: Sam Walton, John Huey
: Sam Walton Meine Geschichte. Der Weg zum erfolgreichsten Einzelhändler der Welt.
: Redline Verlag
: 9783962671198
: 1
: CHF 19.90
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: Biographien, Autobiographien
: German
: 352
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
VOM EINZELHÄNDLER ZUM MILLIARDÄR Dies ist die außergewöhnliche Geschichte von Sam Walton, einem mutigen Unternehmer, der Anfang der 1960er Jahre durch die Gründung von Walmart die Welt der Supermärkte und Einzelhändler aus den Angeln hob - und das lange vor Amazon! Hier verschafft er den Lesern einen einzigartigen Einblick in seinen Werdegang zum Handelskönig des zwanzigsten Jahrhunderts. Dank der unermüdlichen Einsatzbereitschaft, seinem Bestreben nach beständiger Leistungsverbesserung und seiner obsessiven Kundenfokussierung avancierte Walmart bis heute zur umsatzstärksten US-Supermarktkette. Und Sam Walton wurde zeitweise zum reichsten Mann der Welt. Das Buch beschreibt einen spannenden Kampf um Niedrigpreise und Kunden, authentisch geschildert von einem bescheidenen Mann, der einer der erfolgreichsten Unternehmer seiner Zeit wurde.

Samuel 'Sam' Walton gründete und leitete die größte US-amerikanische Supermarktkette Walmart. Walmart gilt als das umsatzstärkste Unternehmen und die Familie des US-amerikanischer Unternehmers zeitweise als die reichste der Welt. 1992 verstarb Sam Walton, dennoch ist Walmart bis heute führend in der Einzelhandelsbranche.

Kapitel 7
Der Gang an die Börse


»Als wir an die Börse gingen, bedeutete das für einige von uns Jungen vom Lande nicht viel. Der Vorsitzende sagte immer, ich wäre barfuß über den Red River gekommen, um einen Arbeitsplatz zu finden; in Wahrheit ist es auch fast so gewesen. Ich wusste nicht einmal, was eine Aktie war. Aber Gott sei Dank habe ich trotzdem einige erstanden, weil Phil Green meinte: ›Hey Junge, kauf ein paar von den Aktien.‹ Ich folgte seinem Rat und behielt sie, weil ich an Mr. Walton glaubte und an mein Geschäft. Es ist ganz einfach. Ich glaubte ihm, als er sagte, wir könnten mit dieser Firma Großes bewirken. Und wir taten es.«

Al Miles, erster leitender Angestellter im Laden Nr. 6 Fayetteville, Arkansas, heute Wal-Mart-Geschäftsführer im Ruhestand

Seit ich meinen ersten Kredit aufgenommen habe – die 1.800 Dollar, um die Softeismaschine für das Ben-Franklin-Geschäft in Newport zu kaufen –, war mir eigentlich nie richtig wohl bei dem Gedanken, Schulden zu machen. Aber ich erkannte, dass es notwendig war, um gute Geschäfte abschließen zu können, und mit der Zeit sammelte sich einiges an. Für eine gewisse Zeit suchte ich einfach das Kreditinstitut am Ort auf, um so viel Geld wie möglich aufzunehmen, damit ich ein weiteres Geschäft eröffnen konnte, oder um über die finanziellen Mittel zu verfügen, ein bestehendes zu vergrößern. Aus diesem Grunde hatte ich bei praktisch jeder Bank in Arkansas und Südmissouri hohe Schulden. Meine Geldgeber glaubten an das, was wir bis zu diesem Zeitpunkt geleistet hatten, und sie waren davon überzeugt, dass wir unsere Schulden wieder tilgen würden. Ich bin meinen Verpflichtungen stets rechtzeitig nachgekommen, aber manchmal musste ich mir von der einen Bank etwas leihen, um bei der anderen meine Schulden zu bezahlen. In Bentonville hatte ich in der Vergangenheit eine Bank für ca. 300.000 Dollar aufgekauft; ein kleines, altes Institut mit nur ungefähr 3,5 Millionen Dollar Einlagen. Aber dadurch lernte ich einiges über Finanzierungen. Ich machte neue Bekanntschaften und begann, mich genauer über Bankkaufleute und ihre Geschäftspraktiken zu informieren.

Ich setzte mich mit Jimmy Jones von derRepublic Bank in Dallas in Verbindung, und er gewährte uns ein weiteres Darlehen von einer Million Dollar. Natürlich versuchte ich parallel dazu, meine Geschäftsführer wie auch ein paar Verwandte davon zu überzeugen, ihr Geld in meinem Unternehmen anzulegen. Auf diese Weise gab es bis 1970 achtundsiebzig Partner, die in unsere Firma investiert hatten, genauer gesagt in insgesamt 32 verschiedene Läden, die sich wiederum im Besitz unterschiedlicher Personen befanden. Meine Familie hält den Löwenanteil an jedem Geschäft, aber Helen und ich steckten bis über beide Ohren in Schulden – einige Millionen Dollar lasteten auf unseren Schultern. Ich denke eigentlich grundsätzlich immer positiv, aber bei diesen Schulden wurde das immer schwieriger. Wenn irgendetwas passiert wäre und jeder sein Geld aus der Firma gezogen hätte, dann wären wir mit Sicherheit mit fliegenden Fahnen untergegangen. Dass ich während der Wirtschaftskrise aufgewachsen bin, spielte wahrscheinlich eine nicht unerhebliche Rolle bei meiner Entscheidung, den Schuldenberg auf alle Fälle abzubauen.

Ich hatte früher hin und wieder über die Idee nachgedacht, mit der Firma an die Börse zu gehen, und suchte bei Leuten wie Abe Marks und einigen aus unserer Discounter-Vereinigung Rat, hatte mich jedoch noch nicht ernsthaft dafür entschieden. Eines Tages 1969 bekamen wir einen Anruf von Mike Smith, der uns seinen Besuch ankündigte, weil er etwas mit uns besprechen wollte. Mike arbeitete für Witt und Jack Stephens i