: Mathias Meyer-Langenhoff
: Olli und die Hundefänger Abenteuer auf Ameland
: Papierfresserchens MTM-Verlag
: 9783960744016
: 1
: CHF 6.20
:
: Kinderbücher bis 11 Jahre
: German
: 126
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Eigentlich wollten Meike, Olli und ihre Freunde mit ihren Eltern einen ganz normalen Urlaub verbringen und auf einem Plattbodenschiff über das Ijsselmeer segeln. Mit dabei ist auch Gisbert, Meikes neuer Hund. Aber beim ersten Landgang entwischt er den Kindern und geht ausgerechnet einer Bande von Hundefängern ins Netz. Und dann ist auch noch Olli verschwunden. Eine wilde Verfolgungsjagd beginnt, die die Segler erneut nach Ameland führt.

Mathias Meyer-Langenhoff wurde 1958 im westfälischen Dingden geboren. Nach seiner Zivildienstzeit in der Altenpflege studierte er in Bonn und Münster Diplompädagogik und war danach in verschiedenen pädagogischen Berufen tätig. Seit 1993 arbeitet er als Lehrer für Pädagogik und Psychologie an einer Berufsschule.Er ist verheiratet und Vater zweier Töchter. Mit seiner Familie lebt er in Nordhorn nahe der niederländischen Grenze.

*

Am Hafen - Olli erzählt


„Hör auf zu lecken!“ Meike schimpfte mit ihrem Hund Gisbert, der auf dem Deck unseres Schiffes, derAnna Lena, lag und mit der Zunge seine Pfoten bearbeitete. Die Lehmänner hatten ihn nach unserem letzten Amelandurlaub gekauft. Er hat nur Unsinn im Kopf, aber voll die treuen Hundeaugen. Gisbert hat spitze Ohren und ein schwarzes Fell. Als ich ihn sah, fiel mir Mr. Spock ein, der Vulkanier aus dieser uralten Raumschiff Enterprise-Serie.

Alle haben sich sofort mit Gisbert angefreundet, auch Papa, obwohl er Hunde eigentlich nicht ausstehen kann. Irgendwann hat er sogar gesagt: „Nur ein toter Hund ist ein guter Hund.“ Das fand ich echt gemein, aber Gisbert gefiel ihm.

Pit, Hanjo und ich bekamen eine Kajüte zusammen, ganz vorne im Bug, wie die Schiffer sagen, und wenn sie nach hinten gehen, sagen sie achtern, da ist das Heck. Ich werfe das immer durcheinander.

„Coole Hütte“, meinte Pit, als wir unsere Koffer die steile Treppe nach unten geschleppt und durch einen schmalen Gang unser Zimmer, sorry, unsere Kajüte erreicht hatten.

„Hier schläft übrigens mein Ball“, grinste er, „Hanjo, du musst auf dem Boden pennen.“

„Sehr witzig. Olli, sag meinem bescheuerten Bruder, dass er mir nicht auf den Keks gehen soll, sonst landet sein Ball sofort im Wasser.“ Die beiden hatten schon während der Autofahrt zum Hafen Stress gehabt, weil Hanjo unbedingt ins Zuiderzee-Museum wollte. Da soll man sich alte Häuser und so angucken können. Pit war noch nie Museumsfan. Das konnte ich gut verstehen, in den Ferien in Museen rumzuhängen, war auch nicht so mein Ding. Nur auf Ameland war’s gut, denn da haben wir Jaap kennengelernt, den Leiter des kleinen Museums in Buren. Ohne ihn hätten wir damals den Fall mit der gestohlenen Galionsfigur niemals lösen können. Jaap ist ein Spitzentyp.

„Jetzt hört auf, euch anzumachen“, mischte ich mich ein, „der Ball kann ja wohl auf dem Boden pennen.“

„Na bitte, Brüderchen“, grinste Hanjo, „Olli hat gesprochen.“ Er nahm den Ball in beide Hände und legte ihn vorsichtig auf den Boden. „Nun, Herr Ball, ist es so recht, liegen Sie bequem oder hätten Sie lieber die andere Ecke?“ Hanjo war nicht nur megaintelligent, manchmal konnte er auch richtig witzig sein.

Als wir alles eingeräumt hatten, gingen wir in die Mädchenkajüte. Die schlafen da zu viert. Das konnte man sofort riechen, es stank nämlich total nach Deo und Cremes u