: Daniel José Older
: Star Wars™ - Letzte Chance
: Blanvalet Taschenbuch Verlag
: 9783641238704
: 1
: CHF 3.60
:
: Fantasy
: German
: 464
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Han Solo und Lando Calrissian – zwei hinreißend hinterhältige Helden.

Vor zehn Jahren wollten zunächst Lando Calrissian und später Han Solo die Erfindung des kriminellen Genies Fyzen Gor an sich bringen: einen mysteriösen Sender von unbekannter Macht. Inzwischen ist viel passiert. Han Solo hat den Rebellen zum Sieg über den Imperator verholfen, eine Prinzessin geheiratet und eine Familie gegründet. Doch da taucht mitten in der Nacht Lando bei ihm auf, verfolgt von Fyzen Gors Killern. Der Verbrecherboss ist kurz davor, den Sender zu aktivieren und so die Galaxie neu zu formen. Nur zwei Männer können ihn aufhalten!

Der »New York Times«-Bestsellerautor Daniel José Older wurde bereits mehrfach ausgezeichnet und war unter anderem nominiert für den Kirkus Prize, den Locus Award und den World Fantasy Award.

PROLOG


BESPIN, HEUTE

Der dunkler werdende Himmel dehnt sich endlos über der Wolkenstadt aus. Kumulusberge erheben sich im purpurblauen Dunst in der Tiefe, und hie und da, wo sie sich teilen, sieht man die blinkenden Lichter von Ugnorgrad.

Protokolldroide DRX-7 lachte leise vor sich hin. Es war ein guter Tag gewesen. Impressario Calrissian hatte eine diplomatische Abordnung junger Twi’leks empfangen, und die kleinen Lekkuträger waren voller Enthusiasmus und Lerneifer gewesen – und voller Fragen. Vor allem Fragen. Und natürlich hatte das neue Oberhaupt von Calrissian Enterprises sie alle mit seinem berühmten Charme beantwortet. Folglich hatte es einiges zu übersetzen gegeben, und für eine Einheit wie DRX, die mehr als vier Millionen Sprachen beherrschte, war das Übersetzen und Dolmetschen der schönste Teil des Protokolldroiden-Daseins.

Warum schwebt die Wolkenstadt in den Wolken?, hatte ein kleines Mädchen mit langen Wimpern gefragt, das seine Lekku auf dem Kopf spiralförmig nach oben gebunden hatte.

Eine so naive Frage quittierte der Impressario normalerweise mit einem Augenrollen und einer sarkastischen Bemerkung, wenn auch begleitet von einem gewinnenden Lächeln, sodass das Strahlen seiner makellos weißen Zähne jede Beleidigung sofort wieder entschärfte. Und tatsächlich hatte DRX sich gefragt, ob es auch bei dieser Frage geschehen und das Mädchen vielleicht gekränkt sein würde. In dem Fall hätte er diplomatisch eingreifen und dafür sorgen müssen, dass sich die Twi’lek wieder besser fühlte – und das war für ihn der freudloseste Teil eines Protokolldroiden-Daseins.

»Beena«, hatte eine der Betreuerinnen mit einem Anflug von Strenge in der Stimme gesagt, »wir haben doch auf dem Flug über die Geschichte der Wolkenstadt gesprochen. Ich bin sicher, Herr Calrissian muss sich um wichtigere Angelegenheiten kümmern.«

»Aber nicht doch«, hatte Calrissian DRX mit einem fröhlichen Lachen unterbrochen, noch ehe der Droide die Bemerkung zu Ende übersetzt hatte. »Rein technisch gesehen bin ich nicht mal mehr der Baron-Administrator. Aber ich lebe immer noch in der schicken Suite.« Sein freundschaftliches Grinsen war noch breiter geworden. »Und was könnte wichtiger sein, als der nächsten Generation unserer Twi’lek-Freunde ein wenig Wissen mit auf den Weg zu geben?«

Daraufhin hatte die Betreuerin, Kaasha Bateen, dem Impressario einen Blick zugeworfen, der extreme Skepsis und eine Spur erotischen Interesses zum Ausdruck gebracht hatte, falls DRX sich nicht täuschte. Doch Calrissian schien es nicht aufgefallen zu sein, denn er hatte zu einem langen und beindruckend detaillierten Vortrag angesetzt, i