: Carolin Schairer
: Fluss mit zwei Brücken
: Ulrike Helmer Verlag
: 9783897419636
: 1
: CHF 15.30
:
: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German
: 336
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Lucia ist Mitte zwanzig, saß aber für längere Zeit im Gefängnis. Kaum entlassen, begegnet sie ausgerechnet ihrem früheren Opfer ... Lucia findet einen neuen Job - und trifft ausgerechnet auf Romy. Die beiden Frauen verband einmal eine tiefe Zuneigung - doch dann entspann sich ein Drama um ein Gemälde, das Romys Vater, einen Galeristen, in den Ruin und Lucias Mutter sogar zu noch weit Schlimmerem trieb. Zögernd beginnen die beiden Frauen ihre gemeinsame Geschichte zu ergründen. Dabei müssen beide über ihren Schatten springen und nehmen sich vor, unbedingt sachlich zu bleiben. Dies ist jedoch ein Vorsatz, der zunehmend schwerer fällt, weil (zumindest hier) zusammenfindet, was zusammengehört ...

Die Diplom-Journalistin arbeitete unter anderem in der Medienbeobachtung, der Markt- und Meinungsforschung und in der PR eines Großunternehmens. Sie lebt in Wien. Seit dem Jahr 2008 erscheinen ihre Romane und Krimis kontinuierlich im Ulrike Helmer Verlag, darunter 'Ellen', 'Die Spitzenkandidatin', zuletzt 'Küsse mit Zukunft' (Herbst 2017) und 'Sommer in Barock' (Frühjahr 2017).

Offene Fragen


»Wolltest du heute nicht eigentlich ins Theater?«

Vom Beifahrersitz aus warf Romy der Frau, die sie vom Flughafen abgeholt hatte, einen fragenden Blick zu. Im selben Augenblick sprang die Ampel von rot auf grün. Die Strecke, die tagsüber aufgrund der Verkehrsdichte beinahe einer Weltreise glich, war um diese Zeit – die Uhr am Autodisplay zeigte 21:35 – relativ schnell zurückzulegen.

»Ich habe die Karten zwei meiner Mädchen gegeben«, erwiderte Yvette. »Kleine Freuden erhalten die Arbeitsmotivation. Außerdem hat mich diese flache Komödie, die da zurzeit auf die Bühne gebracht wird, ohnehin nicht interessiert.«

Romy schmunzelte.

»Das hast du bei der letzten Aufführung auch schon gesagt. Vielleicht solltest du die Sache mit dem Abo überdenken.«

»Du weißt, dieses Abo ist eine Art Politikum: Ich unt