Minderjährige Geflüchtete in der Jugendhilfe
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Dorothea Zimmermann, Silke Birgitta Gahleitner, Marilena de Andrade, Conny Bredereck, Adrian Golatka
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Minderjährige Geflüchtete in der Jugendhilfe
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Vandenhoeck& Ruprecht Unipress
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9783647406794
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Fluchtaspekte
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1
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CHF 15.30
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Angewandte Psychologie
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German
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107
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Wasserzeichen/DRM
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PC/MAC/eReader/Tablet
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PDF
In den letzten Jahren haben viele Menschen aus konflikthaften Regionen Zuflucht in Deutschland gesucht. Minderjährige unbegleitete wie begleitete Geflüchtete stellen dabei eine besonders vulnerable und gleichzeitig hoffnungsvolle Zielgruppe dar. Was brauchen die Kinder und Jugendlichen, um in Deutschland anzukommen? Gelungene Unterstützung führt nachweislich zu gelungenen Integrationsprozessen. Für eine adäquate Lebensbewältigung im neuen Lebenskontext und die vielen daraus erwachsenden Orientierungs-, Planungs-, Entscheidungs- und Reflexionsanforderungen werden daher gerade für diese Gruppe Unterstützungsleistungen benötigt, die - bei gelungener Hilfe zur Selbsthilfe - zu einer erfolgreichen Integration führen können. Orientierungslosigkeit und unsicherer Aufenthalt bergen dagegen Gefahren von Exklusion und Belastung. Auch Eltern begleiteter minderjähriger Geflüchteter brauchen Unterstützung, um in der Situation des Ankommens, der Neuorientierung und zahlreicher anderer Aufgaben ihren Kindern angemessene Hilfen verschaffen zu können. Aktuellen Studien zufolge besteht ein hoher Bedarf an psychosozialer Qualifizierung für die in diesem Bereich Tätigen. Der Band gibt entlang dieser Bedarfe einen Einblick in die Möglichkeiten und Grenzen der Kinder- und Jugendhilfe als Unterstützungsinstanz.
Dorothea Zimmermann, Diplom-Psychologin, Psychologische Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin Supervisorin und Traumatherapeutin, ist Geschäftsführerin bei Wildwasser e. V. in Berlin. Sie ist Mitinitiatorin und langjähriger Vorstand von BIG (Berliner Initiative gegen Gewalt gegen Frauen). Sie engagiert sich in der Fortbildungsarbeit zu sexueller und häuslicher Gewalt, Kinderschutz, interkultureller (Eltern-)Arbeit, selbstschädigendem Verhalten, Trauma, Flucht und Gewalt.
Title Page
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Copyright
5
Table of Contents
6
Geleitwort der Autoren und Autorinnen sowie der Reihenherausgeberinnen
8
1 Minderjährige Geflüchtete in Deutschland: Mythen, Daten und Fakten
12
1.1 Gesellschaftlicher Kontext
12
1.2 Daten und Fakten
14
1.3 Unbegleitete minderjährige Geflüchtete
16
1.4 Begleitete minderjährige Geflüchtete
17
1.5 Ressourcen – häufig vergessen, missachtet oder funktionalisiert
20
2 Minderjährige Geflüchtete in der Kinder- und Jugendhilfe: Aufmerksamkeitslinien
23
2.1 »Dass man sich respektiert, dass man sich zuhört und dass man sich auch auf Augenhöhe begegnet«: Im Kontrast zur viktimisierenden Kultur« eine vertrauenswürdige Haltung ausstrahlen und leben
25
2.2 »Und das kann […], gerade zu Beginn, die Entstehung einer vertrauensvollen Beratungsbeziehung ganz schnell zerstören«: Die Herausforderung, Vertrauen zu schaffen
27
2.3 »Ich höre ihnen genau zu. Ich höre ihre Bedürfnisse und versuche, ihnen Orientierung zu geben«: Eine bindungskompetente professionelle Beziehung anbieten
29
2.4 »Wieso macht Deutschland das? Das kann ich nicht verstehen. […] Hilf mir. Mach doch was«: Traumapädagogische Alltagsunterstützung und -begleitung bieten
32
2.5 »Man hat da ja auch […] Stereotype im Kopf«: Transkulturelle Kompetenz als respektvoller, neugieriger Zugang
34
2.6 Resümee
36
3 Alles anders, alles gleich: Familienarbeit mit Geflüchtete im Jugendhilfesystem
39
3.1 Fallvignette
39
3.2 Ins Gespräch kommen
48
3.3Familienzusammenführung
56
4 Minderjährige Geflüchtete in der Schule
67
4.1 Herausforderungen für die Schülerinnen und Schüler
70
4.2 Rolle der Schule und Lehrkräfte
74
4.3 Was noch zu sagen bleibt
81
5 Empowerment, Partizipation und Selbstorganisation in der Kinder- und Jugendhilfe
84
5.1 Empowerment
84
5.2 Was passiert in Empowermenträumen?
87
5.3 Partizipation
89
5.4 Selbstorganisationen
90
6 Fazit
92
Literatur
94
Body
8