: Wallace Stroby
: Crissa Stone Bundle - Vol. 1
: Pendragon Verlag
: 9783865326638
: 1
: CHF 2.70
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: Krimis, Thriller, Spionage
: German
: 688
: kein Kopierschutz
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
KALTER SCHUSS INS HERZ Crissa Stone ist jung, attraktiv und ein knallharter Profi. Ihr Geld macht sie mit Raubzügen. Crissa bekommt einen Job angeboten, bei dem sie mit zwei Komplizen eine Pokerrunde überfallen soll. Eine leichte Nummer, wenig Aufwand, sehr viel Geld. Der Auftrag läuft aus dem Ruder: Plötzlich fällt ein Schuss und einer der Pokerspieler wird getötet. Als sich herausstellt, dass der Tote der Schwiegersohn eines Gangsterbosses ist, wird die Lage für Crissa gefährlich. Der Boss engagiert Eddie den Heiligen, einen skrupellosen Verbrecher und eiskalten Killer, um den Ermordeten zu rächen. Crissa taucht unter, aber Eddie hat sie in der Hand. Er weiß, für wen Crissa ihr Leben riskieren würde. Sie weiß, es gibt nur eine Lösung ... Das beste Bad Girl der Kriminal-Literatur 'Crissa hat ebenso männliche wie weibliche Leser. Frauen mögen sie, weil sie ein starker Charakter und eben kein Opfer ist. Die männlichen Leser schätzen die Crissa-Romane als gut erzählte, vorwärtstreibende Geschichten.' (Wallace Stroby) GELD IST NICHT GENUG Metallteile und Plastik schlittern über den Asphalt. Volltreffer. Crissa Stone hebelt den Geldautomaten mit der Schaufel eines Frontladers aus der Verankerung und balanciert die Beute auf die Ladefläche ihres Pick-ups. Sie liebt saubere Lösungen. Crissa hat das System des Bankraubs perfektioniert, aber ihre Partner verlieren die Nerven. Gangster, die sich gegenseitig umbringen - wie unprofessionell. Zum Glück wartet schon ein neuer Job: Ein verstorbener Mafiaboss soll die Millionen eines Raubs jahrelang versteckt haben. Leider ist Crissa nicht die Einzige, die es auf das Geld abgesehen hat. Sie gerät zwischen die Fronten und muss fliehen: Vor dem Gesetz und einer Mafia-Gang aus New York.

Wallace Stroby wurde 1960 geboren und wuchs südlich von New York in Ocean Grove auf. Er studierte Journalismus und Medienwissenschaften. Bei einer Zeitung arbeitet er als Polizeireporter. Stroby wurde mehrfach für seine Buch- und Filmkritiken ausgezeichnet. Seit 2003 veröffentlichte Stroby zahlreiche Romane, darunter 4 Crissa-Stone-Krimis, die auf deutsch bei Pendragon erschienen sind.

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Drei Minuten nachdem sie durch den Haupteingang gekommen war, hatte Crissa den Manager und die zwei Angestellten mit den Gesichtern auf dem Boden, die Hände mit Kabelbindern auf den Rücken gefesselt.

Sie nahm ihnen ihre Waffen ab – stupsnäsige Revolver in Gürtelholstern – und warf sie in den Abfalleimer an der Wand. Alle drei hatten sie offen getragen, aber nicht versucht, an sie heranzukommen. Sie hatte die Glock in der Hand gehabt, war schnell um den Schalter herum, hatte auf den Boden gedeutet. Ohne Protest waren sie auf die Knie gegangen, die Hände hinter dem Kopf. Sie wussten, wie so etwas lief. Ihr Leben war ihnen mehr wert als das Geld.

Sie steckte die Glock weg, ging zurück und sperrte den Eingang zu. Regen schlug schräg aus dem grauen Himmel, lief das verspiegelte Fenster hinunter. Erst 16:00 Uhr, aber schon beinahe Nacht. Sie hatten das Neonschild angemacht.

SCHECKWECHSEL BARGELD ÜBERWEISUNGEN ZAHLTAGKREDITE. Sie betätigte einen Wandschalter und das Schild summte, wurde dunkel. Sie drehte das altmodische Türschild auf GESCHLOSSEN.

Die Männer hatten sich nicht gerührt, als sie zurück hinter den Tresen kam. Alle drei waren sie Latinos, seiner älter und grauer. Der Manager. Sie lagen still, warteten darauf, dass es vorbei war.

Sie ging ins Hinterzimmer – Tisch, Archivschränke, ein großer grüner Honeywell-Safe. Die Safetür stand offen, wie erwartet. Die Bürobeleuchtung ging aus, der Computer auf dem Tisch summte und starb.

Sie lauschte an der eisernen Feuertür, hörte draußen in der Straße das Geräusch eines Autos. Zwei Mal schlug sie mit behandschuhten Knöcheln an die Tür. Nach einer Weile kam ein einzelnes Antwortklopfen zurück. Sie legte ihre Hand auf den Alarmriegel, hielt inne. Wenn die Hintertür mit einem eigenen Unterbrecher verbunden war – einem, den sie nicht gefunden hatten –, gab es Probleme.

Sie atmete durch und drückte auf den Riegel. Das Schloss klickte, die Tür schwang auf. Charlie Glass türmte sich im Regen auf, in einem grauen Trenchcoat wie dem ihren, die Baseballmütze tief ins Gesicht gezogen. Sie trat beiseite, um ihn einzulassen, sah den Toyota-Geländewagen in der Straße, die Scheibenwischer eingeschaltet, die Ladetür offen, Smitty am Lenkrad.

Glass kniete vor dem Safe, wortlos, nahm eine Leinentasche aus seinem Mantel und schlug sie auf.

Sie ging nach vorn, wo die Männer lagen. Einer der Angestellten hob den Kopf vom Boden, um sie anzuschauen. Der Manager zischte ihn an.

„Silencio“, sagte sie.„No se mueva.“

Sie ging zum Fenster, schaute hinaus. Der Regen prasselte heftig, stob vom Gehsteig hoch. Niemand da draußen unterwegs. Autos rasten vorbei, die Scheinwerfer an.

Ein kurzer Pfiff von hinten. Sie sagte„Relájese. Es casi sobre“zu den Männern auf dem Boden und ging wieder ins Hinterzimmer.

Die Tasche lag geöffnet auf dem Tisch, halb mit Geldbündeln gefüllt. Glass war dabei, den DVD-Rekorder auf dem Regal mit dem Schraubenzieher zu öffnen. Er wurde von drei Überwachungskameras gespeist, zwei vorne, die andere hier hinten. Sie schaute sich um, sah den zweiten Rekorder auf einem anderen Regal, in der entgegengesetzten Ecke, nahe überm Boden. Er war ihr beim ersten Mal entgangen.

„Reserve“, deutete sie. Er nickte, nahm die Scheibe aus dem geöffneten Schacht. Während er sich an den zweiten machte, begann sie, die Schubladen zu