: Andreas Schlüter
: Survival - Der Schrei des Affen Band 6
: Fischer Sauerländer Verlag
: 9783733652043
: Survival
: 1
: CHF 10.00
:
: Kinderbücher bis 11 Jahre
: German
: 240
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Band 6 der erfolgreichen Abenteuerserie: actionreich und atemberaubend spannend! Verloren im Regenwald von Peru stehen Mike, Elly, Matti und Gabriel vor einer schweren Aufgabe: Sie müssen nicht nur sich selbst retten, sondern auch zwei kleine Kinder zurück zu ihrem Volk bringen, das von skrupellosen Goldsuchern gefangen genommen wurde. Die Banditen sind auf der Jagd nach einem geheimen Schatz der Inka. Der liegt in einer völlig überwachsenen Ruine und wird von einer Bande wütender Affen bewacht. Die vier Freunde begeben sich in höchste Gefahr, um die Gefangenen zu befreien und das Geheimnis des Schatzes zu lüften. Bedrohliche Tiere, gemeine Verbrechen und gnadenlose Naturgewalten: Ein weiteres actionreiches Survival-Abenteuer im Urwald! Mit vielen coolen Survival-Tipps und -Tricks! Alle Bände der Serie: Band 1: Survival - Verloren am Amazonas Band 2: Survival - Der Schatten des Jaguars Band 3: Survival - Im Auge des Alligators Band 4: Survival - Unter Piranhas Band 5: Survival - Im Netz der Spinne Band 6: Survival - Der Schrei des Affen Band 7: Survival - Von Haien umzingelt Band 8: Survival - In den Krallen des Leguans Serie bei Antolin gelistet

Bevor Andreas Schlüter, geboren 1958, mit dem Schreiben von Kinder- und Jugendbüchern begann, leitete er Kinder- und Jugendgruppen und arbeitete als Journalist und Redakteur. 1994 feierte er mit dem Kinderroman »Level 4 - Die Stadt der Kinder« einen fulminanten Erfolg. Seit über dreißig Jahren ist er als Autor tätig.

Eine aufregende Nacht


Da die Gruppe bei ihrer Wanderung nicht weit gekommen war, diskutierten Matti, Elly, Mike und Gabriel kurz, ob sie diese Nacht nicht doch noch in dem Hüttendorf hätten verbringen sollen. Doch am Ende waren sie sich einig, richtig entschieden zu haben. Obwohl sie immer zuversichtlicher wurden, dass sie sich vielleicht doch nicht in unmittelbarer Nähe eines illegalen Drogencamps befanden, bestand zumindest noch die Möglichkeit und damit die Gefahr, plötzlich auf Banditen zu treffen.

Doch Mike dachte in diesem Moment nicht mehr darüber nach. Ihm gefiel es, am Lagerfeuer zu sitzen, das Gabriel soeben angezündet hatte. Und Elly hatte sich als geschickte Schlangenjägerin erwiesen.

»Schlangen können ihre Körpertemperatur nicht regeln«, hatte sie am Nachmittag aus Mikes Survival-Buch vorgelesen. »Das heißt, von Zeit zu Zeit müssen sie sich in die Sonne legen, um sich aufzuwärmen. Und: Manche Arten legen ihre Jungen in Höhlenverstecke. Dort ist es für den Nachwuchs aber zu kalt. Wisst ihr, was die Mutterschlange dann macht?«

Natürlich hatte es niemand gewusst. Und Elly hatte weiter doziert: »Dann legt sie sich sehr lange in die heiße Sonne, lädt sich richtig mit Hitze auf, kriecht zu ihren Jungen in die Höhle, umschlingt sie ganz fest und gibt die aufgestaute Körperwärme an die Kinder ab. Irre, oder? Die Mutterschlange fungiert mit ihrem eigenen Körper als Heizung!«

Das fanden auch die anderen faszinierend.

»Aber damit nicht genug«, berichtete Elly weiter. »Heizt die Mutterschlange sich selbst auf mehr als 40 Grad auf, stirbt sie. Sie lässt sich bis an die Grenze ihrer Belastbarkeit erhitzen, ehe sie zu ihren Kindern kriecht.«

»Und was hat das damit zu tun, dass du eine Schlange fangen willst?«, hatte Gabriel nachgefragt.

»Ganz einfach!«, hatte Elly geantwortet. »Ich muss ein sonniges Plätzchen finden, eine Minilichtung. Einen kleinen Platz, wo die Sonne durch die Baumkronen hindurch direkt auf den Boden scheint. Dort ist die Wahrscheinlichkeit am größten, auf eine Schlange zu treffen.«

Elly hatte recht behalten, eine solche Stelle und nach einigem Suchen dort auch eine Schlange gefunden. Allerdings hatte sie es kaum übers Herz gebracht, diese zu töten. Aber es half nichts: Sie brauchten das Leder für die Schuhe und das Fleisch zum Essen. So war die Natur eben, tröstete sie sich. Das gesamte Ökosystem der Erde basierte darauf, dass ein Tier das andere fraß. In diesem Zusammenhang war der Mensch nichts anderes als ein Säugetier, das sich in dieses Ökosystem einfügte.

Weder Elly noch die anderen wussten genau, welche Schlangenart sie da aufgespürt hatte. Aber sie waren einer solchen Schlange schon bei Davis Stamm begegnet und wussten daher, dass sie genießbar und ungiftig war. Dennoch hatten sie sich sehr schwer getan, sie zu erlegen. Gabriel hatte es am Nachmittag zwar tatsächlich geschafft, zwei Bogen und einige Pfeile herzustellen, aber als Elly die Schlange entdeckte, wussten sie nicht,