: Anja von Stein
: Fürsten-Roman 2618 Es begann mit einer Lüge
: Verlagsgruppe Lübbe GmbH& Co. KG
: 9783751706568
: 1
: CHF 1.80
:
: Erzählende Literatur
: German
: 64
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
< >Tief in ihre Gedanken versunken, sitzt die junge Frau auf einem umgestürzten Baumstamm. In der Stille des tief verschneiten Bergwaldes hofft sie, endlich eine Antwort auf die Frage zu finden, wie es mit ihrem Leben weitergehen soll. Nur eins weiß sie ganz sicher: Zurück zu ihrem Ehemann, der sie immer wieder belogen und betrogen hat, will sie auf keinen Fall! Doch wohin soll sie sonst?
Verzweifelt schlägt Laura die Hände vors Gesicht, dabei überhört sie das seltsame Grollen von oben. Eine Lawine hat sich gelöst und reißt alles mit sich, was auf ihrem Weg liegt ...
Ein paar Minuten später ist der Spuk vorbei. Laura lebt - dank des Fremden, der sie in letzter Sekunde gerettet hat. Als Laura sich bei ihm bedanken will, äußert er eine ungewöhnliche Bitte: 'Bleiben Sie bei mir, nur diese eine Nacht!'


Es begann mit einer Lüge

Kann es glücklich enden, Prinzessin Ramona?

Von Anja von Stein

Ramona Prinzessin von Rosenfels hat den See schon fast erreicht, als sie den Fremden entdeckt. Wie kommt er dazu, sich hier auf dem fürstlichen Privatgrundstück in die Sonne zu legen? Entschlossen tritt die Prinzessin zu dem jungen Mann, um ihn darauf hinzuweisen, dass er hier nichts zu suchen hat. Aber als Ramona in seine braunen Augen blickt, wird ihr ganz anders und vergessen ist ihr ursprüngliches Vorhaben. Kurzer Hand gesellt sie sich zu ihm und stellt sich als Lisa Wagner vor. Der Fremde muss ja nicht wissen, dass sie eine Prinzessin ist. Der junge Mann stellt sich als Adrian Bühler vor, doch auch er lügt ...

Ramona Prinzessin von Rosenfels saß auf einem Mauerabsatz am Ufer der Seine und ließ die Beine baumeln. Verträumt betrachtete sie die faszinierende Silhouette der Weltmetropole Paris. Bunt blühende Wiesenrabatte säumten die Wege, und die Bäume der Alleen rauschten im lauen Wind. Es war Frühling.

Links ragte die kühne Konstruktion des Eiffelturms in den wolkenlosen Himmel, und rechts erhob sich das majestätische Bauwerk der Notre Dame. Dazwischen zogen sich die Avenues und Boulevards wie pulsierende Adern durch das Herz der Stadt, gesäumt von zahllosen Straßencafés und eingerahmt von erholsamen Parks und Grünanlagen.

Im Rücken hatte die zweiundzwanzigjährige Prinzessin das altehrwürdige Gemäuer der Sorbonne, der berühmten und von alle