: Doris Fritzsche, Cora Wetzstein
: Das große Diabetes-Kochbuch
: GRÄFE UND UNZER
: 9783833876301
: GU Diabetes
: 1
: CHF 21.70
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: Gesunde Küche, Schlanke Küche
: German
: 240
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Diabetes Mellitus mit richtiger Ernährung und Bewegung stark verbessern - das Kochbuch zeigt Ihnen wie!   Sie, eine verwandte oder befreundete Person leidet unter Diabetes Typ 2? Auch wenn die Verzweiflung groß ist, gibt es Lösungen. Denn Diabetes Mellitus lässt sich in den Griff bekommen. Da der individuelle Lebensstil großen Einfluss auf die Erkrankung hat, können Sie mit den richtigen Rezepten schon ganz viel tun. Wie Sie kochen, backen und schlussendlich essen sollen, darin berät Sie dieses neue Kochbuch ausführlich.   Kochen bei einer Diabetes-Erkrankung Zunächst einmal wird die Art zu Kochen und die Auswahl der Lebensmittel eine Veränderung darstellen. Doch das lohnt sich. Ihre Gesundheit wird es Ihnen schon nach kurzer Zeit danken. Sowohl Low Carb, als auch No Carb und eine möglichst zuckerfreie Ernährung können im Rahmen der richtigen Lebensmittel eine Lösung für Sie sein. Das dies nicht langweilig sein muss, zeigt das Kochbuch für Diabetes Typ 2.   Neben einem ausführlichen Theorieteil, der Ihnen die Hintergründe näherbringt, dürfen Sie sich auf mehr als 150 Seiten Rezepte freuen. Ganz egal ob Frühstück, Mittagessen oder Abendessen, das Rezeptebuch liefert Rezeptideen für jede Gelegenheit.   Frühstück - Energie für den Tag Satt werden und trotzdem nicht den Blutzucker belasten, das ist jetzt die Devise. Mit diesen Rezepten schaffen Sie es ohne Zwischenmahlzeit bis zur Mittagspause: - Gebackenes Müsli mit Mandelquark und Beeren - Birchermüsli mit Birne und Cranberrys - Avocadotoast mit Schinken und pochiertem Ei   Kalte und warme Hauptgerichte Ganz egal ob Sie lieber mittags oder abends warm essen, wählen Sie einfach drei Gerichte pro Tag aus dem Buch, um ihre Diabetes Erkrankung durch Ernährung zu verbessern. Alle Mahlzeiten sind so komponiert, dass die sich positiv auswirken. Wenn es ein kalter Lunch sein darf, bereiten Sie - Schichtsalat im Glas - Wrap mit Hummus, Möhren und Hähnchenbrust - Pokebowl mit Thunfisch, Quinoa und Zuckerschoten zu, um Ihren Hunger zu stillen.   Einmal am Tag darf es dann etwas Warmes sein. Mit unter 500 Kalorien schmecken: - Blumenkohl-Graupen-Risotto mit Bergkäse - Pastinaken-Erdnuss-Suppe mit Tofu-Spießchen - One-Pot-Pasta mit Zucchini Dabei müssen Sie auf nichts verzichten: Nudeln, Kartoffeln und Fleisch dürfen weiterhin auf dem Speiseplan stehen - und selbst Desserts sind ab und an erlaubt!   Das Buch ist ein toller Ratgeber für alle, die selbst erkrankt sind und eignet sich auch als wertiges Geschenk für Betroffene, die neuen Mut brauchen.

Doris Fritzsche ist Ökotrophologin, ernährungstherapeutische Beraterin, Sachbuchautorin und in der Weiterbildung tätig. Seit 2000 ist sie mit eigener Beratungspraxis selbständig. Als Mitglied in verschiedenen Berufsverbänden und Qualitätszirkeln informiert sie sich regelmäßig zu neuen Erkenntnissen der Ernährungsforschung.

DIAGNOSE DIABETES – TYP 1 UND TYP 2
BLUTZUCKER AUSSERHALB DER NORM


Ursachen für die Entgleisung des Zuckerstoffwechsels sind bei Typ 2 neben einer genetischen Veranlagung vor allem Übergewicht und Bewegungsmangel.

Im Körper sind die Blutgefäße das wichtigste Transportsystem für die Verteilung unterschiedlicher Nährstoffe und Stoffwechselprodukte. Auch Blutglukose (Traubenzucker) wird mit dem Blutstrom durch den Körper befördert, um Gehirn, Nervengewebe, Organe, Muskulatur und rote Blutkörperchen mit Energie zu versorgen. Dabei verbrennt allein das Gehirn ca. ¾ der Gesamtmenge an Blutglukose. Läuft alles in geregelten Bahnen, sorgen verschiedene Regulationsmechanismen für Normoglykämie (Blutzucker im Normbereich). Normale Blutglukosewerte sind nüchtern unter 90 mg / 100 ml (5,0 mmol / l) bis unter 140 mg / 100 ml (7,8 mmol / l) nach Belastung mit Traubenzucker. Werden diese Werte überschritten, spricht man von gestörter Glukosetoleranz bei Werten unter 200 mg / 100 ml (11,1 mmol / l) und bei Werten darüber von Diabetes.

HISTORISCHES

Der englische Arzt Thomas Willis (1621–1675) schrieb zu den Diabetes-Symptomen unter anderem: »Der Harn der Kranken ist wunderbar süß, als sei er mit Zucker oder Honig durchtränkt.« Ist im Blut ein Schwellenwert von 180–200 mg / 100 ml (10–11,1 mmol / l) überschritten, können die Nieren die Glukose nicht mehr im Körper zurückhalten und im Urin ist Zucker nachweisbar. Der süße Urin war namensgebend für diese Stoffwechselkrankheit, denn Diabetes mellitus bedeutet »honigsüßer Durchfluss«. Erst im 20. Jahrhundert wurde die eigentliche Ursache des Diabetes gefunden. 1921 gelang es den kanadischen Forschern Banting und Best, aus Bauchspeicheldrüsengewebe Insulin zu gewinnen und mit positivem Ergebnis an Hunden zu testen. Schon im darauffolgenden Jahr wurde der erste Patient, ein 13-jähriger Junge, erfolgreich mit Insulin behandelt und auf diese Weise vor dem bis dahin sicheren Tod gerettet.

URSACHEN FÜR HOHEN BLUTZUCKER


Wenn Blutglukose nicht zur Energiegewinnung in die Zellen gelangen kann, sondern im Gefäßsystem verbleibt, sind erhöhte Konzentrationen im Blut feststellbar. Für das Einschleusen von Glukose in die Zellen wird das Hormon Insulin benötigt. Erhöhter Blutzucker geht daher immer mit totalem oder relativem Mangel an Insulin einher. Je nach Ursache sind verschiedene Diabetes-Typen definiert.

Diabetes-Typen

Besteht Insulinmangel, weil die Bauchspeicheldrüse kein Insulin mehr produziert, bezeichnet man den Diabetes alsTyp 1. Bei diesem Diabetes-Typ handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung, bei der der Körper die Insulin produzierenden Zellen zerstört. Menschen mit Diabetes Typ 1 müssen sofort mit Insulin behandelt werden. Nur etwa 10 % der Diabetiker zählen zu diesem Typ.

Ist die Blutglukose erhöht, weil die Empfindlichkeit der Zellen gegenüber Insulin herabgesetzt ist (Insulinresistenz), wird dies als DiabetesTyp 2 bezeichnet. Mehr als 85 % der Diabetiker gehören zum Typ 2, der neben einer unzureichenden Insulinwirkung noch durch einen relativen Insulinmangel gekennzeichnet ist, denn Typ-2-Diabetikern fehlt die erste schnelle Insulinantwort nach einem Zuckerreiz. Folge des Glukosemangels in den Zellen ist eine gesteigerte Glukoseneubildung in der Leber.

Ist die Ursache der Blutzuckererhöhung weder Typ 1 noch Typ 2 zuzuordnen, spricht man von DiabetesTyp 3. Der Begriff »Gestationsdiabetes« beschreibt eine Stoffwechselsituation, in der die Bauchspeicheldrüse der Schwangeren den hormonell bedingten Mehrbedarf an Insulin nicht bilden kann (betrifft etwa 5 %–10 % der Schwangeren).

Typ 2 – Akteure sind Gene und Lebensstil

Das Risiko, einen Diabetes Typ 2 zu entwickeln, ist zehnfach höher, wenn eine erbliche Belastung durch Verwandte ersten Grades mit Übergewicht, Bewegungsmangel und Insulinresistenz einhergeht. Ob die genetische Veranlagung tatsächlich zu Diabetes Typ 2 führt, wird also ganz wesentlich vom individuellen Lebensstil beeinflusst.

Bei Frauen ist schon ein geringerer Taillenumfang riskant, da sich das Fett auch auf Hüften, Po und Schenkel verteilt.

WICHTIGE KRITERIEN ZUR BEURTEILUNG DES DIABETES-RISIKOS


DerBody-Mass-Index (BMI, Körpermasseindex) ist ein Maß zur Bewertung des Körpergewichts im Verhältnis zur Körpergröße. Der BMI ermöglicht eine erste Einschätzung, ob Sie normalgewichtig, unter- oder übergewichtig sind.

Neben dem Ausmaß der BMI-Erhöhung gilt bes