: Mark Mann
: Der Gringo Trail Ein absurd komischer Road-Trip durch Südamerika
: hansanord Verlag
: 9783940873613
: 1
: CHF 1.80
:
: Südamerika
: German
: 100
: kein Kopierschutz
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
'... da war ich nun, mitten in Bogota, verkokst bis zu meinen Augäpfeln, im Gang hielt einer zwei Macheten in der Hand, während einige betrunkene Kolumbianer stritten, ob sie die Bar nun mit einer Handgranate in die Luft sprengen sollten oder nicht... ''
Asien hat die Hippie-Trail. Südamerika hat der Gringo Trail. Mark Mann und seine Freundin Melissa machten sich auf den Weg zu alten Monumenten, Bergen und den Regenwäldern Südamerikas. Aber für Mark bedeutete Südamerika nur eins: Drogen. Drastisch und komisch erzählt DER GRINGO TRAIL die wahre Story einer ungewöhnlichen Reise, die einen authentischen und tiefen Einblick in die turbulente Geschichte des südamerikanischen Kontinents gewährt.
Drama und Entdeckung.
Kultur und Kokain.
Fakt ist seltsamer als Fiktion ...
Was eigentlich ein klassischer Rucksackurlaub mit Sightseeing-Trips, unnützen Mitbringseln und kurzen Reisebekanntschaften werden sollte, entpuppt sich als mehrwöchiger Trip auf der unaufhörlichen Suche nach Koks, Pilzen etc., während Mark und seine Freundin verschiedene schräge Charaktere kennenlernen, in aberwitzige Situationen geraten und ein Exzess den nächsten jagt.

Kapitel 1 


Ecuador: Mama Negra


Unterhaltungsprogramm im Flugzeug


Auf dem Flug von London nach Quito nahm Mark seine letzten siebzig Pilze ein. Wie sie ihn überhaupt nach Ecuador hineingelassen haben, ist mir ein Rätsel. In einem lila Sportanzug schritt er (Mark pflegte überall zu schreiten) über die Rollbahn in Richtung des großen Hangars, derals Ankunftshalle herhielt. Sein Kopf und seine Schultern überragten alle Ecuadorianer und die meisten Touristen. Sein Haar war ein wirres Durcheinander. Seine Pupillen waren furchtbar geweitet. Die Adern an seinen Armen und seinem Hals waren angeschwollen. Melissa und ich warteten draußen und beobachteten ihn (es ist ein kleiner Flughafen), wie er zuerst die Zollbeamten und dann die Beamten von der Einwanderungsbehörde wie ein Wahnsinniger angrinste. Er hätte nicht verdächtiger aussehen können, wenn er sich leuchtend pink angemalt und „vollgedröhnt“ auf seine Stirn geschrieben hätte.

Sie ließen Mark durch. Ecuadorianische Beamte achten wohl nicht sonderlich darauf, ob jemand halluzinogene Drogen nach Südamerikahineinschmuggelt. Marks Drogen waren sowieso sicher in einem Körper verwahrt, als er das Flugzeug verließ. Da er gerade in der zweithöchstgelegenen Hauptstadt der Welt aus einem englischen Flugzeug ausstieg,könntenseine wilden Augen und sein dummes Grinsen auch einfach eine Folge von Sauerstoffmangel gewesen sein. Es war ein schlechtes Vorzeichen.

✷ ✷ ✷

Flughafen Charles de Gaulle


Bevor wir England verlassen hatten, hatte ich Mark und Melissa das Versprechen abgenommen, dass wirunter keinen Umständen Drogen über irgendwelche internationale Grenzen mitnehmen würden. Nach Antritt der Reise hielt das Versprechen gerade mal eine Stunde lang – bis Melissa und ich in Charles de Gaulle umstiegen und Melissa ein Paar fertiggedrehte Joints herauszog. Sie zu rauchen wäre, wie sie betonte, der schnellste Weg, sie verschwinden zu lassen. „Wir könnten sie wegwerfen“, wagte ich vorzuschlagen. Melissa wischte schwungvoll ihr langes braunes Haar aus dem Gesicht und sah mich traurig an. Nein. Einen Joint kann man wirklich nicht einfach so wegwerfen. Als wir hinter einer Reihe Gepäckwagen heimlich das Dope rauchten, dämmerte mir die Erkenntnis: Niemand würde dem, was ich sagte, jemals die geringste Beachtung schenken. Nicht, dass das meine Aufgabe war. Aber immerhin hatte ich die ganze Arbeit mit der Reiseplanung gehabt.

„Du hast die Tickets, die Versicherung, die Route und was wir mitnehmen und alles organisiert … was ist meine Aufgabe?“, hatte Mark gefragt. „Du kannst die Drogen besorgen“, hatte ich vorgeschlagen. Mark hatte den kompletten Flug verpasst und ihn um drei Wochen verschoben, während er sich durch die ca. 2000 Magic Mushrooms hindurchgearbeitet hatte, die in sein