: Wolfgang Brezinka
: Vom Erziehen zur Kritik der Pädagogik Erfahrungen aus Deutschland und Österreich
: Böhlau Verlag
: 9783205231707
: 1
: CHF 36.10
:
: Biographien, Autobiographien
: German
: 421
: Wasserzeichen/DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF
Wolfgang Brezinka wurde etwa ab 1970 zum international bekanntesten deutschsprachigen Erziehungswissenschaftler seiner Generation. Seine Bücher sind bisher in elf Sprachen übersetzt worden, darunter ins Chinesische, Japanische, Koreanische und Persische. Hier schildert er als Zeitzeuge die Erlebnisse der Kriegs - und Nachkriegszeit, die ihn über frühe Erziehungspraxis zur Jugendpsychologie und Pädagogik als Berufsfeld geführt haben. Vor dem Hintergrund der Kulturgeschichte des 20. Jahrhunderts wird beispielhaft der Aufstieg der Pädagogik von einem ärmlichen Nebenfach zu einem fragwürdigen Massenfach moderner Universitäten kritisch beleuchtet. Man erfährt, wie aus Zweifeln am wissenschaftlichen Wert und praktischen Nutzen dieses Sammelsuriums Brezinkas erziehungstheoretisches Lebenswerk entstanden ist. Es hat durch Klarheit und Lebensnähe die Erziehungswissenschaft ebenso bereichert wie die Philosophie der Erziehung und die Praktische Pädagogik.

Wolfgang Brezinka, 1928-2020, gehörte international zu den bekanntesten Erziehungswissenschaftlern der Gegenwart. Nach sozialpädagogischer Praxis studierte er Philosophie, Psychologie und Pädagogik und promovierte 1951 an der Universität Innsbruck. Es folgten vier Jahre heilpädagogische Praxis und Forschung am Institut für Vergleichende Erziehungswissenschaft in Salzburg. 1954 Habilitation für Pädagogik in Innsbruck. 1957/58 sozialpsychologische und soziologische Studien als Forschungsstipendiat an den Universitäten Columbia und Harvard (USA). 1958-1960 Professor und Rektor der Pädagogischen Hochschule Würzburg. 1960-1967 Professor für Erziehungswissenschaft an der Universität Innsbruck, dann bis 1996 an der Universität Konstanz. Seit 1992 Mitglied der österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien. Autor von 20 Büchern, die in 11 Fremdsprachen verbreitet sind. Dr. phil. h.c. der Technischen Universität Braunschweig, Dr. pad h. c. der Universitá Cattolica Milano.
Cover1
Title Page4
Copyright5
Table of Contents12
Body16
VORWORT6
1. HERKUNFT UND JUGEND (1928–1946)16
Eltern16
Kindheit und Schuljahre19
Katholische Wurzeln25
Hitler-Jugend29
Untergang des Deutschen Reiches, Trauer, neuer Anfang45
2. STUDIENJAHRE IN ÖSTERREICH (1946–1951)66
Erste Kontakte68
Im Fürsterzbischöflichen Priesterseminar Salzburg72
Studium der Philosophie und Pädagogik an derTheologischen Fakultät Salzburg (1946–1949)80
Ferien und Arbeit zwischen Osttirolund Bregenzerwald89
Doktorats-Studium der Philosophie, Psychologie und Psychiatriean der Universität Innsbruck (1949–1951)99
Dissertation100
Studienverlauf und Promotion101
Mitarbeit in der Hochschulgemeinde108
3. ERSTE BERUFSJAHRE IM INSTITUT FÜRVERGLEICHENDE ERZIEHUNGSWISSENSCHAFT SALZBURG (1951–1955)112
Wissenschaftlicher Assistent bei Prof. Friedrich Schneider(1951–1953)117
Psychodiagnostik und Erziehungsberatung123
Pädagogische Kongresse, Caritas Internationalis, Jugendhilfe126
Lexikon der Pädagogik129
Lehrtätigkeit130
Abteilungsleiter für Heilpädagogik und Jugendkunde (1953–1955)134
Erziehungsberatungsstelle und Heilpädagogische Stationim Kinderspital (1953/54)135
Habilitation für Pädagogik an der Universität Innsbruck (1954)139
Internationale Werktagung „Erziehung als Beruf “ (1954)142
Wende von der Heilpädagogik zur Allgemeinen Pädagogikals Lebensaufgabe144
4. PRIVATGELEHRTER IN HALLEIN UNDDOZENT IN INNSBRUCK (1955–1958)152
Konzentration auf das erste Buch „Erziehung als Lebenshilfe“153
Erste Vorlesungen in Innsbruck159
Vorträge, Aufsätze, Europäisches Seminar der UNO160
Die erste Konferenz der österreichischen Universitätspädagogen 1957166
Forschungsstipendiat in den USA: Columbia und Harvard-University (1957/58)169
Wissenschaftliche Hilfskraft und kurze Schulpraxis178
„Summer School of the University of Vienna“am Wolfgangsee (1958–1962)180
5. PROFESSOR FÜR PÄDAGOGIK UND VORSTANDDER PÄDAGOGISCHEN HOCHSCHULE WÜRZBURG DER UNIVERSITÄT WÜRZBURG (1958–1960)184
Antrittsrede über „Aufgaben und Probleme derPädagogischen Hochschule in Bayern“ (1959)190
Kontroverse über „Wissenschaft und Konfession im Rahmen der bayerischen Lehrerbildung“ (1959)194
Lehrfächer und Personalsorgen199
Vorträge und Publikationen/„Erziehung – Kunst des Möglichen“214
Pädagogische Hilfe für Südtirol217
Berufungen an die Universitäten Hamburg, Innsbruck und Marburg225
Rechenschaftsbericht und Abschied235
6. PROFESSOR FÜR PÄDAGOGIK AN DERUNIVERSITÄT INNSBRUCK (1960–1967)244
Ausgangslage: Beginn am Nullpunkt246
Antrittsvorlesung, Arbeitspläne und Differenzierung der Pädagogik251
Arbeitsfelder: Jugendhilfe, Schulpädagogik und Lehrerbildung258
Analyse und Kritik der österreichischenSchulgesetzgebung von 1962365
Schulforschung für das Unterrichtsministerium und die OECD268
Berufung an die Universität Tübingen 1962, Bleibe-Verhandlungen und Bemühungen um Ausbau der Erziehungswissenschaft271
Autor und Mitherausgeber der „Zeitschrift für Pädagogik“277
Anmerkungen zu Rudolf Lochners kritischer Prinzipiengeschichteder Erziehungswissenschaft: 1965280
„Die Krise der wissenschaftlichen Pädagogik im Spiegel neuerLehrbücher“: 1966287
Der sogenannte „Positivismusstreit“ in der deutschen Pädagogik292
Konferenzen und wissenschaftliche Gesellschaften296
Berufungskommissionen für neue Universitäten in Salzburgund Regensburg304
Begabtensuche für das Studium der Pädagogik und dieakademische Lehrerbildung313
Habilitationsbewerber und Lehrbeauftragte324
Vorträge und Schriften331
Bestrebungen des Unterrichtsministeriums zum Ausbauder Pädagogik an den Universitäten 1964–1967339
Sabotage des Ausbaues durch diePhilosophische Fakultät 1965–1967345
Kraftquellen353
Berufungen an die Universitäten München und Konstanz 1966356
Letzte Bemühungen und Weggang nach Konstanz 1967364
NACHWORT372
ANHANG: DENKSCHRIFT ÜBER EIN FORSCHUNGSZENTRUMFÜR ERZIEHUNGSWISSENSCHAFT AN DER UNIVERSITÄTINNSBRUCK (1965)374
LITERATURVERZEICHNIS382
PERSONENREGISTER15