: Andreas Schlüter
: Survival - Im Netz der Spinne Band 5
: Fischer Sauerländer Verlag
: 9783733651701
: Survival
: 1
: CHF 10.00
:
: Kinderbücher bis 11 Jahre
: German
: 256
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Band 5 der Abenteuerserie von Erfolgsautor Andreas Schlüter: actionreich und atemberaubend spannend! Nach ihrer Rettung aus dem brasilianischen Dschungel lässt Mike, Matti, Elly und Gabriel das Schicksal der Urwaldindianer keine Ruhe. Sie müssen den Banditen, die ihre Freunde bedrohen, das Handwerk legen! Doch als sie zurückreisen, passiert das Undenkbare: Ihr Hubschrauber wird entführt. Plötzlich finden sich die Kinder im Regenwald von Peru wieder! Überall lauern neue, unbekannte Gefahren! Und mitten in der Wildnis finden sie etwas, womit sie niemals gerechnet hätten ... Mit vielen coolen Survival-Tipps und -Tricks! Alle Bände der Serie: Band 1: Survival - Verloren am Amazonas Band 2: Survival - Der Schatten des Jaguars Band 3: Survival - Im Auge des Alligators Band 4: Survival - Unter Piranhas Band 5: Survival - Im Netz der Spinne Band 6: Survival - Der Schrei des Affen Band 7: Survival - Von Haien umzingelt Band 8: Survival - In den Krallen des Leguans Serie bei Antolin gelistet

Bevor Andreas Schlüter, geboren 1958, mit dem Schreiben von Kinder- und Jugendbüchern begann, leitete er Kinder- und Jugendgruppen und arbeitete als Journalist und Redakteur. 1994 feierte er mit dem Kinderroman »Level 4 - Die Stadt der Kinder« einen fulminanten Erfolg. Seit über dreißig Jahren ist er als Autor tätig.

Zuhause!


Mike erwachte durch ein Motorengeräusch.

Motorengeräusch? Hier? Dann waren Menschen in der Nähe! Menschen aus der Stadt! Ihre Rettung! Mike schreckte hoch, öffnete die Augen, sah sich um – und war verwirrt.

Er blickte nicht in zig meterhohe Baumkronen, war nicht umgeben von dichten, undurchdringlichen Büschen und Gestrüpp, lag nicht auf hartem, von Wurzeln durchzogenem Boden. Ihm krabbelten weder Käfer über die Beine noch schwirrten Insekten um seinen Kopf. Er hörte kein Krächzen, Schreien, Pfeifen, Piepsen, Rufen. Außer dem einen Motorengeräusch, das sich rasch entfernte, war es still.

Er saß aufrecht in einem weichen, sauberen Bett. Es roch ganz frisch.

Richtig, er war ja schon gerettet worden! Gemeinsam mit seiner Schwester Elly und seinen Freunden, den Brüdern Matheus und Gabriel.

Vor wenigen Tagen erst waren sie wieder zu Hause angekommen, aber noch immer träumte Mike jede Nacht vom Regenwald; von ihrem Absturz mit dem Flugzeug, ihrer Suche nach Nahrung, dem Sammeln von Beeren und anderen Früchten, von den Kämpfen mit Drogenhändlern, Goldsuchern und illegalen Holzfällern. Von Giftschlangen und Kaimanen, von gefährlichen Spinnen und gerösteten Termiten. Von Indigenen, die sie gerettet und mit denen sie sich angefreundet hatten; und die dann überfallen worden waren, fliehen mussten … getötet wurden. Davi, zum Beispiel, der stets freundliche, immer fröhlich lachende Junge eines nahezu unkontaktierten Volkes, ohne den Mike jetzt nicht hier in seinem frisch bezogenen Bett sitzen würde …

Mike stand auf, schaute aus seinem Fenster und war für einen Moment erstaunt, nicht im Parterre auf einen Parkplatz zu blicken. Das war sein altes Zuhause gewesen, in Deutschland. Dieses neue Zuhause war ihm noch immer fremd. Nur wenige Tage, nachdem er und seine Schwester Elly zu ihrem Vater nach Manaus gekommen waren, hatten sie ihren verhängnisvollen Rundflug unternommen. Mike war noch gar nicht dazu gekommen, sich im neuen Haus einzuleben, geschweige denn, seine Kartons auszupacken, die noch immer gestapelt an der kahlen, weißen Wand rechts von ihm standen. Genau dort, wo die Möbelpacker sie abgestellt hatten.

Drei Monate war das jetzt her, wie er nach seiner Rückkehr erfahren hatte. Während ihres Überlebenskampfes hatten sie jegliches Zeitgefühl verloren.