: Rosi Wallner, Margit Hellberg, Andreas Kufsteiner, Verena Kufsteiner
: Heimat-Roman Treueband 22 5 Romane in einem Band
: Verlagsgruppe Lübbe GmbH& Co. KG
: 9783751708197
: Heimat-Roman Treueband
: 1
: CHF 5.40
:
: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German
: 320
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB

Lesen, was glücklich macht. Und das zum Sparpreis!

Seit Jahrzehnten erfreut sich das Genre des Heimat-Bergromans sehr großer Beliebtheit. Je hektischer unser Alltag ist, umso größer wird unsere Sehnsucht nach dem einfachen Leben, wo nur das Plätschern des Brunnens und der Gesang der Amsel die Feierabendstille unterbrechen.
Zwischenmenschliche Konflikte sind ebenso Thema wie Tradition, Bauernstolz und romantische heimliche Abenteuer. Ob es die schöne Magd ist oder der erfolgreiche Großbauer - die Liebe dieser Menschen wird von unseren beliebtesten und erfolgreichsten Autoren mit Gefühl und viel dramatischem Empfinden in Szene gesetzt.

Alle Geschichten werden mit solcher Intensität erzählt, dass sie niemanden unberührt lassen. Reisen Sie mit unseren Helden und Heldinnen in eine herrliche Bergwelt, die sich ihren Zauber bewahrt hat.
Dieser Sammelband enthält die folgenden Romane:
Alpengold 180: Diesen Mann darfst du nicht lieben
Bergkristall 261: Ich weiß, du kommst zu mir zurück!
Der Bergdoktor 1717: Die harte Herrin vom Brandner-Hof
Der Bergdoktor 1718: Ihre Ehe mit dem Einsiedler
Das Berghotel 117: Sehnsucht nach der großen Stadt


Der Inhalt dieses Sammelbands entspricht ca. 320 Taschenbuchseiten.
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Filli Burger kletterte auf den Hocker vor dem Waschbecken und spähte in den Spiegel. Um besser sehen zu können, musste er die Hände am Beckenrand aufstützen und sich nach vorne beugen.

Verflixt! Da war ein Mückenstich! Genau über seinem rechten Auge! Kein Wunder, dass es fürchterlich juckte! Der rote Knubbel schien noch größer zu werden, als er darüber kratzte.

»Filli, bist du da drin?«

Jemand wummerte von draußen gegen die Tür des Badezimmers.

Hastig kletterte der Bub von dem Hocker, ging zur Tür und entriegelte sie. Kaum hatte er geöffnet, stürmte Tessa herein und sah ihn verwundert an.

»Seit wann schließt du dich denn ein? Hast du etwas zu verbergen?« Sie spähte in alle Ecken, konnte aber natürlich nichts Ungewöhnliches entdecken und richtete ihren Blick schließlich prüfend auf ihn. »Wo ist es?«

»Was?«

»Das Tier, das du ins Haus geschmuggelt hast.«

»Ich hab kein Tier ins Haus geschmuggelt.«

»Echt nicht?«

Filli schüttelte den Kopf. Vor zwei Wochen hatte er einen Igel mit heimgebracht, den er am Waldrand entdeckt hatte und der so mager gewesen war, dass er ihn füttern und aufpäppeln wollte. Allerdings war es keine gute Idee gewesen, die kleine Stachelkugel ausgerechnet in Zenzis Lieblingssessel unterzubringen. Die Haushälterin hatte tagelang nicht richtig sitzen können und darauf bestanden, den Igel wieder auszusetzen.

Seitdem brachte Filli jeden Tag Obststücke zum Waldrand und hoffte, der Igel würde sie finden. Wenn er nachsah, waren sie auch jedes Mal verschwunden.

Der Fünfjährige liebte Tiere und war fest entschlossen, später Tierheilkunde zu studieren. Bis es so weit war, musste allerdings noch viel Wasser den Mühlbach hinunterfließen!

Seine Schwester angelte die Flasche mit Sonnenmilch vom Badezimmerschrank. Mit ihren acht Jahren war sie einen guten Kopf größer als Filli und musste sich nur noch auf die Zehenspitzen recken, um an das Gewünschte zu gelangen, brauchte aber den Hocker nicht mehr.

Filli seufzte. Wenn er nur auch schon so weit wäre! Es dauerte ewig, groß zu werden!

»Wir können los. Papa ist in der Praxis gleich fertig.«

»Prima!« Fillis Herz machte einen Freudensprung.

Ihr Vater war der Bergdoktor und hatte stets alle Hände voll zu tun. An diesem Nachmittag wollte er sich jedoch freinehmen und mit der Familie einen Ausflug zum Kuckuckssee machen.

Der Waldsee wurde von Gletschern gespeist und war selbst jetzt im Sommer eiskalt, trotzdem konnte man in dem klaren Wasser herrlich baden. Filli konnte es kaum erwarten. Und frieren würden sie bestimmt nicht. Immerhin war es sommerlich heiß, und die Sonne lachte vom blauen Himmel über dem Zillertal.

»Heute geh’n wir baden«, sang seine Schwester, der die Vorfreude auf den Ausflug aus den Augen leuchtete.

Gemeinsam wirbelten die Kinder aus dem Badezimmer und hinunter in die Küche des Doktorhauses. Hier hielt die Bachhuber-Zenzi zwe