»Liebling, tut mir leid, aber ich kann nicht mit zu Madeleines und Thomas’ Hochzeit nach Stuttgart kommen!« Fürst Frederik von Jawe wirkte zerknirscht, als er seiner Frau diese Mitteilung am Frühstückstisch machte.
»Das kannst du mir nicht antun, Schatz! Zwei Tage vorher!«, begehrte seine junge Frau Celia mit blitzenden Augen auf und setzte die Kaffeetasse klirrend auf die Untertasse. »Ich habe mich schon so auf dieses Wochenende mit dir auf Hubertusruh gefreut! Endlich mal wieder ein paar Tage ganz für uns allein. Keine Verpflichtungen, keine Bediensteten, denen Anweisungen zu geben sind. Nur wir beide … ach, Frederik!«
»Glaub mir, Celia, ich habe wirklich alles getan, um wegzukommen«, versuchte der Fürst, seine Frau zu trösten. »Aber du weißt selbst, wie viel im Moment in der Brauerei zu tun ist. Dazu der Ärger mit unserem Großkunden in England. Da muss ich einfach jederzeit greifbar sein!«
Celia von Jawe senkte den blonden Lockenkopf. Sie spürte, wie ihre Augen sich vor Enttäuschung mit Tränen füllten. »Immer hat deine Arbeit Vorrang vor der Familie und dem Privatleben!«, erwiderte sie erstickt. »Kannst du nicht einmal eine Ausnahme machen, Frederik? Wir haben Madeleine und Thomas unser beider Kommen fest zugesagt! Schon vor einem halben Jahr! Sie sind doch nun mal unsere besten Freunde! Du musst ganz einfach mit zu ihrer Hochzeit kommen! Daran geht kein Weg vorbei!«
Sie spürte seine Hand zärtlich auf der ihren. Und als sie aufschaute, sah sie direkt in seine bittenden Augen, denen sie noch nie hatte widerstehen können. Und sie wusste, dass es auch diesmal letztlich wieder so sein werde.
»Ach, Frederik …«, seufzte Celia tief auf.
Sein Lächeln war voll jungenhaftem Charme, als er rasch versprach: »Sobald ich hier wieder Luft habe, verbringen wir ein paar Tage mit Madeleine und Thomas auf Hubertusruh. Einverstanden? Es ist zwar nicht dasselbe, aber immerhin ein schwacher Trost für uns alle! Schau, Liebes, als wir die Einladung von den beiden bekamen, wusste ich doch noch gar nicht, was jetzt im Unternehmen los ist! Als Geschäftsmann kann man einfach nicht auf so lange Zeit im Voraus planen.«
»Andere können es auch!«, stieß Celia trotzig hervor. »Nur du meinst, immer erreichbar sein zu müssen!«
Ehe Frederik von Jawe noch etwas sagen konnte, rief Töchterchen Julia begeistert dazwischen: »Dann fahrt ihr jetzt beide nicht? Ich finde das