: Nicole Knoblauch
: Animalis - Die Legende des ersten Drachen Ein magischer Liebesroman
: Piper Verlag
: 9783492987523
: 1
: CHF 5.40
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: German
: 424
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Ein romantisches Abenteuer voller Fabelwesen und Magie - für alle Leser*innen von Cassandra Clares »Chroniken der Unterwelt«  »?Majestät! Ihr müsst umgehend mit uns kommen.?  Äh ... Obwohl ich weiß, dass neben mir niemand ist, blicke ich sicherheitshalber nach links und rechts. Der kann ja mit Majestät unmöglich mich gemeint haben.«  Das Leben der angehenden Journalistin Pamina Candela gerät völlig aus den Fugen, nachdem sie in der U-Bahn mit einem jungen Mann zusammenstößt. Wer ist dieser Typ? Und warum verfolgt er sie? Doch das ist nur der Beginn eines Abenteuers, von dem sie nicht einmal zu träumen gewagt hätte. Fabelwesen sind real und sie muss sich schnell damit arrangieren, denn alles Leben wird von dem Erzdämonen Abaddon bedroht und nur eine Allianz aus Fabelwesen des Lichtes und der Dunkelheit kann den Untergang der Welt verhindern. »Wow, was für eine sagenhafte Geschichte. Wer einen Romance Fantasy Pageturner erleben möchte, der ist hier genau richtig!« ((Leserstimme auf Netgalley)) »Und die Welt, die sie uns hier erschaffen hat, toppt alles. Die Welt der ?Animalis? fand ich unglaublich! Alles in allem eine wirklich tolle, neuartige Fantasygeschichte, von denen es gern noch mehr geben darf!« ((Leserstimme auf Netgalley))

Nicole Knoblauch ist fasziniert von romantischen Geschichten und starken Frauenfiguren. Unter dem Pseudonym Nicci Cole veröffentlicht sie auch im Bereich Romantische Spannung. Sie ist Mitglied bei DELIA, der Vereinigung deutschsprachiger Liebesroman-Autor:innen, denn ihr Herz schlägt für die Liebe. Wenn sie nicht schreibt, näht die studierte Germanistin und Historikerin historische Kostüme. Zusammen mit ihrem Mann und zwei Söhnen lebt sie ihr persönliches Happy End im Rhein-Main Gebiet.

Starbucks ⁓ Pamina


Ich glaube, ich war noch nie so froh, Feierabend zu haben. Der Tag hat ja schon beschissen angefangen, aber er ging noch schlimmer weiter. Heute war ich der Chefin persönlich zugeteilt: Fräulein Xenia Lind.

Um das klarzustellen:Fräulein Lind ist über vierzig, bekommt einen Ausraster, wenn man sie mitFrau anspricht und ist auch sonst ziemlich durch. Ich durfte heute ihre Blazer aus der Wäscherei holen, einen veganen, glutenfreien Burger besorgen – mal ehrlich, wer isst denn so was? – und ein Geschenk für ihre Nichte zum Geburtstag kaufen. Was davon mir auf meinem Weg als Journalistin helfen soll, weiß ich nicht. Und sie wahrscheinlich auch nicht.

Zu allem Überfluss brennt mein Arm wie die Hölle. Dort, wo der Typ mich berührt hat, ist alles rot und geschwollen. Ich würde ja auf Brandwunde tippen, aber wie soll das denn gehen? Meine Kleidung ist nicht mal angekokelt – mal ganz davon abgesehen, dass eine simple Berührung keine Verbrennungen hervorrufen sollte.

Der Tag hat mich wirklich geschlaucht. Als ich eben noch mal auf dem Klo war, habe ich mir eingebildet, ein Muster in der Schwellung zu erkennen. Ich könnte schwören, dass ich da zwei stilisierte Vögel knutschen sehe. Ein Vogel ist genau das, was ich mir spontan selbst im Spiegel gezeigt habe. Da wusste ich, dass es Zeit ist, nach Hause zu gehen. Ich bin seit elf Stunden hier, und das war offensichtlich zu lang.

Völlig erledigt schleppe ich mich zum Aufzug und dann durch die große Eingangshalle nach draußen. Ich will nur noch in mein Bett. Selbst zum Essen bin ich zu müde.

Ich trete durch die Tür ins Freie, und direkt vor mir steht – das glaube ich jetzt nicht – der Typ von heute Morgen. Er steht einfach da und grinst mich frech an.

Das kann nicht sein Ernst sein. Hat der den ganzen Tag auf mich gewartet, oder was? Wenn ich mehr Energie hätte, würde ich ihm die Meinung geigen, aber das ist mir jetzt zu anstrengend. Also drehe ich mich einfach um und mache mich auf den Weg zur U-Bahn. Ignorieren soll ja helfen.

»Äh, hallo?«

Redet der mit mir? Ich gehe einfach weiter.

»Entschuldigung?«

Er redet tatsächlich mit mir. Ob er merkt, dass ich kein Interesse habe, wenn ich nicht antworte?

»Du bist Pamina, oder?«

Gut, jetzt hat er meine Aufmerksamkeit. Ich bleibe stehen und drehe mich zu ihm um. »Was stimmt nicht mit dir? Verfolgst du mich, oder was?«

»Ja. Nein! Ich …«

»Du weißt also nicht, ob du mir folgst? Woher kennst du meinen Namen? Was willst du von mir?«

»Das ist kompliziert. Vielleicht sollten wir uns irgendwo hinsetzen? Vielleicht in demStarbucks …« Er deutet vage in Richtung U-Bahnstation.

Das kann doch wohl nicht wahr sein. »Hör zu.« Ich seufze lautstark und betone jedes einzelne Wort: »Ich. Habe. Kein. Interesse.« Dann lasse ich ihn stehen. Wenn das nicht deutlich genug war, weiß ich auch nicht.

»Willst du nicht wissen, was das zu bedeuten hat?«

Er hat mich überholt und hält mir seine Hand vor die Nase. Der Anblick lässt mich innehalten. Auf seiner Handfläche ist deutlich eine Verbrennung zu sehen. Und das Muster sieht genauso aus wie bei mir. Was zum …?

»Das …«, stammle ich. »Aber …«

»Habe ich jetzt deine Aufmerksamkeit?Starbucks?« Er deutet nach vorn.

Verdammt! Meine Gedanken schwirren. Vielleicht sollte ich doch mitgehen?Bist du eigentlich bescheuert? Du kannst doch nicht ernsthaft in Erwägung ziehen, diesem Freak zu vertrauen!

Also tue ich das einzig Richtige. Ich gehe einfach an ihm vorbei, als ob er nicht da wäre. Doch bereits nach zwei Schritten halte ich inne. Es fühlt sich falsch an. Normalerweise bin ich kein Mensch, der auf sein Bauchgefühl hört. Aber diesmal ist es so stark, dass ich nicht dagegen ankomme. Also schaue ich ihn wieder an und frage: »Okay, was ist hier los?«

Ein Lächeln erscheint auf seinem Gesicht. Sieht fast so aus, als wäre er erleichtert. »Keine Ahnung, gute Frage. Tut aber schweineweh. Ich hatte gehofft, du könntest mir mehr dazu sagen.« Seine Stimme klingt dunkel und samtig.

»Wie kommst du darauf?«Ich klinge eher wie ein Reibeis