: Sibylle Simon, Ursula Freifrau von Esch, Katja von Seeberg
: High Society 11 - Sammelband 3 Adelsromane in einem Band
: Verlagsgruppe Lübbe GmbH& Co. KG
: 9783732592401
: 1
: CHF 2.70
:
: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German
: 192
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB

High Society - Liebe in Adelskreisen Sammelband

Leseglück für viele Stunden zum Sparpreis!

Es wird geliebt, gehasst, gewonnen und verloren. Werfen Sie einen Blick in die aufregende Welt der Reichen und Schönen und erleben Sie spannende Verwicklungen! Denn eins wird es in den feinen Kreisen garantiert nie: langweilig!

Was Frauen lieben und wovon sie heimlich träumen, davon erzählen die Romane in High Society - Liebe in Adelskreisen auf mitreißende Weise. Die perfekte Mischung aus Humor, Romantik, Drama und großen Gefühlen lässt den Alltag schon auf Seite 1 in weite Ferne rücken.

Dieser Sammelband enthält die folgenden Romane:

Silvia-Gold 11: Liebesbote auf vier Pfoten
In Adelskreisen 38: Hübsch - aber viel zu stolz
Fürsten-Roman 2438: Liebeskarussell im Fürstenhaus

Der Inhalt dieses Sammelbands entspricht ca. 250 Taschenbuchseiten.
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Es schüttete wie aus Eimern, was jedoch den großen Hund auf der gegenüberliegenden Seite des kopfsteingepflasterten Hofes überhaupt nicht zu beeindrucken schien. Er saß ganz still da und blickte Friedel unverwandt ernst und ruhig an.

Friedel war allerlei gewöhnt. Schließlich war sie ein gestandenes Frauenzimmer von fast sechzig Jahren und in ihrer Eigenschaft als Haushälterin auf Gut Friedrichshain wahrhaftig kampferprobt, aber jetzt spürte sie allmählich Unsicherheit in sich aufsteigen. Sie wusste nicht, womit sie so viel Aufmerksamkeit erregte.

Wie jeden Tag trug sie ihre weiße, gestärkte Schürze über dem blaugrau gestreiften Kleid – zugegeben, das hatte etwas Altmodisches, längst Überholtes, aber ihr gefiel es immer noch. In dieser »Uniform« hatte sie vor mehr als dreißig Jahren ihren Dienst auf Gut Friedrichshain angetreten, und seitdem hielt sie daran fest.

Der Hund auf der anderen Seite des Hofes war Friedel vor etwa einer Stunde zum ersten Mal aufgefallen. Da war es später Nachmittag, also fünf Uhr gewesen, es hatte noch nicht geregnet, und der Hund hatte zuerst vorsichtig durch das Hoftor gespäht, dann war er vorsichtig nähergekommen.

Für eine kurze Zeit hatte Friedel ihn dann aus den Augen verloren, denn zwischen fünf und sechs nachmittags ging es im Gutshaus hoch her. Da galt es, Tee und Kaffee zu kochen und Streuselkuchen zu servieren, während gleichzeitig ein neuer Kuchen in der Backröhre stand. Das alles musste von Friedel umsichtig und geduldig in die rechten Bahnen gelenkt werden, und es erforderte ihre ganze Aufmerksamkeit.

Als sie dann wieder Gelegenheit bekam, durchzuatmen und sich etwas Ruhe zu gönnen, da regnete es plötzlich, und gegenüber saß der große Hund, von blühenden Heckenrosen eingerahmt, die aber jetzt in der Nässe die Blätter hängen ließen.

Der Hund hielt den Kopf zeitweise schräg, als müsste er angestrengt über etwas nachdenken. Das war der Moment, da Friedel anfing, sich Gedanken zu machen.

Hunde rannten auf Friedrichshain dauernd herum, die eigenen ebenso wie die aus der Nachbarschaft, obwohl dies nicht gern gesehen war. Aber Friedel hatte sich daran längst gewöhnt und fütterte sie alle mit Resten von den Mahlzeiten, was sie vielleicht lieber nicht hätte tun sollen, denn eben deshalb kamen die meisten immer wieder.

Friedel hatte allerdings auch die Erfahrung gemacht, dass die Hunde sich meistens sehr bald davontrollten, wenn sie einen leckeren Bissen bekommen hatten oder wenn sich niemand um sie scherte. Dieser eine tat es aber nicht, den hatte Friedel auch noch nie gesehen, und von so großer Geduld und Ausdauer war sonst keiner gewesen.

»Na, komm sch