: Heike Kleen
: Jung war ich früher, jetzt will ich nur noch so aussehen Lässig durch die Lebensmitte – eine Aufbaukur - Tiefenwirksame Tipps mit Soforteffekt
: Heyne Verlag
: 9783641230586
: 1
: CHF 12.60
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: Biographien, Autobiographien
: German
: 256
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Älter werden und jung bleiben – das Beste kommt erst noch!

Der Haaransatz ist plötzlich grau und die Inhaltsstoffe der Anti-Falten-Creme sind ohne Lesebrille nicht mehr zu entziffern? Jetzt bloß nicht verzweifeln und ein bemühtes Lächeln aufsetzen, sondern lässig, stilvoll und selbstbewusst bleiben!

Wieviel Hyaluronsäure braucht es wirklich, um die Lebensmitte stark, mutig und glücklich zu meistern? Oder anders gefragt: Wie können wir älter werden und cool bleiben? Um das herauszufinden, hat Heike Kleen Rat von Expertinnen eingeholt, gängige Schönheitsideale hinterfragt und sich starken und zeitlos schönen Frauen an die Fersen geheftet, um deren Geheimnis zu lüften.

Soviel sei verraten: Es zählen die inneren Werte – aber es schadet nicht, sie bestmöglich zu verpacken!

Mit Tipps von Dermatologin Dr. Susanne Steinkraus, Star-Visagistin Serena Goldenbaum, Psychologin Stefanie Stahl, Sexologin Ann-Marlene Henning und vielen anderen.

Heike Kleen, 1975 in Bremen geboren, ist Germanistin und Politikwissenschaftlerin. Sie schreibt als freie Journalistin u.a. für SPIEGEL,Tagesspiegelun Zeit online. Zudem ist sie TV-Autorin für Talkshows in ARD, ZDF und NDR. In ihren Essays und Sachbüchern beschäftigt sie sich mit der Verbindung von Sexualität, Körperbildern, Rollenmustern und Feminismus. Ihre SPIEGEL-Kolumne »Liebesleben« gehört regelmäßig zu den meistgelesenen Texten auf spiegel.de. Heike Kleen lebt mit ihrer Familie bei Hamburg.

WARUM DIESES BUCH?

»Es muss doch irgendwie möglich sein, lässig zu altern!«, seufzte eine Freundin und schickte mir ein Foto. Darauf zu sehen: der Versuch, zu ihren grauen Haaren zu stehen. Auf ihrem Kopf versammelte sich ein vielfältiges und gewagtes Farbenspektrum, der Ansatz: weiß-grau, dicht gefolgt von einem breiten Streifen im Ton Wiener Melange und als krönender Abschluss die Spitzen: goldblond. Das ganze hochgesteckt zu einem Zopf – um es überhaupt erträglich zu machen, wie sie meinte. Diese Freundin wollte nicht länger wertvolle Lebenszeit beim Friseur verschwenden, sondern endlich zu ihren grauen Haaren stehen – doch dafür musste der ganze über die Jahre kaputtgefärbte Ballast erst einmal rauswachsen. Und so konnte jeder in ihrem Umfeld – sie arbeitet in einem großen Medienkonzern – diesen Prozess mitverfolgen. Das fand ich nicht nur mutig, sondern auch sehr lässig, genau wie die Idee dahinter.

Seien wir ehrlich: Zwischen dem vierzigsten und fünfzigsten Lebensjahr passiert auf einmal etwas mit uns, womit wir nicht gerechnet haben. Alt ausgesehen haben bisher doch immer nur die anderen, und so wie vermutlich jede von uns insgeheim davon überzeugt ist, zumindest ein kleines bisschen unsterblich zu sein, hielt auch ich mich im Hinblick auf das Alter für relativ unverwundbar. Lange habe ich geglaubt, niemals diese Kräuselfalten um den Mund, Altersflecken im Gesicht oder schlaffe Haut am ganzen Körper zu bekommen. Ich doch nicht! Doch plötzlich ist es so weit, ich sehe in den Spiegel und denke: Was ist das? Alles scheint abgesackt, unter den Augen sind dunkle Ränder, die Haare stumpf, kein Leuchten weit und breit, höchstens das der unbarmherzigen Badezimmerlampe. Ach, denke ich, das liegt bestimmt daran, dass ich so schlecht geschlafen habe, morgen sehe ich wieder besser aus. Nee, sehe ich nicht, und bald wird klar: Die morgendlichen Restaurationsarbeiten im Badezimmer dauern jetzt länger, jeder Blick in den Spiegel wird kritischer und fördert neues Beweismaterial an die alternde Hautoberfläche. Es ist Zeit, dass ich mir eingestehe: Ich bin nicht mehr jung. Und schon macht sich der nächste Gedanke breit, der oberflächlich und mir darum ein bisschen peinlich ist: Ich möchte aber noch so aussehen!

Haha, sagen jetzt die Frauen über fünfzig, komm du erst einmal in die Wechseljahre, da hast du ganz andere Sorgen. Ach, das ist doch alles Kinderkacke, finden die über Sechzigjährigen. Wenn du irgendetwas in der Zeitung liest, das du hochinteressant findest, und darunter steht: »Erinnern Sie sich? Für dieses Ereignis suchen wir Zeitzeugen« – dann bist du alt! Pah, entgegnen die Geschlechtsgenossinnen in den Siebzigern, bald wachst du auf, und immer tut dir irgendetwas weh … und das, was nicht wehtut, hat offensichtlich den Geist aufgegeben. Komm da erstmal hin. Und dann melden sich auch noch die über achtzigjährigen Damen und erklären, dass sie beim Schuheanziehen in Ruhe überlegen, was sie da auf dem Boden noch zu erledigen haben – jetzt, wo sie schon mal unten sind. Und die fast Hundertjährigen? Die lachen sich (glücklicherweise nur) halbtot über das, was wir ganzen jungen Hüpfer da so von uns geben, schenken sich ein selbst gebranntes Likörchen ein und kichern: »Komm du erstmal in mein Alter!« Ja, würde ich gern, irgendwie schon, denn die Alternative zum Altwerden ist, jung zu sterben. Aber das ist ja auch keine Option.

Ab vierzig kommt unter Freundinnen früher oder später (meistens früher) das eine große Gesprächsthema auf: Wer zupft sich wo unliebsame Haare weg? Die im Gesicht werden dicker, die auf dem Kopf dünner! Wer tut was gegen schlaffe Haut an den Oberarmen? Hat jemand brandneue und strenggeheime Tipps gegen den körperlichen Verfall? Wer hat schon Botox getestet und was isst man abends überhaupt noch? Ein spontan