Die Agentur
Kaffee. Schwarz. Am besten intravenös.
Seit Denise vor knapp einer halben Stunde in den kleinen Renault Twingo eingestiegen war, den die Mietwagenfirma ihr als Ersatz für den angeforderten Mercedes A-Klasse angedreht hatte, wuchs ihr Verlangen nach Koffein von Minute zu Minute. In Anbetracht der vielen Autos, die sich um sie herum auf einer der Hauptverkehrsadern Wiens stauten, würde es mit dem Kaffee so schnell nichts werden.
Sie kam zu spät, zweifelsohne. Für ihren ersten Arbeitstag in einer der führenden Werbeagenturen der Stadt sicherlich nicht der allerbeste Einstieg.
Nun, sie konnte es nicht ändern. Aber zumindest sollte sie wohl ihren Vater anrufen.
Die Augen konzentriert auf die auf Grün springende Ampel gerichtet, tastete sie den Beifahrersitz nach ihrer Handtasche ab. Sie griff ins Leere.
Verdutzt schaute sie neben sich. Natürlich, wie konnte es auch anders sein. Offenbar hatte das italienische Designerstück bei der letzten abrupten Bremsung im Stop-and-go-Verkehr einen Salto mortale in Richtung Fußmatte gemacht. Dort lag es jetzt inmitten jener Utensilien, die sich eigentlich in seinem Inneren hätten befinde