: Elisabeth Pünder
: Gemeinschaftliche Testamente und die EU-Erbrechtsverordnung
: Wolfgang Metzner Verlag
: 9783961170197
: 1
: CHF 47.00
:
: Bürgerliches Recht, Zivilprozessrecht
: German
: 376
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF
Das gemeinschaftliche Testament wird als 'Zankapfel des IPR' bezeichnet. Die Problematik um die kollisionsrechtliche Behandlung gemeinschaftlicher Testamente hat mit der Europäischen Erbrechtsverordnung eine neue Dimension erhalten. Die Arbeit befasst sich zunächst mit dem gemein-schaftlichen Testament im materiellen Recht der europäischen Mitgliedstaaten und seiner historischen Herkunft. Daran anschließend wird auf die Anknüpfung gemeinschaftlicher Testamente unter Geltung der EuErbVO, auch unter Berücksichtigung der Übergangsbestimmungen der Verordnung eingegangen. Im Fokus der Arbeit stehen zwei Qualifikationsprobleme, die sich entscheidend auf die Wirksamkeit gemeinschaftlicher Testamente und deren Wechselbezüglichkeit und Bindung auswirken. Es stellt sich insbesondere die Frage, ob gemeinschaftliche Testamente als Erbvertrag i.S. der Verordnung qualifiziert werden können und wie mit Verboten gemeinschaftlicher Testamente unter Geltung der EuErbVO umzugehen ist.
Cover1
Impressum5
Vorwort8
Inhalt9
Abkürzungsverzeichnis19
Einleitung29
A. Einführung in die Problematik29
B. Bedeutung31
C. Offene Fragen32
D. Gang der Untersuchung33
Kapitel 135
Das gemeinschaftliche Testament im materiellen Erbrecht der EU-Mitgliedstaaten35
A. Überblick35
B. Rechtsgeschichtlicher Hintergrund38
I. Die deutsch-rechtlichen Vergabungen40
II. Das Testament nach römischem Recht46
III. Einflüsse des römischen Rechts auf die Vergabungen von Todes wegen48
IV. Die Entwicklung hin zum bindenden gemeinschaftlichen Testament51
V. Die Entwicklung in anderen Rechtsordnungen53
C. Die verschiedenen Rechtskreise55
I. Deutscher Rechtskreis56
II. Nordischer Rechtskreis56
III. Rechtskreis des Common Law57
IV. Romanischer Rechtskreis58
V. (Ehemaliger) sozialistischer Rechtskreis59
D. Länderberichte61
I. Deutschland62
1. Voraussetzungen und Wesen des gemeinschaftlichen Testaments62
a) Testament von Ehegatten oder Lebenspartnern63
b) Formprivileg64
c) Gemeinschaftliche Errichtung65
aa) Objektive Theorie66
bb) Subjektive Theorie67
cc) Ergebnis70
2. Erbrechtliche Wirkungen eines gemeinschaftlichen Testaments70
a) Arten des gemeinschaftlichen Testaments70
aa) Äußerlich gemeinschaftliches Testament71
bb) Gegenseitiges Testament71
cc) Wechselbezügliches Testament71
(1) Vorliegen wechselbezüglicher Verfügungen72
(2) Gesamtwirkung von Nichtigkeit und Widerruf73
b) Die Bindungswirkung wechselbezüglicher Verfügungen74
aa) Legitimation der Bindungswirkung74
bb) Die Bindung nach § 2271 BGB75
(1) Besondere Widerrufsform zu Lebzeiten beider Erblasser76
(2) Bindungswirkung beim Tod des Erstversterbenden77
(a) Ausschluss des Widerrufsrechts77
(b) Spätere Verfügung von Todes wegen77
(c) Keine lebzeitige Aushöhlung durch Verfügung unter Lebenden78
(d) Beseitigung der Bindungswirkung79
3. Bedeutung des gemeinschaftlichen Testaments in Deutschland80
a) Gemeinschaftliches Testament und Erbvertrag80
b) Überflüssig oder „Erfolgsstory“?82
c) Bedeutung für das Kollisionsrecht89
II. Österreich89
1. Voraussetzungen eines gemeinschaftlichen Testaments90
2. Erbrechtliche Wirkungen91
a) Arten des gemeinschaftlichen Testaments91
b) Widerruflichkeit und Wechselbezüglichkeit92
III. Schweden93
1. Voraussetzungen eines gemeinschaftlichen Testaments93
2. Erbrechtliche Wirkungen0
IV. England95
1. Voraussetzungen eines gemeinschaftlichen Testaments96
2. (Erb-)Rechtliche Wirkungen96
a) Widerruflichkeit97
b) Doctrine of mutual wills97
aa) Voraussetzungen98
bb) Bindungswirkung100
cc) Wirkung eines constructive trust101
V. Frankreich103
1. Art des Verbots103
2. Reichweite des Verbots104
VI. Italien106
1. Art des Verbots106
2. Reichweite des Verbots107
E. Das gemeinschaftliche Testament in Europa108
I. Argumente gegen gemeinschaftliche Testamente109
1. Testierfreiheit und freie Widerruflichkeit109
a) Verfassungsrechtliche Grundlagen110
b) Argument gegen Wechselbezüglichkeit111
c) Argument gegen eine Bindungswirkung111
2. Schutz vor Beeinflussung112
3. Form- und Beweiszwecke113
II. Voraussetzungen gemeinschaftlicher Testamente114
1. Personenkreis114
2. Form116
III. Erbrechtliche Wirkungen118
1. Deutsche Differenzierung als Grundlage?118
a) Zwei Kategorien ohne unterschiedliche Rechtswirkungen118
b) Eine Kategorie mit unterschiedlichen Rechtswirkungen119
2. Alternative Differenzierung120
a) Verbindung in einer Urkunde120
b) Abhängigkeit im Bestand122
aa) Unterschiedliche Ausgestaltungen122
bb) Beschränkung auf bestimmte Verfügungen123
cc) Annahme eines Abhängigkeitsverhältnisses123
c) Bindungswirkung124
F. Zusammenfassung126
Kapitel 2129
Überblick über das deutsche Erbkollisionsrecht: gemeinschaftliche Testamente unter Geltung des EGBGB a.F.129
A. Rechtsquellen129
B. Anknüpfung nach dem EGBGB130
I. Erbstatut131
1. Ermittlung des Erbstatuts131
a) Grundsatz: objektive Anknüpfung und Nachlasseinheit131
b) Ausnahme: Teilrechtswahl132
aa) Beschränkte Rechtswahl für im Inland belegene Immobilien132
bb) Möglichkeit einer bindenden Rechtswahl132
c) Ausnahme: Sonderregelung für eingetragene L