Heilung ist kein Wunder
Sie kennen das Spiel: Ader verengt, Stent. Fünf Jahre später präzise hinter dem Stent ein Verschluss, Herzinfarkt. Ein Patient nannte das kürzlich »Herzinfarkt durch Stent«. Nach Infarkt Operation. Vier Bypässe. Könnte man annehmen: Das war’s dann wohl.
Pustekuchen: Der junge Mann hat sich durchgekämpft. Frohmedizinisch. Und drei Jahre später mit dem Radl die Alpen überquert. Nix Ostsee mit Rückenwind, nein: Alpen. Da gibt es Pässe, kann ich Ihnen sagen, was habe ich dort schon gelitten … und der schafft das nach Infarkt. Da wird’s interessant.
Sie machen sich Ihr Wunder selbst
Wie schafft man das? Ganz sicherlich mit Disziplin und eisernem Willen. Einverstanden. Ganz sicherlich mit Training. Einverstanden. Nur: Nach Infarkt? Ist das dann noch möglich? Diese Frage führt uns zur ersten Heilungsgeschichte:
1.Alpenüberquerung mit Stent
»Alle drei Medikamente – Betablocker, Statine, ASS – landeten schon im Krankenhaus im Müll. Nur sehr wenige Ärzte hatten dafür Verständnis. Bei Nahrungsergänzung zog ich natürlich das Vollprogramm durch, hoch dosiert. Jeden Morgen eine ganze Tasse voll schlucken … grässlich!!
Mein Vertrauen war dank Ihrer Bücher, Ihrer News riesig. Dazu meine Hausärztin: ›Ich denke, Sie machen vieles richtig.‹ Gewissheit war natürlich nicht gegeben, zumal der genetische Faktor (Lipoprotein a erhöht) und das LDL-Cholesterin – trotz Laufens, trotz Low Carb – mir Sorgen bereitete.
Also entschloss ich mich zur Herzdiagnostik. Anschließend Gespräch mit dem Chefarzt. Nachdem ich diesem Arzt erzählt hatte, dass ich nur ASS nehme (stimmte natürlich nicht, aber die Erläuterungen mit Omega 3 etc. waren mir zu mühsam), sagt er: ›Sie geben ja acht auf sich, aber wir müssen über Ihre Fettwerte reden.‹ Tatsächlich lag mein LDL bei erschreckenden 200 mg/dl. Also Statine? Ich sofort: ›Das Sauzeug nehme ich nicht!‹ Mein HDL von guten 90 mg/dl war offenbar nicht von Interesse. Wir einigten uns auf ein MRT.
Heute erhielt ich vom Professor persönlich einen Rückruf, und er erläuterte mir das Ergebnis. Mehrfach gratulierte er mir zum aktuellen Zustand, natürlich unter Berücksichtigung, dass das Herz durch den Infarkt Schäden erlitten hatte. Auch im sportlichen Bereich gebe es keine Einschränkungen.
LDL war auf einmal kein Thema mehr, auch nicht, nachdem ich ihn darauf angesprochen hatte, dass Lipoprotein a nicht gemessen worden war, ebenso wenig Homocystein. Alles uninteressant. Er war nur ›voll des Lobes‹. Und ich habe gelernt, dass sich die tägliche Einnahme dieser grässlichen NEM-Pillen tatsächlich lohnt. Glauben ist das eine, Wissen aber das Entscheidende.«
Wenn das keine Geschichte ist. Vom Stent über den vierfachen Bypass bis zur Alpenüberquerung. Was mich beeindruckt, ist, was Sie wissen.
Beispiel Homocystein: Sie wissen, was Homocystein an den Zellwänden der Blutgefäße anrichtet. Dass es dieses Homocystein ist, das die Wände kaputt macht, das damit den Weg freimacht für Anlagerungen a