: Jessica Clare
: Wild Games - Ein verführerisches Spiel Roman
: Verlagsgruppe Lübbe GmbH& Co. KG
: 9783732589456
: Wild-Games-Reihe
: 1
: CHF 4.50
:
: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German
: 368
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB

Kandis Thornton braucht Geld, viel Geld. Sonst verliert ihre spielsüchtige Mutter ihr Haus ... und zieht bei Kandis ein. Daher ist ihr jedes Mittel recht, um die Reality-ShowHouse Guests für sich zu entscheiden. Mit dabei ist Charmeur Brodi Short, der in Hollywood groß rauskommen will und seine Chance wittert. Auch er kennt alle schmutzigen Tricks - und er hat ein Auge auf Kandis geworfen. Deren Widerstand gerät bald ins Wanken, denn Brodi kann nicht nur Sprüche klopfen ...

Unwiderstehliche Romance bei beHEARTBEAT - Herzklopfen garantiert.



Jessica Clare lebt mit ihrem Mann in Texas. Ihre freie Zeit verbringt sie mit Schreiben, Lesen, Schreiben, Videospielen und noch mehr Schreiben. Ihre Serie"Perfect Passion" schaffte den Sprung auf die Bestseller-Listen der New York Times, der USA Today und des Spiegel.

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»Diesmal wird alles anders.« – Brody Short beim Vorabinterview

Als ich bei der Gepäckausgabe ankam, entdeckte ich sofort den gelangweilt blickenden Mann mit dem Pappschild, auf das der Name Candice Thornton gekritzelt war.

Offensichtlich war er alles andere als begeistert darüber, dass man ihn geschickt hatte, mich abzuholen.

Ich griff mir meine Reisetasche vom Gepäckband und ging zu ihm. »Hi. Sind Sie vom Sender?«

Seine Aufmerksamkeit richtete sich auf mich. »Sie sind Candice?«

»Ja. Kandis. Sie haben meinen Namen falsch geschrieben, aber er wird gleich ausgesprochen.« Ich lächelte ihn zaghaft an.

Zu meiner Überraschung verdrehte er die Augen. »Regen Sie sich nicht künstlich auf. Sie sind es, okay?«

»Äh, ja.« Was für ein Blödmann.

»Dann kommen Sie. Wir haben einen engen Zeitplan.« Er klemmte sich das Pappschild unter den Arm und schrieb mit flinkem Daumen eine SMS, während er zum Ausgang des Flughafens lief. Er achtete nicht mal darauf, ob ich ihm folgte.

Ich blickte mich noch mal zu den vielen Reisenden um, trabte dann jedoch hinter ihm her. »Könnten Sie sich bitte als Mitarbeiter des Senders ausweisen? Ich will nicht zu einem fremden Mann ins Auto steigen, verstehen Sie?«

Seufzend zückte er einen Dienstausweis. JTV NETWORKS. JIMMY NELSON, Assistent, House Guests, stand darauf. »Können wir jetzt endlich? Wir müssen in den nächsten fünf Minuten vom Flughafen weg sein. Die anderen Kandidaten landen im Halbstundentakt, und Ihr Flieger hatte Verspätung. Wenn wir also nicht bald von hier wegkommen, werden Sie disqualifiziert.«

»Oh.« Ich hängte mir schleunigst meine Tasche um. »Nein, ich will bei der Sendung mitmachen. Also los.« Jetzt hatte ich es so eilig, dass ich ihn sogar überholte.

Er nahm mir die Tasche ab, bevor wir in den schwarzen Wagen einstiegen, der am Bordstein wartete. Mit einem Fahrer – wie schick! Jimmy stieg vorne ein, sodass ich nach hinten musste. Ich glitt auf die Rückbank, zog die Tür zu, und wir fuhren los.

Nach einem Moment hörte Jimmy auf zu schreiben und drehte sich zu mir um. »Also. Mactor?«

Ich runzelte die Stirn. »Wie bitte?«

»Sind Sie eine Mactor?«

»Ich … weiß nicht, was das ist.«

»Wir bekommen für die Sendung drei Arten Leute: Superfans, Mactors und abgebrannte Tussen. Superfans sind die Leute, die praktisch für die Show leben und nonstop belangloses Zeug daraus zitieren. Da Sie mich noch nicht gefragt haben, ob ich Jordache aus dem letzten Jahr persönlich begegnet bin, sind Sie wohl kein Superfan. Bl