: Astrid Leila Bust
: Weiblichkeit leben Die Hinwendung zum Femininen
: Ellert& Richter Verlag
: 9783831910205
: 1
: CHF 16.20
:
: Lebenshilfe, Alltag
: German
: 296
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Sich im Femininen neu entdecken - frei von Klischees und traditionellen Frauenrollen -, dafür liefert Leila Bust in ihrem neuen Buch eine überzeugende Anleitung. Die erfahrene Paar- und Sexualtherapeutin gibt ungewöhnliche und tiefenpsychologische Antworten auf die wesentlichen Frauenfragen. 'Die Zeit ist reif, dass wir Frauen uns auf uns selbst besinnen und unsere eigene Freiheit und Liebe erkennen', schreibt sie. 'Wer sich selbst nicht liebt und respektiert, kann nicht erwarten, dass der andere ihn liebt und respektiert.' Die Männerwelt haben die Frauen längst erobert. Nun geht es darum, die Frauenwelt zu revolutionieren! Leila Bust stellt eine neue Vision von Weiblichkeit vor und ermuntert dazu, sich auf Körperlichkeit, Weiblichkeit und Sexualität zu besinnen und sich dadurch im eigenen Körper wohl zufühlen. Eine Einladung für alle Frauen, die neugierig auf ihr Frausein sind und sich nicht mit vorgefertigten Antworten zufrieden geben, sondern sich selbst in ihrer Weiblichkeit erforschen wollen.

Astrid Leila Bust ist Dipl. Religionspädagogin und Systemische Paar- und Familientherapeutin. Sie entwickelte die Dakini-Frauentrainings und leitet seit 1995 zusammen mit Bjørn Thorsten Leimbach Partnerschaftsseminare sowie das 'Liebes- und Beziehungstraining'.

Die Vermännlichung der Frau


Die Frauen haben in den 1970er-Jahren Einzug gehalten in die bis dahin männlich dominierte Gesellschaft. Mit ihrer kämpferischen Energie haben sie eine Bewegung initiiert, die auf der politischen Ebene per Gesetz die Gleichstellung der Frau garantieren sollte. Mit Quotenregelung, Gleichstellungsgesetzen und öffentlich geförderten frauenspezifischen Angeboten haben sie dafür gesorgt, dass sich die Rolle der Frau in unserer Gesellschaft grundlegend verändert hat. Alte, längst überholte Denkstrukturen und festgelegte geschlechtsspezifische Verhaltensweisen wurden hinterfragt und aufgelöst. Die gesetzlich verankerte Gleichstellung der Frau führte dazu, dass sich eine Bewusstseinsveränderung unter Frauen, aber auch bei den Männern etablierte. Bis dato war die nicht hinterfragte klassische Rolle der Frau in der Regel auf die Erziehung der Kinder und fürsorgliche ehrenamtliche Tätigkeiten ausgerichtet. Die drei Ks – Kirche, Küche, Kinder –, die zur Identität jeder Frau gehörten, wurden jetzt abgelöst von drei neuen Ks: Karriere, Kampf und Kompromisslosigkeit.

Ihren vehementen Kampf fochten die Frauen mit den Waffen der Männer: Einsatz ihres messerscharfen Verstandes, fokussierte Willenskraft, Zielgerichtetheit und Schlagfertigkeit. Damit übernahmen sie die zuvor den Männern zugeschriebenen Qualitäten für die Frauenwelt. Die Übernahme und Verinnerlichung der männlichen Eigenschaften verdrängte die klassischen weiblichen Werte wie Einfühlungsvermögen, Hingabefähigkeit und H