: Diana Gabaldon
: Outlander - Wie ein Blatt im Wind Kurzroman
: Verlagsgruppe Droemer Knaur
: 9783426455272
: 1
: CHF 3.00
:
: Historische Romane und Erzählungen
: German
: 57
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Stürzen Sie mit dem Weltkriegsflieger Jerry MacKenzie durch den Steinkreis ins achtzehnte Jahrhundert und entdecken Sie »Wie ein Blatt im Wind«, einen packenden Kurzroman von Bestseller-Autorin Diana Gabaldon. Großbritannien 1941. Jerry MacKenzie ist ein wagemutiger Pilot der Royal Air Force, der seine Frau Marjorie und seinen Sohn Roger über alles liebt. Doch während einer geheimen Mission stürzt er mit seiner Maschine in der Nähe eines Steinkreises in Northumbrien ab. Er landet im Jahr 1739, wo er sogleich der feindseligen Landbevölkerung in die Hände fällt. Wird er seine Frau und sein Kind jemals wiedersehen? Der Kurzroman »Wie ein Blatt im Wind« ist mit Diana Gabaldons epischer »Outlander«-Saga verbunden, die 1946 in Schottland beginnt, als Claire Randall in den magischen Steinkreis tritt und im Jahre 1743 erwacht. Er spielt nach dem achten »Outlander«-Band »Ein Schatten von Verrat und Liebe«; Sie können ihn aber auch unabhängig davon lesen. »Wie ein Blatt im Wind« und noch sechs weitere Kurzromane von Bestseller-Autorin Diana Gabaldon finden Sie auch im Sammelband »Outlander - Im Bann der Steine«.

Diana Gabaldon, geboren 1952 in Arizona, war Professorin der Meeresbiologie, als sie zu schreiben begann. Mit »Feuer und Stein« begründete sie die international gefeierte und millionenfach verkaufte Highland-Saga 'Outlander'. Diana Gabaldon ist verheiratet und hat drei erwachsene Kinder.

Wie ein Blatt im Wind


Einführung

ZU DEN INTERESSANTEN DINGEN, die man mit einer »Beule« anfangen kann, gehört es, Rätsel, Hinweise und lose Fäden aus den Büchern der eigentlichen Serie aufzugreifen. Eine solche Spur folgt der Geschichte von Roger MacKenzies Eltern. InFeuer und Stein erfahren wir, dass Roger im Zweiten Weltkrieg beide Eltern verloren hat und dann von seinem Großonkel, Reverend Wakefield, adoptiert wurde. Dieser erzählt Claire und Frank, dass Rogers Mutter im Bombenhagel umgekommen ist und sein Vater ein Spitfirepilot war, der »über dem Kanal abgeschossen wurde«.

InDer Ruf der Trommel erzählt Roger Brianna die rührende Geschichte vom Tod seiner Mutter beim Einsturz einer U-Bahn-Station während der Bombardierung Londons.

Doch inEcho der Hoffnung gibt es eine fesselnde Unterhaltung im Mondschein zwischen Claire und Roger, die diese kleine Gemeinheit enthält:

»Ich weiß nicht, was deinem Vater zugestoßen ist«, sagte sie. »Aber es war nicht das, was man dir erzählt hat.«

Ein wenig später:

»Natürlich gibt es Zufälle«, sagte sie, als könnte sie seine Gedanken lesen. »Oder Irrtümer und Verwechslungen. Derjenige, der es deiner Mutter gesagt hat, könnte etwas missverstanden haben, oder sie hat dir etwas erzählt, was der Reverend nicht richtig mitbekommen hat. Das ist alles möglich. Aber ich habe im Lauf des Krieges viele Briefe von Frank erhalten – er hat mir geschrieben, wann immer er dazu die Gelegenheit hatte, bis er vom MI6 rekrutiert wurde. Danach habe ich oft monatelang nichts von ihm gehört. Aber ganz kurz vorher hat er mir geschrieben und dabei – nur als allgemeines Geplauder – erwähnt, dass ihm in den Berichten, mit denen er zu tun hatte, etwas Merkwürdiges aufgefallen war. Eine Spitfire war in Northumbrien zu Boden gegangen, abgestürzt – nicht abgeschossen; es wurde angenommen, dass der Motor versagt hat. Wie durch ein Wunder war sie zwar nicht ausgebrannt – doch von ihrem Piloten war keine Spur zu finden. Nichts. Und er hat den Namen des Piloten erwähnt, weil er fand, dass Jeremiah so ein passender, unheilvoller Name war.«

»Jerry«, sagte Roger, und seine Lippen fühlten sich taub an. »Meine Mutter hat ihn immer Jerry genannt.«

»Ja«, sagte sie leise. »Und überall in Northumbrien gibt es Steinkreise.«

Was ist also wirklich aus Jerry MacKenzie und seiner Frau Dolly geworden? Lesen Sie weiter.

Für die Flieger der Royal Air France
»Noch nie haben so viele so wenigen so viel verdankt.«

ES WAREN NOCH ZWEI WOCHEN BIS HALLOWEEN, doch die Kobolde waren jetzt schon am Werk.

Jerry MacKenzie lenkte Dolly II auf die Startbahn – Vollgas, den Kopf eingezogen, Blutdruck auf zweihundert, dem Geschwaderführer schon fast auf den Fersen –, zog am Knüppel, und statt des berauschenden Sogs beim Abheben war seine Antwort ein Rütteln, das ihm den Atem verschlug. Alarmiert nahm er das Gas zurück, doch bevor er es noch einmal versuchen konnte, knallte es, sodass er instinktiv auffuhr und mit dem Kopf gegen das Plexiglas stieß. Doch es war kein Projektil gewesen; ihm war ein Reifen geplatzt, und die Maschine torkelte schwindelerregend von der Startbahn und rumpelte ins Gras.

Es roch durchdringend nach Benzin, und Jerry ließ das Cockpit der Spitfire aufspringen und sprang in Panik hinaus, den Flammentod vor Augen, just als die letzte Maschine des Geschwaders Grün an ihm vorbeibrauste und abhob. Ihr Motorengeräusch war in Sekunden zu einem Summen abgeschwollen.

Ein Mechaniker kam vom Hangar herbeigerannt, um zu sehen, was das