KAPITEL 2
Ich lenkte das Auto aus Breuberg heraus, und wir fuhren auf der gewundenen Straße den Berg hinauf. »Ich habe gedacht, wir besichtigen erst die Burg und fahren danach ins Schnapshäusche.«
»Wohin?«, fragte Herbert vom Rücksitz.
»Ins Schnapshäusche, die Brennerei, von der ich gestern erzählt habe, als wir mit Tom essen waren. Die, die ihren Schnaps aus einheimischem, unbehandeltem Obst herstellt. Ich habe extra einen Termin mit Alex ausgemacht.«
»Mit wem?«, fragte jetzt Hedi.
»Alex, ach so, dem Besitzer, Alexander Friedrich. Tom kennt ihn schon länger, und wir duzen uns. Es führt bei mir auch immer noch zu Verwirrung, wenn wir im Schnapshäusche sind und Tom einen Satz mit ›Alex‹ beginnt.«
»Herbert trinkt ab und zu einen Schnaps nach dem Essen, und wir wollen gerne ein paar Flaschen als Mitbringsel für unsere Freunde kaufen.« Hedi machte eine wegwerfende Handbewegung. »Aber ich selber trinke ja nicht so viel.«
»Er hat auch selbst gemachten Apfelsaft. Von dem werde ich mir auch einige Flaschen mitnehmen.«
Hedi nickte. »Das wäre eher was für mich.«
Je höher wir kamen, desto öfter musste ich runterschalten.