: Pippa Watson, Mirjam Müntefering
: Sommerglück auf vier Pfoten Roman
: Verlagsgruppe Lübbe GmbH& Co. KG
: 9783732586196
: Vier Pfoten und die Liebe | Die schönsten Liebes- und Tiergeschichten
: 1
: CHF 0.90
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: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German
: 349
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB

Die feine Nase ihres Personenspürhunds Charles hat Gemma schon oft geholfen, verschwundene Menschen wiederzufinden. Bei einem ihrer Einsätze lernt die alleinerziehende Mutter Pete kennen. Der erfolgreiche Landschaftsmaler ist nicht nur sympathisch, sondern zufällig auch das Idol ihrer besten Freundin Joline. Was für eine Gelegenheit! Denn Joline ist schon seit Ewigkeiten Single, und Gemma wittert die Chance, die beiden zu verkuppeln. Wie passend, dass auch in Gemmas Leben der attraktive Lenny auftaucht. Alles scheint perfekt. Doch Herzen wollen ihren eigenen Weg wählen ...

Mirjam Müntefering, Autorin von »Hund aufs Herz« und der »Kalle und Kasimir«-Reihe, schreibt als Pippa Watson einen Sommerroman zum Wohlfühlen und Wegträumen! Wer Hunde mag, wird dieses Buch lieben!

Alle Romane dieser Reihe sind in sich abgeschlossen und können unabhängig voneinander gelesen werden. Wir haben die Geschichten sorgsam für dich ausgewählt. Für alle Tierfreunde und Leserinnen und Leser von wunderschönen Liebesromanen mit Herz und Pfote.

eBo ks von beHEARTBEAT - Herzklopfen garantiert.



<p>Pippa Watson, Jahrgang 1969, lebt in Nordrhein-Westfalen auf dem Land, ist aber seit ihrer Kindheit innig mit Großbritannien verbunden. So oft wie möglich streift sie mit ihren Hunden durch die Landschaft der romantisch rauen Küsten und traumhaften Gärten. Besonders die Herzlichkeit und die große Tierliebe der Briten nehmen die Autorin immer wieder für die Menschen dort ein. Und so liebt sie es, die Welt zwischen Cream Tea und Linksverkehr auch in ihren Romanen lebendig werden zu lassen.</p><p>< br></p>

1. Gemma


»Mrs. Campbell?! Ach, wie gut, dass Sie da sind!«

Ich will gerade durch die Eingangspforte des Kindergartens Farnham Castle gehen, als mich jemand von der Seite anspricht. Es ist ein Uniformierter mit ergrauendem Bürstenschnitt.

»Ich bin Police Inspector Miller.«

Wir reichen uns die Hände.

»Hab gerade noch einen Funkspruch an die Mannschaft abgesetzt.«

Er deutet zu den beiden Dienstwagen hinüber, die auf der anderen Straßenseite geparkt sind. Von weiteren Einsatzkräften ist jedoch nichts zu sehen.

»Meine Leute sind bereits mit der Suche beschäftigt«, erklärt PI Miller mir, meinen Blick richtig deutend. »Aber sie können natürlich nicht leisten, was wir uns von Ihnen erhoffen.«

Er schaut an mir vorbei zu meinem Kastenwagen, den ich auf dem kleinen Parkplatz im Schatten einer Kastanie abgestellt habe.

»Sind die Hunde da drin?«

»Ich habe nur meinen eigenen Hund dabei, Charles, einen English Springer. Er ist es gewohnt, im Auto zu warten, bis der Einsatz losgeht. Üblicherweise sind wir mindestens zu zweit. Aber es war keine Kollegin verfügbar. Und je früher wir mit der Suche beginnen, desto besser.«

»Definitiv! Wenn Sie mir bitte folgen würden?!«

Er führt mich hinein in den kleinen, lang gestreckten Bungalow, dessen Fenster mit Fingerfarbe verschönert sind.

Das Linoleum quietscht unter unseren Schritten, als wir durch den Eingangsbereich eilen. An den Wänden stehen winzige Bänke, mit jeder Menge kleiner Schuhe darunter und bunter Jäckchen darüber, die an Kleiderhaken mit hübschen Motiven hängen.

»Timothy hat seine Straßenschuhe und seine Jacke angezogen«, erklärt PI Miller mir und deutet im Vorbeigehen kurz auf einen leeren Platz, über dem ein kleines Schild mit einem Schneemann auf blauem Grund zu sehen ist. »Er muss die Einrichtung verlassen haben. Alle umliegenden Polizeiwachen sind informiert. Es gibt keinerlei Hinweise auf ein Kind, das allein durch die Straßen läuft.«

»Hier drinnen haben Sie alles abgesucht?«, erkundige ich mich und werfe einen Blick aus einem Flurfenster, an dem wir vorbeikommen.

Dort draußen spielen Dutzende Kinder. In einem großen Sandkasten, in Abenteuerbuden und auf Schaukeln. Zwischen ihnen sitzen oder stehen Kindergärtnerinnen, die sie beaufsichtigen. Es sieht aus wie in jeder anderen Tagesstätte um diese Tageszeit. Mit dem Unterschied, dass sich hier, unbemerkt von all den anderen Kindern, gerade ein kleines Drama abspielt. Ein Drama, das hoffentlich einen guten Ausgang nehmen wird.

»Ja, wir haben die Toilettenräume durchsucht, jeden Schrank und jede Abstellkammer. Auch draußen jeden Winkel abgegrast.«

PI Miller klopft energisch an eine Tür zu unserer Rechten und öffnet sie sogleich.

Es ist das Büro der Leiterin der Einrichtung. In der kleinen Sitzecke springen zwei Frauen von den durchgesessenen Polstern auf.

»Mrs. Campbell ist da«, erklärt der Polizist und stellt mir die beiden dann vor. »Mrs. Ford, die Leiterin des Kindergartens, und Mrs. Buck, Timothys Mutter.«

»Gut, dass Sie so schnell kommen konnten«, sagt Mrs. Ford.

Wir nicken uns zu.

Sie ist etwa in meinem Alter, also Anfang bis Mitte vierzig, und sicher hat sie schon einige knifflige Lagen in ihrer Funktion als Leiterin eines Kindergartens erlebt. Ihre betont aufrechte Haltung und ihr beherrschtes Atmen zeigen mir, dass sie sich jedoch der Brisanz der jetzigen Situation v