: James Rollins
: Der Flammenwall Roman
: Blanvalet
: 9783641269333
: SIGMA Force
: 1
: CHF 8.90
:
: Krimis, Thriller, Spionage
: German
: 640
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
'?Der Flammenwall? ist wie eine Achterbahnfahrt: vom Technothriller über medizinischen Spannungsroman bis hin zur wilden Ballerei.'St. Louis Post-Dispatch
Durch die Ermordung mehrerer Wissenschaftlerinnen gelangen fanatische Terroristen, die sich für die Nachfolger der Inquisition halten, in den Besitz einer schrecklichen Waffe. Mit ihr sind sie ihrem Ziel, die Welt erneut unter die Herrschaft des Glaubens und der Inquisition zu zwingen, einen großen Schritt näher. Doch Grayson Pierce und die Top-Agenten des wissenschaftlichen Geheimdienstes Sigma Force setzen alles daran, sie aufzuhalten. Noch nie war für Grayson und seine Gefährten der Einsatz so groß. Es geht nicht nur um das Schicksal der Menschheit - es geht um das Leben ihrer eigenen Kinder!

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Neueste Technologiekenntnisse und fundierte wissenschaftliche Fakten, genial verknüpft mit historischen und mythologischen Themen - all das macht die Abenteuerthriller von James Rollins zum einzigartigen Leseerlebnis. Der passionierte Höhlentaucher James Rollins betreibt eine Praxis für Veterinärmedizin in Sacramento, Kalifornien.

Gegenwart
21. Dezember, 22:18 WET
Coimbra, Portugal


Der Hexensabbat wartete.

Charlotte Carson eilte durch die dunkle Universitätsbibliothek. Das gedämpfte Geräusch ihrer Schritte auf dem Marmorboden wurde von der Ziegelsteindecke des zweistöckigen Saals reflektiert. Einige der Bücher in den mit Schnitzereien verzierten Regalen ringsumher stammten aus dem zwölften Jahrhundert. Der große Raum wurde nur von Wandleuchtern erhellt, und sie staunte über die schattenhaften Leitern und die kunstvoll vergoldeten Schnitzereien.

Erbaut zu Beginn des achtzehnten Jahrhunderts, war dieBiblioteca Joanina ein wunderbar erhaltenes Schmuckstück des Barocks, der eigentliche Mittelpunkt der Universität von Coimbra. Und wie jede Schatzkammer war sie auch ein wahrer Tresor, mit sechzig Zentimeter dicken Wänden und Türen aus massivem Teakholz. Aufgrund der zweckmäßigen Bauweise herrschte im Innern unabhängig von der Jahreszeit eine gleichmäßige Temperatur von achtzehn Grad bei gleichbleibender Luftfeuchtigkeit.

Beste Bedingungen für den Erhalt alter Bücher …

Diese Bemühungen beschränkten sich jedoch nicht allein auf die Architektur der Bibliothek.

Charlotte duckte sich, als eine Fledermaus an ihrem Kopf vorbei zur oberen Galerie flog. Vom Ultraschallruf, den sie nicht hörte, aber spürte, sträubten sich ihr die Nackenhaare. Seit Jahrhunderten lebte in der Bibliothek eine Kolonie von Fledermäusen. Sie waren treue Verbündete beim Kampf um den Erhalt der hier gelagerten Schätze. Nacht für Nacht dezimierten sie die Insekten, die sich ansonsten an alten Ledereinbänden und vergilbtem Pergament gelabt hätten.

Dass in dieser Schatzkammer eifrige Jäger lebten, machte bestimmte Vorkehrungen erforderlich. Sie fuhr mit dem Finger über eine der Lederdecken, mit denen die Tische bedeckt waren. Das Personal legte sie allabendlich nach dem Schließen aus, um die Holzoberflächen vor den Hinterlassenschaften der Fledermäuse zu schützen.

Als sie zu den vergoldeten Flügelfenstern in den Backsteingewölben hochschaute, verspürte sie eine abergläubische Furcht – und eine gewisse Belustigung.

Was ist eine Hexenversammlung ohne Fledermäuse?

Diese Nacht hatte man speziell ausgewählt. Das eine Woche währende wissenschaftliche Symposium hatte heute geendet. Morgen würden die Teilnehmer heimkehren und in alle vier Himmelsrichtungen reisen, um mit Freunden und Familie die Ferien zu verleben. Heute Nacht aber würden Freudenfeuer die Stadt erhellen, untermalt von zahlreichen Musikdarbietungen, alles, um die Wintersonnenwende zu feiern, die längste Nacht des Jahres.

Sie sah auf die Uhr, denn sie war spät dran. Sie trug noch immer die halbformelle Kleidung von der Urlaubsparty in der Botschaft: einen weiten schwarzen Rock, der an ihren Knöcheln streifte, und eine kurze Jacke über blauer Bluse. Ihr Haar lag eng am Schädel an. Es hatte sich vorzeitig silbern gefärbt und war nach der Chemo vor neun Monaten kurz und spärlich geblieben. Auf Färbemittel und Exte