: Stella May
: Herzenspsychologie Roman
: R.G. Fischer Verlag
: 9783830118039
: 1
: CHF 8.90
:
: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German
: 382
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Klara ist frustriert: weit und breit ist kein Traumprinz in Sicht. Sie lebt schon seit fast zwei Jahren von ihrem Exmann getrennt und wäre bereit für eine neue Liebe. Dazu kommt noch der stressige Alltag mit ihren zwei Töchtern und ihrer Arbeit als Psychologin im Kranken haus. Manchmal weiß sie gar nicht, wo ihr der Kopf steht. Plötzlich tritt Paul in ihr Leben und bringt es ordentlich durcheinander. Ist er ihr Traumprinz? Oder vielleicht doch Peter, den sie fast zeitgleich kennen lernt? Nicht nur Klaras Herz fährt Achterbahn. Auch ihre Freundin Anne und ihre Kolleginnen Dana und Sandra sind mit Herzensangelegenheiten beschäftigt. Jede Menge turbulente Herzenspsychologie mit ungewissem Ausgang ...

Stella May, geboren 1971, lebt in Schwerin und arbeitet als psychologische Psychotherapeutin. Sie ist verheiratet und hat drei Kinder. Neben ihrer Arbeit betreibt sie noch einen Blog, 'chez-Stella', auf dem sie über all d

1. Kennenlernen


Das nächste Stück Schokolade wanderte wie von selbst in Klaras Mund. Sie ließ es genüsslich auf der Zunge zergehen. Das schlechte Gewissen und die Selbstvorwürfe würden sich erst später einstellen, wenn sie festgestellt hatte, dass sie mal wieder nicht, wie geplant, nach der Hälfte aufgehört hatte, sondern die Schokolade ganz aufgefuttert hatte. Klara saß vor dem Fernseher und sah zum x-ten Mal »Pretty woman«.

Sie hatte sturmfreie Bude, ihre beiden Töchter, Merle, sieben und Maja, elf Jahre alt, waren bei ihrem Ex, so dass sie sich nur um sich selbst kümmern musste. Sie genoss diese freien Wochenenden, auch wenn sie manchmal nicht recht wusste, was sie mit sich anfangen sollte. Die restlichen 12 Tage lief sie wie aufgezogen umher, ging arbeiten, kümmerte sich um die Kinder, machte den Haushalt und hatte höchstens abends kurz Zeit, die Füße hochzulegen und vor dem Fernseher einzuschlafen. Und alle vierzehn Tage waren die Kinder dann weg, es war Wochenende und sie hatte 48 Stunden Zeit für sich selbst.

Der Film war fast aus und Klara lächelte, weil gleich die Szene kommen würde, in der Richard Gere Julia Roberts mit der Limo abholte. Tief in ihrem Inneren war Klara eine Romantikerin, auch wenn sie das meist verdrängte, da ihr Alltag keinen Platz für Romantik ließ. Nur in den Filmen konnte sie so richtig dahinschmelzen und von dem wahren Prinzen träumen, der da draußen noch irgendwo auf sie wartete.

Der erste hatte sich j