: Jessica Clare
: Wild Games - In einer heißen Nacht Roman
: Verlagsgruppe Lübbe GmbH& Co. KG
: 9783732589432
: Wild-Games-Reihe
: 1
: CHF 0.90
:
: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German
: 304
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB

Undercover bei einer Reality-Show mitmachen oder den Job verlieren - Journalistin Abby hat die Qual der Wahl. Zähneknirschend erklärt sie sich bereit, beim Fernsehen hinter den Kulissen zu recherchieren. Kurz darauf findet sie sich in einem knappen Bikini auf einer einsamen Insel wieder, umgeben von lauter hemmungslos ehrgeizigen und rücksichtslosen Kandidaten. Der Schlimmste von ihnen ist Dean Woodall. Er ist arroganter, aggressiver und stärker als alle anderen. Aber leider auch richtig heiß. Er treibt Abby in den Wahnsinn - spätestens, als er sie vor laufender Kamera küsst ...

Romance, die Spaß macht. beHEARTBEAT - Herzklopfen garantiert.

1


Ich freue mich auf den Wettbewerb. Gegen die Kräfte der Natur anzutreten … und gegen die Mitspieler. Ob ich mit den Frauen flirten werde? Wenn es mich dem Sieg näher bringt, ja, aber ich bin nicht unbedingt darauf aus, eine kennenzulernen. Ich bin darauf aus zu gewinnen. – Vorabinterview mit Dean Woodall

In den vier Jahren, die ich bei derMedia Week schon arbeitete, hatte ich meine Chefin noch nie freundlich erlebt. Ich dachte immer, dass sie allenfalls mal lächelt, wenn sie Kündigungsbriefe unterschreibt. Und als ich ihr Büro betrat und auf einmal so viele von ihren weißen Zähnen sah, war mir das gleich ein bisschen unheimlich.

»Hallo Abigail«, flötete sie. »Wie nett, Sie mal wiederzusehen.« Sie führte mich am Ellbogen in den Raum und schloss die Tür.

Noch so ein ominöses Zeichen: mein kompletter Vorname. Meine Freunde nennen mich Abby. Meine Chefin? Sie nannte mich nur Abby, wenn … tja, wenn ich so darüber nachdenke, hatte sie mich noch nie Abby genannt.

In ihrem Büro saß ein Besucher, ein Mann, der den breitkrempigen Hut eines Abenteurers in der Hand hielt. Er trug ein abgenutztes Safarihemd und grinste mich an, sodass mich noch mehr weiße Zähne anblitzten.

So viele Zähne. Ich war eindeutig in Schwierigkeiten.

»Hi«, grüßte ich. Nicht sehr originell, aber ich wusste nicht, was ich sonst hätte sagen sollen. Dann ließ ich mich auf einen freien Sessel fallen und wischte mir die feuchten Handflächen an der Jeans ab. »Worum geht’s?«

Jeannie begab sich hinter den Schreibtisch, ihre Absätze klapperten auf dem Fliesenboden. Elegant ließ sie sich nieder und schwang mit dem Sessel herum, um mich mit vor sich gefalteten Händen anzublicken. »Abigail, ich habe Sie kommen lassen, weil … wir vielleicht eine interessante Aufgabe für Sie haben«, sagte sie nach einem schnellen Blick zu dem Besucher. »Wie viel haben Sie derzeit zu tun?«

Ach du Schreck. Wenn die Chefin eine »interessante« Aufgabe für mich hatte, dann stand mir was bevor. Dennoch lächelte ich und tat überlastet. »Ich habe zwei redaktionelle Beiträge in Arbeit und die beiden Doppelseiten für den Modeartikel nächste Woche …«

Sie winkte ab. »Ach, dieses Zeug? Gott sei Dank. Dann können wir Sie an etwas Wichtigeres setzen. Mr. Matlock wird mit Ihnen zusammen an der Aufgabe arbeiten.«

Der Besucher sah zu mir herüber, und ich hätte schwören können, er checkte meine Beine ab. »Sie wäre gut, denke ich. Scheint ausreichend in Form zu sein, jung und halbwegs attraktiv.«

»Halbwegs? Sie Schmeichler«, warf ich spontan ein. »Ich wette, das sagen Sie zu allen Frauen.«

Zu meiner Erleichterung lachte er. »Und sie hat Persönlichkeit. Noch besser.«

Wieso war meine äußere Erscheinung überhaupt ein Kriterium für die Aufgabe? Ich schrieb Buchrezensionen für eine Illustrierte