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Der Abend des Maskenballs war eine Art wahnwitziger, riskanter Walzer, die Stimmen lauter und das Gelächter alberner, als irgendjemand erwartet hätte. Das lag nun einmal in der Natur von Masken.
Michael Dansky lehnte mit einem Guinness in der Hand an der Wand und beobachtete das Kommen und Gehen der bunten Kostüme und die Körpersprache ihrer Träger. Ein Maskenball hatte etwas an sich, das die Menschen veränderte. Die Hemmschwelle sank, und das nicht nur aufgrund des Alkohols. Die Frage war, dachte Michael, ob eine Maske dem Träger erlaubte, sich in der Illusion zu verlieren, jemand anderes zu sein, oder ob es das Verbergen des Gesichts war, das ihm den Mut verlieh, mehr von dem zu zeigen, der er tief im Inneren wirklich war.
Das Wayside Inn war ein charmantes Fleckchen Erde, an dem man sich vorstellen konnte, dass das neunzehnte Jahrhundert niemals geendet hatte. Michael beobachtete, wie sich seine Frau Jillian in ihrer elisabethanischen Robe durch den Ballsaal bewegte. Unter ihrer eleganten Halbmaske lächelte sie. Für Michael war sie immer sexy gewesen, doch heute war sie mehr als das. Es lag eine unbestreitbare Laszivität in der Art, wie sie sich über die Tanzfläche bewegte, und in ihren Augen hinter dieser Maske schimmerte eine Sinnlichkeit, die ihm den Atem raubte. Während sie durch den Raum ging, berührte eine andere Frau sie am Arm und die beiden begannen eine Unterhaltung, die sich in Lächeln und Lippenbewegungen ausdrückte. Die Worte selbst verloren sich im Stimmengewirr des Maskenballs. Jillians Haare waren von einem tiefen Kastanienbraun und ihre braunen Augen funkelten schelmisch. Die Frau, mit der