: Marliese Arold
: Der magische 8. Tag (Band 4) Riskante Mission
: KARIBU
: 9783961291335
: 8. Tag
: 1
: CHF 8.90
:
: Kinderbücher bis 11 Jahre
: German
: 240
: kein Kopierschutz
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Band 4 Alarmstufe Rot für Laura und ihre Freunde! Die Firma TEMP ist hinter das Geheimnis der Zeit gekommen. Vergangenheit und Zukunft beginnen sich zu vermischen. Das totale Chaos droht - nicht nur der Welt des magischen 8. Tages. Laura und die anderen Auserwählten kämpfen gegen Bernd Asshoff und seine skrupellosen Machenschaften. Da gerät Lauras Freundin Olivia zwischen die Fronten und wird lebensgefährlich verletzt. Kann Merle ihr mit ihrer Lazarus-Gabe helfen? Die Lage erscheint ausweglos. Während Lauras Eltern wieder zueinander finden, begibt sich ihr kleiner Bruder Elias in große Gefahr. Kann ausgerechnet er die Welt wieder ins Gleichgewicht bringen?

Marliese Arold, Jahrgang 1958, wollte schon als Kind Schriftstellerin werden. Aus Liebe zu Büchern wurde sie zunächst einmal Bibliothekarin. Seit 1983 ihre ersten eigenen Werke veröffentlicht wurden, arbeitet sie als freie Autorin. Ihre Bücher kennt man in über 20 Ländern. Sie hat zwei erwachsene Kinder und lebt mit ihrem Mann in Erlenbach am Main.

Überfall im Dschungel


Die Morgensonne stahl sich durch das Blattwerk der Bäume. Ringsum zwitscherten die Vögel. Weiter entfernt kreischten Affen in den Wipfeln. Mäxchen, das kleine Seidenäffchen, wäre am liebsten gleich losgestürmt, um mit seinen unbekannten Verwandten zu toben. Anouk erwischte das Tier gerade noch am Schwanz.

»Hiergeblieben, mein Lieber! Für dich ist es im Dschungel viel zu gefährlich!«

Mäxchen beschwerte sich schnatternd.

Laura öffnete die Augen. Ein Mückenstich auf der Stirn juckte unerträglich. Langsam richtete sie sich auf. Ihr Mund war trocken und fühlte sich verquollen an, ebenso wie die Augen. Allmählich kehrte die Erinnerung zurück.

Sie befanden sich im Dschungel der magischen Welt des achten Tages. Olivia und sie waren durch einen Riss zwischen den Welten von der Terrasse ihres Vaters hierherkatapultiert worden – in eine Wildnis, in der gefährliche Tiere und nicht minder gefährliche Pflanzen existierten. Dort waren sie auf Magister Horatius gestoßen. Der Alte hatte sich im Dschungel verirrt und war völlig hilflos. Zum Glück hatten sie Max Schirmer getroffen, der ihnen geholfen hatte, obwohl er für die FirmaTEMP arbeitete.

Laura stöhnte leise.TEMP! Die Firma war der gefährlichste Gegner der magischen Welt. Magister Horatius hatte das Geheimnis der Zeit geknackt und diese Welt geschaffen, und jetzt drohte sein Wissen in die falschen Hände zu geraten. Die Leute vonTEMP hatten bereits das Schloss der Ewigkeit gestürmt … Laura presste die Hände gegen die Schläfen. Hatten sie überhaupt eine Chance gegenTEMP?

Eine Hand packte sie am Arm. Laura zuckte zusammen und blickte zur Seite. Merle kniete neben ihr.

»Max ist weg«, sagte sie knapp.

Laura runzelte die Stirn. Sie erinnerte sich daran, dass ihr sein Fehlen während der Nacht ebenfalls aufgefallen war. Zunächst hatte sie gedacht, er hätte den Unterschlupf nur verlassen, weil er pinkeln musste.

»Du meinst … er ist ganz weg?«

Merle nickte. »Scheint so.« Sie streichelte nervös Brutus, ihre weiße Ratte, die auf ihrer Schulter herumkletterte.

»Vielleicht hat er sich verirrt«, murmelte Laura.

»Max? Der Fährten lesen kann? Der Einzige von uns, der weiß, wie man im Dschungel überlebt?« Merle schüttelte den Kopf. »Glaub ich nicht.«

In Lauras Kopf stiegen Schreckensbilder auf. Max, der im Sumpf gegen ein riesiges Krokodil kämpfte. Das aufgerissene Maul des Reptils. Die spitzen Zähne. Und der junge Mann dazwischen …

»Denkst du, er ist … tot?«, fragte Laura tonlos.

Merle schwieg und hob die Schultern.

Laura wollte aller Mut verlassen. Max war eine wertvolle Stütze gewesen. Er hatte Magister Horatius die meiste Zeit auf dem Rücken getragen, weil der Alte zu schwach war, um zu laufen.

»Es gibt noch eine andere Möglichkeit«, meinte Merle. »Vielleicht hat er seine Kumpel vonTEMP getroffen.«

Trotz der Schwüle, die im Dschungel herrschte, durchfuhr es Laura eiskalt. Max ein Verräter? Es hatte doch so ausgesehen, a