: Gottfried Bergmann
: Chronik eines Sonnenuntergangs Als meine Frau an Alzheimer erkrankte
: Zytglogge
: 9783729622623
: 1
: CHF 21.70
:
: Biographien, Autobiographien
: German
: 230
: kein Kopierschutz
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Was bedeutet Alzheimer für die soziale Umgebung? Wie stellt sich der Autor den Herausforderungen im Zusammenleben mit seiner an Alzheimer erkrankten Frau? Muss er sein Eigenleben preisgeben oder kann er den Zerfall der Beziehung vielleicht gerade dadurch verhindern, dass er dies nicht tut, sondern sich aktiv ins unabwendbare Geschehen integriert und sich von ihm verändern lässt? Ist es sogar möglich, dass sich eine Beziehung durch eine solche Erkrankung vertieft? Bergmann stellt sich diesen Fragen, die von allgemeiner Bedeutung sind, und gibt Einblick in eine Weise des Begleitens, die tief beeindruckt. Gottfried Bergmanns Tagebücher sind ein grosses Geschenk. «Dankbar wird dem Autor sein, wer sich von ihm ermutigen lässt, die Beziehung zu einem nahestehenden Menschen mit dementieller Entwicklung eigenständig und kreativ zu gestalten und zu leben.» Heinz Walter, Psychologe, Familienforscher, Betroffener «Diese ?Chronik eines Sonnenuntergangs? vermittelt Mut durch leidvolle Erfahrungen, aber auch Erlebnisse voller Humor, immer wieder Wege zu finden, mit Liebe und Fantasie einen an Alzheimer-Demenz erkrankten Menschen zu begleiten und in seiner Würde wahrzunehmen.» Katrin Schudel

Gottfried Bergmann Geb. 1935 in Oberwil i. S., Besuch des Lehrerseminars Muristalden in Bern, Lehrer an der Gesamtschule Horrenbach, Familiengründung mit der Italienerin Fernanda Ferraris, drei Kinder. Wohnt seit 1979 in Biel, wo er als Heilpädagoge tätig war und die heilpädagogische Beschäftigungsgruppe Bill-Haus gründete. Seit 2010 Witwer, Grossvater von sieben Enkeln und Urgrossvater von bisher vier Urenkeln.

18. Oktober 1958

Schwanger und trotzdem dabei, Skifahren zu lernen

Bärbeli ist angekommen (Bild oben: Mit Fernandas Bruder Ermanno)

Fernanda mit Nandina

Fernanda und unsere Kinder mit ihrer Nonna in Venedig

Der Jüngste ist angekommen, Peter

Die Familie ist komplett. Hier in der Alphütte bei St. Stephan

In Châtillon

1963 in Rom

Ermanno mit seinen Schwestern Fernanda und Jole in Uettligen 1967

Unsere Kinder mit Joles Sohn Alessandro

Bern 1972

Bern, Steinerstrasse 7, 1972

Auf dem Ochsen

Fernanda bei der Arbeit mit Behinderten in Oberthal und Biel

1975 in Norwegen

Der letzte Hafen: Biel

Fernanda mit Enkelkind Jelena 1989

Ums Jahr 2000

2004: Die Demenz hat eingesetzt

Barbara tanzt mit ihrem Mütterchen

Jelena, Fernanda, Nandina und Raffaël

Im Haus Serena: Nandina und Fernanda

Ich spiele Mundharmonika

Den heutigen Verlobungstag – wir verlobten uns an Pfingsten 1958 – feierten wir mit gebratenem Fisch und einem kleinen Spaziergang auf der Insel. Auf dem Weg nach Schönbühl verpassten wir in Bern den Anschluss und mussten eine halbe Stunde warten. Ich stieg mit ihr in die Neuengasse hinauf und bestellte in einem Strassencafé eine Tasse Kamillentee, da mir schien, sie habe ihr Sandwich etwas schnell gegessen. Ein braun gebrannter flotter Kerl setzte sich neben uns an den Strassenrand und verpflegte sich aus seinem Rucksack. Er sah zu, wie ich Fernanda beim Trinken behilflich war und knüpfte ein Gespräch an. Er war Spanier, sprach aber auch italienisch und erwies sich als das, was ich in ihm vermutet hatte: als Weltenbummler. Er wollte wissen, wie lange wir schon zusammen seien. Ich antwortete, dass wir uns just vor 48 Jahren ve