: Stefan Datt, David Frawley
: Alexander Broicher
: Yoga Geheimnisse Entdeckungen& Erkenntnisse jenseits der Yogamatte
: fine Books Verlag Alexander Broicher
: 9783948373276
: 1
: CHF 11.70
:
: Spiritualität
: German
: 176
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Während seiner sechs Jahre in einem indischen Yoga-Ashram und 16 Indien-Reisen hat Stefan Datt Facetten des Yogas kennengelernt, die weit über das hinausgehen, was wir normalerweise über Yoga wissen. Neben diesen Erkenntnissen fließt sowohl seine mehr als 25jährige Tätigkeit als Yogalehrer und Ausbildungsleiter, sowie sein Wissen über ganzheitliches Heilen in dieses Buch ein. Stefan Datt nimmt die Leserin und den Leser mit auf eine Reise durch spannende und erhellende Themen, die sich gut in das eigenen Leben oder die persönliche Yogapraxis integrieren lassen. Gespickt mit vielen persönlichen Entdeckungen und Geschichten, erklärt er mit erzählerischer Leichtigkeit komplexe Zusammenhänge. Ganz nebenbei lernt man die interessanten Fachbegriffe und die Geheimnisse des Yogas zu verstehen. Mit einem Vorwort von Dr. David Frawley. Stefan Datt betreibt eine holistische Physiotherapie-Praxis und organisierte mit seiner Frau Miriam 12 Jahre lang das Berliner Yogafestival.

Stefan Datt wurde 1972 in Wiesbaden geboren. Heute ist er selbständiger Heilpraktiker für Physiotherapie und Yogalehrer in Berlin. Im Alter von 24 Jahren zog es ihn auf der Suche nach einem tieferen Verständnis der großen Zusammenhänge zwischen Körper, Geist und Seele für sechs Jahre in einen indischen Ashram, um dort ein Leben in Yoga, Meditation und selbstlosem Dienst zu leben. In Berlin-Charlottenburg führt er eine Physiotherapie-Praxis mit sechs Physiotherapeuten. Mit seiner Frau Miriam betreibt er die Yogaschule"Lernen in Bewegung", unterrichtet leidenschaftlich Yoga und Meditation und bildet als Highlight des Jahres seit 2004 jährlich eine Gruppe motivierter Yogis zum Yogalehrer oder zur Yogalehrerin aus.

Yoga und Pranayama
im Himalaya


ZU DEN KRAFTQUELLEN DER YOGIS

Ich bin 23 Jahre alt, sitze das erste Mal in meinem Leben zwischen den majestätischen Bergen des Himalayas am Ufer des Ganges und fühle mich auf sonderbare Weise „angekommen“. Alles fühlt sich hier rein und erhaben an. Das Rauschen des Ganges ist allgegenwärtig und erstaunlich laut. Zuerst irritierend, wirkt es nach einigen Tagen wundersam beruhigend. Seit Jahrtausenden praktizieren Hatha-Yogis hier wie selbstverständlich Energiearbeit und Meditation. An diesem spirituellen Kraftort der Yogis liegt das „Sivananda Kutir“, ein kleiner Ashram, eine schimmernde Perle. Wir, das sind neun mutige Yoga-Schüler, möchten hier mehr über Pranayama, die Atemtechniken des Yogas, von einem erfahrenen Yoga-Meister lernen.

Ich war neugierig und fragte den Yoga-Meister, warum ich dieses innere Licht zwischen den Augenbrauen, von dem im Yoga immer gern gesprochen wird, nicht sehen kann? Er lächelte mich mit seinen funkelnden Augen an: „Wo kein Strom, da kein Licht“. Darüber musste ich so lachen; spürte jedoch, dass es mit diesem Lehrer und in dieser Zeit darum gehen würde, diesen inneren Strom irgendwie in Gang zu bekommen.

Überraschender Weise beginnt die Yoga-Zeit allerdings zuerst einmal mit der Umstellung der Ernährung. Das Essen wird dabei aus dem Bereich der Sinneserfahrung in den Bereich des Sattva, der Reinheit und Ruhe, gebracht. „Wird die Zunge beherrscht, lassen sich auch alle anderen Sinne leicht beherrschen“, sagt unser Lehrer. In den ersten Tagen klagen einige Teilnehmer über Kopf- und Gelenkschmerzen. Die Schlackenstoffe und die aus den Geweben frei werdenden Gifte zirkulieren noch im Blut. Das vegetarische Essen ist leicht, frisch und langweilig. Zumeist essen wir Kitcherie. Das sind Reis und Linsen, welche ohne Salz und stimulierende Gewürze gekocht werden, dafür aber mit viel Kurkuma und noch mehr Ghee, also geklärter gekochter Butter, beträufelt werden. Alles, was nach unten wächst, wie Karotten oder Kartoffeln, ist zu „erdend“ und steht nicht auf dem Speiseplan. Leichte luftige Blattgemüse, viel frisches Obst und heiße Mandelmilch mit schwarzem Pfeffer und Kardamom werden gegessen und getrunken. Das soll „Ojas“, d