: Dunja Wild, Roma Lentz, Nina Gregor
: High Society 13 - Sammelband 3 Adelsromane in einem Band
: Verlagsgruppe Lübbe GmbH& Co. KG
: 9783732598649
: 1
: CHF 2.70
:
: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German
: 192
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB

High Society - Liebe in Adelskreisen Sammelband

Leseglück für viele Stunden zum Sparpreis!

Es wird geliebt, gehasst, gewonnen und verloren. Werfen Sie einen Blick in die aufregende Welt der Reichen und Schönen und erleben Sie spannende Verwicklungen! Denn eins wird es in den feinen Kreisen garantiert nie: langweilig!

Was Frauen lieben und wovon sie heimlich träumen, davon erzählen die Romane in High Society - Liebe in Adelskreisen auf mitreißende Weise. Die perfekte Mischung aus Humor, Romantik, Drama und großen Gefühlen lässt den Alltag schon auf Seite 1 in weite Ferne rücken.
Dieser Sammelband enthält die folgenden Romane:
Silvia-Gold 13: Er küsste jeden roten Mund
In Adelskreisen 40: Weil deine Märchenaugen lügen
Fürsten-Roman 2440: Sie fand ihr Glück in den Weinbergen
Der Inhalt dieses Sammelbands entspricht ca. 250 Taschenbuchseiten.
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So weit das Auge reichte, dehnten sich die Weinberge unter dem lichtblauen Frühlingshimmel aus, und die Schwalben schwangen sich an diesem Nachmittag so hoch in die Lüfte, dass man sie mit bloßem Auge kaum mehr erkennen konnte.

Die beiden Reiterinnen, die lebhaft plaudernd über die schmalen Wege zwischen den Rebstöcken ritten, wirkten wie mit ihren Pferden verwachsen. Die ältere war zierlich, hatte hellwache blaue Augen und trug ihr graues Haar kurz geschnitten. Die üppige schwarze Mähne der jüngeren wies im Sonnenlicht einen interessanten blauen Schimmer auf, und Augen in tiefem Smaragdgrün überraschten den Betrachter immer wieder aufs Neue mit ihrer Strahlkraft.

»Da drüben ist es.« Irmgard Gräfin von Barnstedt ließ ihren Fuchs in eine langsamere Gangart fallen und deutete auf eine freie Fläche zwischen den sattgrünen Rebstöcken. »Ich bin sicher, da werden die neuen Rebstöcke fantastisch gedeihen. Auch wenn Röttger anderer Ansicht ist.« Sie seufzte ungeduldig. »Aber du kennst ihn ja, er hat meist eigene Vorstellungen.«

Johannes Röttger war der langjährige Verwalter des Weinguts, das die Gräfin seit dem viel zu frühen Tode ihres Mannes mit fester Hand leitete wie eine regierende Monarchin. Von all ihren Mitarbeitern war der Verwalter der Einzige, der es gelegentlich wagte, Bedenken gegenüber den einsamen Entscheidungen der Gutsherrin anzumelden – jedoch ohne den geringsten Erfolg, was ihn im Laufe der Jahre mehr als einmal so sehr frustriert hatte, dass er am liebsten seine Kündigung eingereicht hätte.

Letztlich hielt ihn nur die Tradition vor diesem letzten Schritt zurück, denn schon Johannes’ Großvater und Vater hatten für die gräfliche Familie gearbeitet, und er selbst war auf Barnstedt geboren und aufgewachsen. Woanders zu leben als hier war für ihn unvorstellbar.

Die Gräfin wusste dies nur zu gut, legte aber trotzdem Wert auf seine Meinung – um letztlich doch zu tun, was sie für richtig hielt.

Ähnlich wie dem in Ehren ergrauten Verwalter erging es Clara von Barnstedt. Zwar beriet die alte Gräfin sich mit ihrer Enkelin über die Belange des Weingutes, seit die junge Frau ihr Studium mit Bestnoten abgeschlossen hatte, und sie hörte auch geduldig zu, wenn Clara ihr die eine oder andere Neuerung vorschlug, zum Schluss aber zählte allein der Wille der Gutsherrin.

»Bist du sicher, dass dies der ideale Platz für den neuen Weinberg ist, Großmama?«, meldete Clara auch dieses Mal behutsam Protest an. »Wäre nicht das Land drüben bei den Eichen weitaus besser geeignet? Du weißt, dass Röttger auch dieser Meinung ist. Und sogar Franz Wagner hat das Gelände für den neuen Weinberg vorgeschlagen.«

Franz Wagn