: Roberta Gregorio
: Das Leuchten der Orangenblüten Roman | Küsse in Venezien, Band 3 - Das Romantik-Highlight voller Sonnenschein und Italien-Feeling
: dotbooks
: 9783961481149
: Küsse in Venezien
: 1
: CHF 2.70
:
: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German
: 138
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
So erfrischend wie italienischer Zitronenlikör: Der Sommerroman »Das Leuchten der Orangenblüten« von Roberta Gregorio jetzt als eBook bei dotbooks. Im idyllischen Pietragrigia an der italienischen Küste sagen sich noch Fuchs und Hase gute Nacht ... bis plötzlich ein turbulenter Streit um das alte Kloster ausbricht! Die ebenso hübsche wie eigensinnige Paola sieht darin die Chance für ein Jugendzentrum, um ihrem geliebten Heimatort endlich wieder etwas Leben einzuhauchen - doch sie hat nicht mit Fortunato gerechnet, dem ebenso arroganten wie verflixt gutaussehenden Schnösel aus der Großstadt, der aus dem Kloster ein Luxushotel machen möchte. Zwischen den beiden Streithähnen fliegen schon bald die Funken - und das erst recht, als Santa Marina, die offizielle Schutzheilige des Dorfes, ihren Freund Amore auf den Plan ruft ... Jetzt als eBook kaufen und genießen: Der Italienroman »Das Leuchten der Orangenblüten« von Roberta Gregorio - auch bekannt unter dem Titel »Wie im Himmel so im Herzen« - ist der dritte Band ihrer romantischen »Küsse in Venezien«-Trilogie, in der jeder Roman unabhängig gelesen werden kann. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag.

Roberta Gregorio, geboren 1976 in Bayern, ist staatlich geprüfte Fremdsprachenkorrespondentin. Heute lebt sie als Autorin mit ihrer Familie im tiefsten Süden Italiens, wo sie am kleinen, grünen Schreibtisch mit Blick aufs Meer ihrer Fantasie freien Lauf lässt. Bei dotbooks veröffentlicht Roberta Gregorio ihre Romane: »Das kleine Restaurant des Glücks« »Im Schatten der Zitronenbäume« »Italienische Küsse« »Der Sommer der Zitronenblüten« »Winterküsse mit Zimt und Zucker« Ebenso bei dotbooks erschien ihre »Küsse in Venezien«-Trilogie, die auch im Sammelband »Sommerduft und Rosenknospen« erhältlich ist: »Der Duft von Sommer und Limonen« »Der Geschmack von Mirabelleneis« »Das Leuchten der Orangenblüten«

Kapitel 2


Di Martino empfing sie sehr herzlich, während Paola noch angestrengt versuchte, den Duft des feinen Schnösels aus der Nase zu bekommen. Offenbar hatte er in Parfüm gebadet. Dass es sich sicherlich um ein sehr teures Duftwasser handelte, welches auch noch richtig gut roch, versuchte sie zu ignorieren. Stattdessen konzentrierte sie sich auf das unkomplizierte Auftreten des Bürgermeisters und nahm dankend Platz.

»Paola, Rino, schön, euch zu sehen!«, gab sich Di Martino freundlich und aufgeschlossen.

Ihr entging natürlich nicht, dass er sich an ihre Namen erinnerte. Gut, Pietragrigia war ein Nest, mehr als 2000 Einwohner gab es hier nicht. Trotzdem fühlte es sich nicht übel an, vom Bürgermeister mit dem Vornamen angesprochen zu werden, erkannte sie und entspannte sich dabei etwas.

»Was führt euch zu mir?«, erkundigte er sich und lehnte sich im Stuhl zurück, der deutlich bequemer aussah, als ihrer sich anfühlte.

Und hier begriff Paola, dass alles nur Show war. Ihr Gegenüber wusste sehr wohl, was sie zu ihm führte: das antike Kloster.

»Wir wollen uns erkundigen, ob Sie inzwischen Zeit hatten, unser Projekt durchzugehen«, nahm Rino ihr den Part ab, das Offensichtliche auszusprechen. Sie war ganz froh drum. Ihr bester Freund war oft diplomatischer und weniger direkt als sie. Nicht selten rettete er sie als ruhender Pol aus potenziell brenzligen Situationen.

»Ja, natürlich!«, behauptete der Bürgermeister und nahm dabei seine randlose Brille ab, legte sie auf einen unordentlich zusammengelegten Stapel Dokumente. Paola ertappte sich dabei, um das Wohl der Brille zu bangen. Vielleicht versuchte sie auch nur, ihre innere Anspannung mit ablenkenden Gedanken zu lockern, überlegte sie.

Er massierte sich kurz die Augen, bevor er sie wieder auf sie richtete. Er sah müde aus. »Ich habe euer Projekt sogar mit großem Interesse gelesen. Ihr habt eure Idee wirklich detailliert und sehr professionell dargelegt.«

Das klang ganz deutlich nach einem Aber, erkannte Paola.

»Aber ...«, fuhr der Mann auch schon fort, »leider weist eure Ausführung eine große Schwachstelle auf.«

Paola schloss die Augen. Klar, das Geld, das wusste sie. Das brauchte niemand laut auszusprechen. »Das ist uns natürlich bewusst. Wir sind uns aber sicher, dass wir mit Ihrer Hilfe auf einen öffentlichen Zuschuss hinarbeiten können, mit dem wir die Renovierungskosten decken werden.«

Di Martino schwieg dazu. Er setzte seine Brille wieder auf, und es erschien Paola, als spräche er damit das vernichtende Urteil aus.

»Die Idee mit dem Jugendzentrum ist toll. Da will ich gar nicht diskutieren. Auch die Kurse, die ihr anbieten wollt, begeistern mich. Sicherlich könnte direkt mit den Schulen aus dem Umkreis gesprochen werden, um eine Zusammenarbeit anzustreben. Nur denke ich, dass ihr dazu Räume nutzen solltet, die bereits stehen. Wie zum Beispiel hier im Rathaus. Ich lasse euch gerne ein paar Zimmer frei räumen.«

Paola wusste, dass das ein unheimlich nettes Angebot war. Aber das war nicht das, was sie wollte.

»Jugendliche sind laut. Jugendliche wollen unter sich sein. Ins Rathaus würden sie niemals kommen«, versuchte sie zu erklären, obwohl sie bereits begriffen hatte, dass es zwecklos war.

»Außerdem ist der Wiederaufbau des Klosters doch Teil des Projekts. Die Kids sollen mitanpacken. Beschäftigungstherapie«, sagte Rino, der sich nun wieder aktiv am Gespräch beteiligte. Und zwar so intensiv, dass seine Locken sich aufgeregt mitbewegten. Wie ein ruhender Pol wirkte er nun nicht mehr.

»Tut mir leid. Aber ich halte das für keine gute Idee. Wir haben das nötige Geld nicht.« Di Martino wurde direkter.

Paola merkte, dass ihr diese wundervolle Möglichkeit aus den Händen glitt. Sie bedauerte das sehr. Natürlich hatte sie persönliche Gründe. Ihr jüngerer Bruder ... der war als Jugendlicher in die Kleinkriminalität geschlittert. Zwar hatte er den Sprung zurück auf die rechte Bahn geschafft. Inzwischen war die hässliche Zeit von damals nichts weiter als eine böse Erinnerung. Dennoch hatte sie in Paola Spuren hinterlassen. Die ganze Familie hatte sich Vorwürfe gemacht. Ganz besonders aber sie. Es hatte sie schockiert, dass sie gar nichts gemerkt hatte, und sie hatte sich unzählige Male gefragt, ob sie es nicht hätte verhindern können. Jedenfalls hatte sie sich damals versprochen, sich mehr um Jugendliche zu kümmern. Und zwar mithilfe des Klosters, das für alle Heranwachsenden aus der