war, kam der andere Junge zu mir und fragte betont lässig nach dem Preis für die zweitgrößte Kristallkugel. Ich machte mir nicht die Mühe nachzusehen, wofür er sie haben wollte – mit einer Kristallkugel kann man wohl nur Schaden anrichten, indem man sie sich gegen den Kopf haut, und das ist immerhin mehr, als man von anderen Dingen behaupten kann, die ich in meinem Laden verkaufe. Sobald auch der Junge mit der Papiertüte in der Hand gegangen war, stand ich auf, trat zur Tür und drehte das Schild um, von »Geöffnet« zu »Geschlossen«. Durch das Fenster sah ich, wie der Junge auf das Fahrrad stieg und davonfuhr. Etwa dreißig Sekunden später lief der Verkehrspolizist vorbei.

Mein Laden befindet sich in Camden Town, einem Stadtteil Londons, der nördlich des Zentrums liegt. Es gibt da einen Ort, an dem der Kanal, drei Brücken und zwei Bahnlinien aufeinandertreffen und eine Art urbanen Kreuzknoten bilden, und meine Straße liegt genau in der Mitte. Die Brücken und der Kanal zäunen das Gebiet gut ein, und so ist es fast eine Oase mitten in der Stadt. Von den Zügen abgesehen ist es hier überraschend ruhig. Ab und an gehe ich auf das Dach und blicke über den Kanal und die merkwürdig geformten Dachfirste. Manchmal, am Abend und am frühen Morgen, wenn der Verkehrslärm und das Licht gedämpft sind, fühlt es sich fast wie das Tor zu einer anderen Welt an.

Auf dem Schild über der Ladentür steht Arcana Emporium. Darunter hängt ein kleineres Schild, auf dem einige der Dinge abgebildet sind, die ich verkaufe – Werkzeuge, Reagenzien und Fokusgegenstände, solche Dinge eben. Man sollte meinen, »Zauberladen« wäre einfacher, aber ich hatte die Schnauze voll von all den Leuten, die nach Zauberringen und gezinkten Karten fragten. Also schloss ich einen Deal mit einem Laden für Bühnenzauberbedarf, der etwa einen halben Kilometer entfernt ist, und jetzt steht auf meinem Ladentisch ein Kästchen mit seinen Visitenkarten, die ich jedem in die Hand drücke, der nach dem neuesten Buch von David Blaine oder anderen Zauberkünstlern fragt. So sind die Kids glücklich, und ich habe meine Ruhe.

Ich bin Alex Verus. Das ist nicht mein Geburtsname, aber dies ist eine andere Geschichte. Ich bin ein Magier, ein Wahrsager. Manche Menschen nennen Magier wie mich Orakel oder Seher, oder Magier für Wahrscheinlichkeit, wenn sie richtig langatmig unterwegs sind, und das ist auch in Ordnung, solange sie mich nicht Jahrmarktsbudenzauberer nennen. Ich bin