: Die Spielstadt Perspektiven auf ein pädagogisches Phänomen
: kopaed
: 9783867366038
: 1
: CHF 12.60
:
: Pädagogik
: German
: 261
: Wasserzeichen/DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF
'...ich (schreibe) aus einer gewissen Befürchtung heraus: Mini-München ist ein äußerst erfolgreiches Unternehmen und hat eine Attraktivität für Kinder, die Spiel- und Kulturpädagogen in anderen Orten sich nur sehnlichst wünschen können. Es besteht die Gefahr, dass Stücke einer Oberfläche andernorts imitiert werden. Die Unklarheiten aber nicht. ... Harmlos didaktisches Kinderspiel.' Karl-Josef Pazzini Spielstädte sind temporäre Ereignisse, die Einrichtungen und Prozesse einer realen Stadt abbilden und so organisieren, dass sie Kindern und Jugendlichen in ihren unterschiedlichen Erfahrungsdimensionen zugänglich werden. Die künstlerischen und pädagogischen Konzepte dazu entwickelten sich in Deutschland in den 1970er Jahren als Setzungen in einem Feld zwischen Politik, Kultur, Sozialer Arbeit, und Bildung. Die größte und älteste noch bestehende Spielstadt, Mini-München, hat 1979 zum ersten Mal in ihrer heutigen Form stattgefunden. Weltweit gibt es inzwischen sicher mehr als 200 Spielstädte. DIE SPIELSTADT versteht sich als Einladung zu einer Auseinandersetzung mit der ungebrochenen Aktualität, aber auch den 'Unklarheiten' des Projekts. Im bewussten 'Verzicht auf letzte konzeptuelle Klarheit' bietet das Lesebuch eine Auswahl neuer und älterer Texte, die das kulturpädagogische Phänomen aus nterschiedlichen Perspektiven befragen. Ergänzt werden die Texte durch Fotos und Grafiken aus 40 Jahren Spielstadtgeschichte. Kultur& Spielraum e.V. ist freier Träger der Jugendhilfe in München und führt das kulturpädagogische Projekt Spielstadt Mini-München als Nachfolgeverein der Pädagogischen Aktion seit 1990 alle zwei Jahre durch.
Vorwort6
Inhalt8
Die ersten 40 Jahre16
Ein Projekt aus bewegten Zeiten17
Kinder erfinden ihre Stadt18
Die Stadt als Spielthema20
Die „Freistadt“ und die Kunst: ein Missverständnis20
Die Spielstadt bewährt sich22
Spielstadt und Wissenschaft kommen ins Gespräch23
Spielstadt International23
Perspektiven24
Die Regeln der Spielstadt28
Unklare Verhältnisse38
Vorher38
Aber es gab ein Konzept. Einundfünfzig Seiten stark.38
Notierte Fragen38
Weitere Notizen39
Empfang40
Automat41
Bankkrach41
Produktionssektor42
Wissen ist Macht42
Stadt für Kinder und Erwachsene, die nicht passen.43
Ausbildung?44
Alter44
Institutionen der Stadt44
Öffentlichkeit45
Museum45
Stadtgrenzen46
Zum Schluss46
Unklare Verhältnisse – 32 Jahre später47
Ernstes Spiel: Mini-München zwischen Spiel und Realität72
1. Die Welt – ein Spiel Mini-München-Spielwelt
2. Übernahme der Rolle: Eintritt in die Spielwelt72
3. Die konkrete Utopie73
4. Regelungen und Strukturen75
4.1 Politik im Stadtrat76
4.2 Die Gerichtsverhandlung77
5. Gegenspiele und die Umkehrung der Macht78
6. Spielkompetenzen79
7. Spiel ist Arbeit82
8. Das Spiel im Spiel und die Ablösung der Rolle82
Ort: Das verborgene Bild90
Impressionen aus Mini-München108
Mini-München als Inszenierung und Performance124
Ist Mini-München eine Inszenierung?124
Ist Mini-München nur ein Spiel, eine Performance?126
Das Performative als produktives Moment von Mini-München127
Mini-München lebt!129
Literatur130
Kindheit und Kinder-Öffentlichkeit138
1. Öffnung des Gettos138
2. Zuverlässigkeit140
3. Angst, Aggression und Strafe142
4. Selbstregulierung143
5. Zur Physiognomie der Kinder-Öffentlichkeit146
Die Phantasie an die Macht156
Mini-München: ein Nachtrag im Jahr 2020158
Spielstädte als Aneignungsräume und temporäre Partizipationsorte in der Bildungslandschaft166
Einleitung166
1. Rundgang durch Mini-München: Eindrücke und erste Interpretationen166
2. Die Spielstadt als Aneignungsraum168
3. Aneignung als Erweiterung motorischer Fähigkeiten170
4. Kinderstädte als Orte politischer Bildung und Partizipation171
5. Kinderstadt als eigener Sozialraum172
Mini-München: Republik der Lernenden180
Crying, lying, denying, trying180
Kinder an die Macht181
Spieltheorie182
Mini-München als Universität183
Demokratie als Lebensform und Lernen in alternativen Bildungsräumen192
Der Ausgangspunkt: Deweys Theorie192
Die Spezialisierung der Schule193
Demokratie und Bildungsräume196
Medien als elementarer Bestandteil der neuen Lernräume198
Literatur [Auswahl]200
Mini-München als Kinderrepublik208
KINDERREPUBLIKEN209
EUCH DIE ZUKUNFT: DEMOKRATIEBILDUNG210
DIE MACHT DER MASSE211
DIE STADT ALS SPIELPLATZ213
ATTRAKTION UND ARBEIT214
5 MIMÜ STUNDENLOHN: DER REICHTUM DER KINDHEIT215
LITERATUR [AUSZUG]216
Spielclub 1970/2020222
Der Spielklub Kulmer Straße und zwei „Feste“222
Spielklub Kulmer Straße und Mini-München – zwei Wahlverwandte223
Der Spielclub Oranienstraße 25224
Literatur228
Kon-sen-sus234
Der Rhythmus einer Spielstadt234
Von jetzt auf gleich – Zeit hat viele Facetten235
Die Tätowiererin, der Sekretär, die Schlange und der Auftrag236
Relax – it`s only Mini-München5241
Uneinig sein242
Literatur243
Autor*innen252
Fotos258
Weiterführende Literatur261