: Susan Andersen
: Ein Traummann zum Verzweifeln Roman
: Edel Elements - ein Verlag der Edel Verlagsgruppe
: 9783962153328
: 1
: CHF 4.50
:
: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German
: 352
: kein Kopierschutz
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Freiwillig hätte die junge Sicherheitsexpertin Daisy Parker sicher nicht bei dem Fotografen Nick Coltrane als Bodyguard angeheuert. Schließlich ist dieser Casanova vor neun Jahren nach einer märchenhaften Liebesnacht grußlos verschwunden. Aber sie braucht das Geld, und er ist in Gefahr. Also willigt sie ein, ihn rund um die Uhr zu beschützen. Eine gefährliche Entscheidung, denn plötzlich ist Daisy nicht nur mit einer ganzen Riege mordlüsterner Männern konfrontiert, sondern auch mit dem einen, der es auf ihr Herz abgesehen hat ...

Susan Andersen hat, wie sie selbst sagt, eine Reihe von hochinteressanten Hobbys: ihren Ehemann, einen erwachsenen Sohn, Ski fahren, Modeschmuck, Inline-Skating, ihren Kater und, last but not least, ihre Bücher. Doch am liebsten verbringt sie ihre Zeit beim Schreiben. Mit großem Erfolg: Regelmäßig klettern ihre Romane auf die amerikanischen Bestsellerlisten! Susan Andersen lebt mit ihrer Familie an der Pazifikküste Washingtons.

1


Montag

Daisy war noch nicht ganz durch die Bürotür, da bekam sie auch schon eine geballte Ladung ab.

Ihr Sekretär kreischte auf und glotzte sie entgeistert an.»Bitte, erzähl mir nicht, dass du das da tatsächlich tragen willst!.

Daisy blieb abrupt stehen und schaute an ihrem goldfarbenen Wollblazer mit dem Wappen auf der Brusttasche und an dem darauf abgestimmten blaugelb karierten Schottenrock hinunter. »Was stimmt damit nicht? Du wolltest doch, dass ich einen Rock anziehe.«

Reggie verdrehte die Augen und strich liebevoll über seinen eigenen gediegenen Anzug, als wolle er sich vergewissern, dass wenigstens einer von ihnen Geschmack hatte. »Ich habe nicht gesagt, dass du dich wie eine Kreuzung aus Mary Catherine Parochial und GI Jane kleiden sollst.«

»Wieso, du meinst wegen der Stiefel?« Sie ließ ihren Blick über die marineblauen Nylonstrümpfe zu ihren Schnürstiefeln und die zusammengerollten Socken, die oben heraussahen, wandern. »Sie sind marineblau; das passt doch.«

»Sicher, wenn du unbedingt wie der bestgekleidete Kampfsoldat, der je einen Schülerinnenpreis abgeräumt hat, herumlaufen willst ... Warum ziehst du dir nicht einfach nur einen Spitzenbody an und fertig? Ich kann bestimmt noch irgendwo etwas grünen und braunen Lidschatten auftreiben; wir werden auch dein Gesicht tarnen.«

Daisy funkelte ihn beleidigt an. »Du hast gesagt, zieh einen Rock an; also bin ich noch schnell bei mir zu Hause vorbeigefahren und habe einen Rock angezogen. Sorry, wenn er nicht deinen hohen Standards in Bezug auf Eleganz entspricht, aber ich bin Sicherheitsexpertin und will nicht auf einen Debütantinnenball. Ich trage keine Schuhe mit hohen Absätzen, Reg, das kannst du vergessen. Das wäre nutzlos, wenn ich rennen müsste.«

»Ich hoffe inständig, dass sich die notwendige Rennerei darauf beschränkt, geradewegs zur Bank zu laufen und den Scheck dieses neuen Kunden einzulösen.« Reggie bedachte ihr Outfit mit einem letzten missbilligenden Blick, bevor er sich wieder seinem Computer zuwandte. »Das heißt, falls er uns den Scheck überhaupt noch gibt, wenn er erst einmal gesehen hat, was du dir unter professioneller Kleidung so vorstellst«, murmelte er.

Wissend, dass es ihn verrückt machte, wenn man sich von hinten über ihn beugte, legte Daisy die Hände flach auf seinen Schreibtisch und verlagerte ihr Gewicht darauf. »Vielleicht hat er ja – ganz im Gegensatz zu den meisten Männern –«, presste sie zwischen den Zähnen hervor, »ein halbes Gehirn in seinem Kopf und merkt, dass das hier professionellist. Zugegeben, es ist nicht der Nadelstreifenanzug eines Bankers, aber es ist äußerst passend für eine Frau, die seinen Arsch bewachen soll.«

Reggie blieb sichtlich unbeeindruckt, und sie richtete sich wieder auf. »Herrgott noch mal, Reg, wer ist dieser Typ überhaupt – der Kronprinz von England?«

»Knapp daneben«, ließ sich eine Stimme von der Tür her vernehmen.

Nein. Lieber Gott, bitte nein. Ihr Herz hämmerte in einem wilden Wirbel gegen ihre Rippen, als sie sich ganz langsam umdrehte, immer noch gegen jede Hoffnung hoffend, dass die Ohren ihr einen Streich gespielt hatten.

Hatten sie nicht. Es