Stille, Ruhe, Einsamkeit. Einsamkeit, obwohl sie doch zu zweit waren. Einsamkeit, und das, obwohl die Person, die der anderen jeweils die Wichtigste im aktuellen Leben sein sollte. Sie waren nichts außer das gemeinsame Alleinsein.
Kein anderer Satz hätte die Situation besser beschreiben können, nichts konnte besser darstellen, wie Molly sich in diesem Moment gefühlt hatte, in dieser Januarnacht, dieser Eiseskälte, die sich in ihrem Inneren aufgebaut hatte, nachdem sie diese Sätze gehört hatte aus dem Mund ihrer Geliebten. Dieses Mädchen, diese junge Frau, diese wunderschöne, gefährliche Elfe, von der sie genau wusste, dass sie sie eines Tages ins Verhängnis stürzen würde. Es war klar gewesen und sie wünschte sich nur noch, dass sie damals nicht auf sich selbst gehört hatte. Wieso hatte sie mehr auf ihre Großmutter vertraut als auf sich selbst? Wenn sie niemals diese entscheidenden Schritte gewagt hätte, dann hätte sich kein bisschen in ihrem Leben verändert. Vielleicht wäre das auch besser so gewesen in einigen Punkten. Vielleicht hätte sie das Studium so absolviert, wie sie es gewollt hätte, vielleicht hätten sich ihre Ansichten und Meinungen zu vielen verschiedenen Themen nicht geändert, vielleicht sähe ihr Leben heute und besonders in dieser einen Nacht ganz anders aus. Nicht nur vie