: Dr. Wilfried Kerntke
: Wie Ziegen und Fische fliegen lernen Die Entwicklungskraft von Konflikten in Unternehmen
: Wolfgang Metzner Verlag
: 9783961170302
: 1
: CHF 24.40
:
: Betriebswirtschaft, Unternehmen
: German
: 155
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Konflikte im Unternehmen sind Managementaufgabe. Sie sind nicht das Privateigentum der Beteiligten, sondern sie gehören dem Unternehmen. Wie Ziegen und Fische fliegen lernen stellt die spezifische Dynamik von Konflikten in Unternehmen und anderen Organisationen dar und zeigt die Methodik für das interne Management der Konflikte. Die organisationale Vernunft steht dabei im Vordergrund - eine Ressource, die oft nicht erkannt und deshalb nicht genutzt wird. Am Beispiel des legendären Unternehmens mit Namen Ziegenfisch wird einprägsam und humorvoll gezeigt, was Organisationen widerfahren kann und wie sie sich gerade dadurch entwickeln.

Dr. Wilfried Kerntke ist Berater für Organisationsentwicklung und Mediator. Er berät Unternehmen auf vier Kontinenten und unterrichtet an Hochschulen in Deutschland und der Schweiz. Als langjähriger Vorsitzender des deutschen Bundesverbands Mediation steht er in lebhaftem Austausch mit seinen Fachkollegen. Vor allem aber, sagt er, lernt er von seinen Kunden.

1.Die Welt des Unternehmens im Konflikt


Weshalb sind Konflikte Bestandteil jeder Organisation?

Was bedeutet dies für die Unternehmensleitung?

Wem gehören die Konflikte?

Die Privatisierungsversuche.

Die Einwirkungen durch die Konfliktbehandlung.

Die zwei komplementären Grundprinzipien einer

Konfliktbehandlung im Unternehmen.

Ein Unternehmenist Konflikt. Das denkt sich vielleicht jeder, der bereits längere Zeit angestellt ist oder auch als Unternehmer gearbeitet hat. So plakativ diese Feststellung klingt, so hoch ist auch ihr Wahrheitsgehalt. Konflikte gehören wesenhaft zum Unternehmen.

Ohne Konflikte gäbe es wahrscheinlich keine Organisationen und keine Hierarchie. Der Konflikt über die Priorität der Arbeitsleistungen in einem komplexen Ablauf bildet prinzipiell den Kern jeder Organisation. Damit dieser Konflikt die Arbeit nicht lahmlegt (»was tue ich zuerst, was tue ich dann, und müsste ich nicht alles auf einmal tun?«), werden Arbeit und die Verantwortung für sie aufgeteilt. Hierarchie kommt regulierend hinzu, sie ordnet die Arbeitsteilung, indem die Führungskraft dafür sorgt, dass die unter ihren Mitarbeitern aufgeteilte Arbeit zusammengenommen dem Zweck des Unternehmens dient. Die Führungskraft behebt Konflikte über die Priorität der Arbeitsbeiträge, bevor sie virulent werden, ihre Entscheidungen sind es, mi