: Cavan Scott
: Star Wars™ Dooku - Der verlorene Jedi
: Blanvalet Taschenbuch Verlag
: 9783641261610
: 1
: CHF 4.50
:
: Fantasy
: German
: 624
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Das Erfolgshörspiel aus den USA als exklusive Romanversion – natürlich bei Blanvalet!

Als dunkler Sith Darth Tyranus erlangte er grausame Berühmtheit, doch zuvor war er der hoch angesehene Jedi-Meister Count Dooku. Wie wurde aus dem Kämpfer für das Gute ein Diener des Bösen? War es nur die Verführung der Macht der dunklen Seite? War es die Verzweiflung über seine verlorene Heimat? Oder waren es die strengen Regeln der Jedi, denen kaum ein Sterblicher gewachsen ist? Fest steht bislang nur, dass sich der ehrenvolle Count Dooku zum Verräter Darth Tyranus wandelte. Dies ist seine Geschichte.

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Der Roman- und Comic-Buch-Autor Cavan Scott war neben »Star Wars« auch an Serien wie »Doctor Who«, »Star Trek«, »Vikings«, »Judge Dredd« und »Sherlock Holmes« beteiligt. Er lebt mit seiner Frau und seinen Töchtern in Bristol.

1.


Ventress

Ich hasse es hier.

Ich hasse dieses Schloss. Ich hasse diese Klippen. Ich hasse die Spice-Fledermäuse, die in dichten Schwärmen über den Wipfeln des Waldes tief unter mir umherflattern, auf der ständigen Jagd nach Beute, und die Zwillingsmonde von Serenno, die bleich und rund wie Totenfratzen auf mich herabgrinsen, voller Spott und Verachtung, während ich hier auf der Brüstung stehe, hoch über dem Rest dieses elenden Planeten, und mich frage, wie es wohl wäre, einfach zu springen.

Wäre dies das Ende?

Oder würde die Macht mich beschützen? Würde sie dafür sorgen, dass ich in einer dieser üppigen Baumkronen lande, sicher wie in einem Nest, behütet von unsichtbaren Kräften, die so wenig greifbar und zugleich doch so real sind, dass sie mein Dasein bestimmen, solange ich denken kann? Würde die Macht mir helfen, den perfekten Ast zu finden, der mein Gewicht trägt, damit mir nichts geschieht?

Ein Teil von mir wünscht sich, unten auf dem Boden zerschmettert zu werden.

Dann wäre es endlich vorbei.

All die Qualen. All die Zweifel.

Verschlungen von süßem, traumlosem Vergessen.

Doch ein anderer Teil von mir – der Teil, der nicht bereit ist aufzugeben, ganz gleich, was auch geschieht – wird niemals zulassen, dass ich einfach die Augen schließe, ein letztes Mal tief durchatme und dann über die Kante ins Nichts trete. Dafür ist mein Überlebenswille einfach zu stark.

Das war schon immer so.

Und auchdas hasse ich.

Aber am meisten zuwider ist mir die Stimme. Diese unverwechselbare, unmögliche Stimme. Eine Stimme aus der Vergangenheit, die nicht hierhergehört.

Die Stimme eines Toten.

»Was machst du hier, Kleine?«, flüstert sie direkt in mein Ohr. »Die ganze große weite Galaxis stand dir offen. Was hat dich ausgerechnethierher verschlagen?«

Ich schaue mich instinktiv um, halb in der widersinnigen Erwartung, sein vertrautes Gesicht in den Schatten zu sehen. Diese gütigen grünen Augen. Dieses schiefe, verständnisvolle Lächeln, das nie von seinen Zügen zu weichen schien, nicht einmal, wenn es allen Anlass dazu gab.

Aber da ist nichts.

Ich bin allein hier oben auf dem Bergfried – allein mit den Staubmotten, die im Mondlicht zur Melodie des Windes tanzen, der durch die unzähligen Erker und Zinnen des Schlosses pfeift. Er ist nicht da, der Mann, dem diese Stimme gehört – jedenfalls nichtkörperlich. Seine Präsenz hingegen ist so deutlich spürbar, dass ich das Gefühl habe, er stünde unmittelbar neben mir, keine Handbreit entfernt.

»Wie bist du so geworden?«, raunt Ky Narec, mein alter Meister. Er klingt zutiefst enttäuscht.

Ich widerstehe dem Drang nachzufragen, was er damit meint. Das ist auch gar nicht nötig. Ich weiß es ohneh