: Rosi Wallner, Margit Hellberg, Andreas Kufsteiner, Verena Kufsteiner
: Heimat-Roman Treueband 5 5 Romane in einem Sammelband
: Verlagsgruppe Lübbe GmbH& Co. KG
: 9783732582297
: Heimat-Roman Treueband
: 1
: CHF 5.40
:
: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German
: 320
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB

Lesen, was glücklich macht. Und das zum Sparpreis!
Seit Jahrzehnten erfreut sich das Genre des Heimat-Bergromans sehr großer Beliebtheit. Je hektischer unser Alltag ist, umso größer wird unsere Sehnsucht nach dem einfachen Leben, wo nur das Plätschern des Brunnens und der Gesang der Amsel die Feierabendstille unterbrechen.
Zwischenmenschliche Konflikte sind ebenso Thema wie Tradition, Bauernstolz und romantische heimliche Abenteuer. Ob es die schöne Magd ist oder der erfolgreiche Großbauer - die Liebe dieser Menschen wird von unseren beliebtesten und erfolgreichsten Autoren mit Gefühl und viel dramatischem Empfinden in Szene gesetzt.
Alle Geschichten werden mit solcher Intensität erzählt, dass sie niemanden unberührt lassen. Reisen Sie mit unseren Helden und Heldinnen in eine herrliche Bergwelt, die sich ihren Zauber bewahrt hat.
Dieser Sammelband enthält die folgenden Romane:
Alpengold 163: Die falsche Braut
Bergkristall 244: Wovon ihr Herz nichts wissen will
Der Bergdoktor 1683: Die heimliche Herrin vom Alpenhof
Der Bergdoktor 1684: Dr. Burger und eine traurige Liebe
Das Berghotel 100: Warten auf den Märchenprinzen
Der Inhalt dieses Sammelbands entspricht ca. 320 Taschenbuchseiten.
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Liane blickte gedankenverloren aus dem Fenster. Draußen lagen die Straßen und Hochhäuser von Wien, doch vor ihrem inneren Auge sah Liane etwas anderes: St. Christoph im Zillertal, den Ort, an dem sie aufgewachsen war und an den sie nun so bald schon zurückkehren würde. Sie sehnte sich so sehr nach ihrer Heimat, dass sie fast meinte, den Duft von Heu zu riechen und das leise Klingeln der Kuhglocken zu hören.

Die ersten achtzehn Jahre ihres Lebens hatte sie in Tirol verbracht und war dort glücklich gewesen. Erst vor drei Jahren war sie nach Wien gezogen, um zu studieren, und es verging kein Tag, an dem sie die Heimat nicht vermisste.

»Aber jetzt ist es nimmer lang«, flüsterte sie, und ihr Herz schlug höher.

Sie wandte sich vom Fenster ab. Es war noch viel zu tun, sie durfte ihre Zeit also nicht hier am Fenster vertrödeln. Energisch schob sie die Ärmel hoch und öffnete den Kleiderschrank. All die Kleiderstücke, die noch darin waren, wanderten sorgfältig zusammengefaltet in den großen Koffer, der auf dem Bett lag.

Nach getaner Arbeit blickte sie sich in ihrem WG-Zimmer um. Es sah ungewohnt aus, so kahl und leer. Die meisten ihrer persönlichen Gegenstände hatten ihre Eltern letzte Woche schon abgeholt. Nun gab es hier nur noch die klobigen Möbel, die schon bei ihrem Einzug hier gewesen waren und auch hier bleiben würden, außerdem den Koffer mit einigen Klamotten und den riesigen Haufen an Fachbüchern, Ordnern und Notizblöcken am Schreibtisch.

Liane stöhnte auf. Sie hatte all ihre Uni-Unterlagen hier aufgetürmt, um durchzusehen, was sie behalten wollte. Da lag noch einiges an Arbeit vor ihr.

Aber zuerst brauchte sie eine Stärkung. Sie verließ ihr Zimmer und lief über den Flur zur Küche, die sie sich mit ihren drei Mitbewohnern teilte.

Martin, der das Zimmer gegenüber von ihrem bewohnte, saß gerade auf einem der wackeligen Küchenstühle und trank Kaffee. Als er sie sah, erhellte sich sein Gesicht.

»Liane! Du schaust aus, als könntest du ein Kekserl vertragen. Was Süßes für meine Süße?«

Sie streckte ihm frech die Zunge heraus und lachte dann über den lahmen Spruch. Von Anfang an hatte Martin keinen Zweifel daran gelassen, dass sie ihm gefiel. Aber nachdem sie ihm klargemacht hatte, dass sie kein Interesse an einer Beziehung hatte, waren die ständigen patscherten Anmachsprüche zu einer Art Running Gag zwischen ihnen geworden.

»Findest du dich selbst etwa süß? Wenn ja, dann muss ich dankend ablehnen. Aber einen Keks nehm ich gern, und ein Häferl vom Kaffee, wenn ich darf.«

»Freilich! Alles, was du magst.« Er schenkte ihr was vom Kaffee ein.

Mit dem erbeuteten Haferkeks und ihrem Kaffee zog Liane sich wieder in ihr Zimmer zurück und setzte sich an den Schreibtisch. Das Aussortieren der Unterlagen ging ihr einfacher von der Hand als erwartet: Jedes Fachbuch und all ihre Notizen zu den Vorlesungen wanderte in die Kiste, die sie nach Hause mitnehmen würde. Schließlich war alles interessant und lehrreich und würde ihr in der Zukunft gewiss von Nutzen sein, wenn sie etwas nachschlagen wollte – nämlich dann, wenn sie auf dem Gestüt ihrer Eltern arbeiten und e