1 Ätiologie und Pathogenese
Andrea Fischer, Velia Hülsmeyer
1.1 Definition
Andrea Fischer
Einepileptischer Anfall ist die klinische Manifestation von episodisch auftretender, exzessiver und hypersynchroner elektrischer Aktivität des Gehirns. Die klinischen Symptome des epileptischen Anfalls variieren von leichtem Bewusstseinsverlust und geringgradigen motorischen Symptomen bis hin zu charakteristischer generalisierter Krampfaktivität mit tonisch-klonischen Krämpfen und vollständigem Bewusstseinsverlust. Häufig tritt begleitend eine erhöhte autonome Aktivität mit Speichelfluss, Mydriasis und Urinabsatz auf. Die klinischen Symptome eines epileptischen Anfalls treten dabei in Assoziation mit epileptiformer, elektroenzephalografisch nachweisbarer Aktivität des Gehirns auf.
Epilepsie ist eine Erkrankung, die durch das rezidivierende Auftreten von epileptischen Anfällen definiert ist. Die epileptischen Anfälle sind Folge einer andauernd veränderten Erregbarkeit und erniedrigten Krampfschwelle des Gehirns. Die Ursachen für die veränderte Erregbarkeit des Gehirns sind vielfältig. Dies sind im Falle deridiopathischen Epilepsie rein funktionelle Erkrankungen des Großhirns und im Falle dersymptomatischen Epilepsie strukturelle Erkrankungen des G