: Carmen Langhanke
: Daten als Leistung Eine rechtsvergleichende Untersuchung zu Deutschland, Österreich und der Schweiz
: Mohr Siebeck
: 9783161561665
: Rechtsvergleichung und Rechtsvereinheitlichung
: 1
: CHF 92.00
:
: Internationales Recht, Ausländisches Recht
: German
: 273
: DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF
Personenbezogene Daten haben sich zu einem Kommerzialisierungsinstrument entwickelt, denn sie werden bereitwillig zur Verfügung gestellt, um dafür im Gegenzug von Unternehmen Leistungen in Form von Dienstleistungen, Rabatten, Bonusmeilen und Werbegeschenken zu erhalten. Die zunehmende Praxis, personenbezogene Daten als 'Entgelt' im rechtsgeschäftlichen Verkehr einzusetzen, stellt die Zivilrechtsdogmatik vor neue Herausforderungen. Carmen Langhanke untersucht das Spannungsfeld zwischen dem Schutz der Persönlichkeitsrechte des Einzelnen und der Berücksichtigung der ökonomischen Interessen der Unternehmen an der Verarbeitung und Nutzung von personenbezogenen Daten. Sie versucht Lösungswege für die vertragsrechtliche Erfassung des Phänomens 'Zahlen mit Daten' aufzuzeigen. Im Mittelpunkt stehen vor allem die Ausgestaltung der Verpflichtung zur Leistung von personenbezogenen Daten sowie ihre Erfüllung, die Verknüpfung mit dem Erhalt der Gegenleistung und das Verhältnis von datenschutzrechtlicher Einwilligung und schuldrechtlichem Vertrag. Die Dissertation wurde mit dem Kulturpreis Bayern 2017 ausgezeichnet.

Geboren 1984, verh. Remke; Studium der Rechtswissenschaften mit wirtschaftswissenschaftlicher Zusatzausbildung an der Universität Bayreuth; 2010 Erste Juristische Staatsprüfung; 2010-2015 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Deutsches und Europäisches Verbraucherrecht und Privatrecht sowie Rechtsvergleichung und Geschäftsführerin der Forschungsstelle für Verbraucherrecht an der Universität Bayreuth; 2018 Zweite Juristische Staatsprüfung.
Cover1
Vorwort8
Inhaltsübersicht10
Inhaltsverzeichnis12
Abkürzungsverzeichnis18
Kapitel 1: Einführung und Grundlagen24
A. Gegenstand der Untersuchung24
B. Auswahl der Rechtsordnungen und Methodik27
C. Gang der Untersuchung28
D. Entwicklung des Datenschutzrechts29
E. Internationale Grundlagen31
I. Übereinkommen zum Schutz des Menschen bei der automatischen Verarbeitung personenbezogener Daten des Europarates ??????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????32
II. Leitlinien für den Schutz des Persönlichkeitsbereichs und den ­grenzüberschreitenden Verkehr personenbezogener Daten der OECD34
III. „Richtlinien betreffend personenbezogene Daten in automatisierten Dateien“ der Vereinten Nationen35
F. Unionsrechtliche Grundlagen36
I. Primärrecht36
1. Datenschutzgrundrecht, Art. 8 EU-Charta37
2. Datenschutzgrundrecht und datenschutzrechtliche Kompetenzbestimmung in Art. 16 AEUV / Art. 39 EUV38
3. Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens, Art. 8 EMRK39
II. Sekundärrecht40
1. Datenschutzrichtlinie 95/46/EG40
2. Datenschutzrichtlinie für elektronische Kommunikation 2002/58/EG41
3. Datenschutzgrundverordnung (DS-GVO)42
4. Mindeststandard oder Vollharmonisierung durch die Datenschutzrichtlinie?43
5. Geltung der sekundärrechtlichen europäischen Vorgaben für die Schweiz44
a. Sektorielle oder bereichsübergreifende Maßgeblichkeit der Datenschutzrichtlinie RL 95/46/EG in der Schweiz? ??????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????44
b. Bereichsübergreifende Maßgeblichkeit der Datenschutzrichtlinie für elektronische Kommunikation RL 2002/5848
c. Bereichsübergreifende Maßgeblichkeit der Datenschutz­Grundverordnung (DS-GVO)48
G. Grundstrukturen des Datenschutzrechts in Deutschland, Österreich und der Schweiz49
I. Verfassungsrechtliche Grundlagen49
II. Einfachgesetzliche Regelungsstrukturen52
III. Grundgedanke des Verbots mit Erlaubnisvorbehalt54
IV. Datenschutzkontrolle und Rechtsdurchsetzung56
Kapitel 2: Das datenschutzrechtliche Einverständnis60
A. Rechtliche Einordnung des datenschutzrechtlichen Einverständnisses60
I. Nationale Begrifflichkeiten für das Einverständnis61
II. Rechtsnatur des datenschutzrechtlichen Einverständnisses63
III. Ergebnis zur rechtlichen Einordnung des Einverständnisses ????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????67
B. Formale Anforderungen an das datenschutzrechtliche Einverständnis68
I. Abgabe der Einverständniserklärung68
1. Höchstpersönliche Abgabe68
2. Abgabe durch den Minderjährigen71
II. Gestaltung der Einverständniserklärung75
1. Schriftformerfordernis75
2. Weitere Gestaltungsmöglichkeiten der Einverständniserklärung????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????79
a. Mündliche Einverständniserklärung79
b. Einverständniserklärung durch schlüssiges Handeln79
c. Schweigen als Einverständniserklärung82
d. Elektronische Einverständniserklärung83
(1) Elektronische Einwilligung gem. § 13 Abs. 2 TMG und § 94 TKG84
(2) Elektronische Einwilligung in Werbung und Adresshandel gem. § 28 Abs. 3a S. 1 BDSG85
(3) Generelle Zulassung der elektronischen Einwilligung85
e. Unterstellte Einverständniserklärung86
f. Vorformulierte Einverständniserklärungen87
3. Sonderfall der Opt-in oder Opt-out Gestaltung88
a. Die Payback-Entscheidung des Bundesgerichtshofs89
b. Widerspruchs- oder Opt-Out-Obliegenheiten in Österreich92
c. Opt- in und Opt- Out-Modelle in der Schweiz93
III. Ergebnis zu den formalen Anforderungen an das Einverständnis94
C. Inhaltliche Anforderungen an das Einverständnis96
I. Autonomie des Einverständnisses96
1. Handeln ohne Zwang als Ausgangspunkt96
a. Die freie Entscheidung in Deutschland96
b. Erteilung ohne Zwang in Österreich97
c. Freiwilligkeit in der Schweiz98
2. Erteilung des Einverständnisses im Zusammenhang mit einer vertraglichen Beziehung99
a. Das deutsche Koppelungsverbot99
b. Verbotene Koppelungen in Österreich102
c. Abhängigkeitsverhältnisse in der Schweiz104
d. Das neue Koppelungsverbot in Art. 7 Abs. 4 DS-GVO106
II. Erklärung in Kenntnis der Sachlage106
III. Ergebnis zu d